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Chrischa Hannawald übernimmt Traineramt beim HSC Bad Neustadt

16.05.2018 - HSC Bad Neustadt

Wicklein-Nachfolger auf Außen gefunden – Singwald bleibt

Knapp zwei Wochen nach dem bitteren Abstieg aus der 3. Liga hat der HSC Bad Neustadt wichtige Weichen für die neue Saison ab Herbst gestellt.
Der frühere Nationalspieler und Torwart Chrischa Hannawald wird neuer Trainer der Rot-Weißen. Das teilte Dieter Schulz, HSC-Vorsitzender und Geschäftsführer der Spielbetriebsgesellschaft, nach dem Training am Dienstag mit. Bei diesem war Hannawald („Ich habe richtig Bock auf diese Aufgabe“) selbst anwesend und machte sich ein erstes Bild von seinen neuen Schützlingen.

Von Links: Co-Trainer Igor Mijanowski, HSC-Vorsitzender Dieter Schulz, Neuzugang Ioannis Frangis und der neue HSC-Trainer Chrischa Hannawald; Foto: HSC / Tim Rathgeber 


„Wir haben uns bewusst für einen Mann entschieden, der zuvor noch nichts mit dem HSC zu tun hatte. Nach der enttäuschenden Saison braucht es einen klaren, neuen Impuls, um die Spieler wieder aus ihrer Komfortzone herauszuholen“, erklärte Schulz direkt nach der Vorstellung des 47-Jährigen. Dieser hatte sich aus einem Kreis von möglichen Übungsleitern schließlich herauskristallisiert. Gänzlich unbekannt ist ihm die Bürgermeister-Goebels-Halle nicht, war er bereits beim vorerst letzten Drittligaheimspiel gegen Hanau im April vor Ort und nahm seine neuen Schützlinge unter die Lupe.

Hannawald, dessen Markenzeichen im Tor die kurze Hose und der Mundschutz war, begann seine aktive Handballkarriere in Wuppertal und stand dann unter anderem für Minden, Essen, Großwallstadt oder den HSV Hamburg zwischen den Pfosten. Nach dem Ende der Karriere hielt er in der Saison 2010/2011 sogar noch kurzzeitig als verletzungsbedingter Ersatz für Henning Fritz den Kasten beim aktuellen Deutschen Meister, den Rhein Neckar Löwen, sauber. Seinen größten Erfolg als Nationalspieler (insgesamt 19 Länderspiele) feierte er mit dem Gewinn der Silbermedaille bei der Europameisterschaft 2002. Trainererfahrungen sammelte er unter anderem beim Zweitligisten Bergischer HC.

Ihm zur Seite stehen wird in Zukunft Igor Mijanowski. Der gebürtige Ukrainer rückt damit nach der vorrübergehenden Übernahme des Traineramtes in der Schlussphase der abgelaufenen Drittligasaison wieder auf die ihm vertraute Co-Trainerposition. „Darüber freuen wir uns sehr“, so Schulz.

Auch auf der Rechtsaußen-Position ist der Verein fündig geworden. Der 25-Jährige Grieche Ioannis Frangis wird in die Fußstapfen von Jan Wicklein treten, der den Verein bekanntlich nach sechs Jahren in Richtung Zweite Liga verlassen hat. Frangis lebt schon seit einigen Jahren in Deutschland lebt und wechselt nach den deutschen Stationen Unterhaching, Leichlingen und Gummersbach II nun vom Oranienburger HC (Siebter in der abgelaufenen Saison in der 3. Liga Nord) an die Saale. Er wird neben der Tätigkeit als Spieler aufgrund seiner beruflichen Erfahrungen (Abschluss eines Masterstudiums) auch in die Marketingarbeit des Vereins mit eingebunden. Neben Frangis stehen bereits die Neuzugänge Maximilian Drude (HSC 2000 Coburg II) und Julian Bötsch (TG Heidingsfeld) fest. Die Suche nach einem neuen Mittelmann läuft unter Berücksichtigung von Rahmenbedingungen weiter. Zudem soll die Zusammenarbeit mit der zweiten Mannschaft nach ihrem Aufstieg in die Bezirksoberliga intensiviert werden. 

Auf ein anderes bekanntes HSC-Gesicht dürfen sich die Fans auch in der kommenden Bayernligasaison freuen. Rückraumshooter Konstantin Singwald bleibt den Saalestädtern erhalten und nimmt dabei wie andere Akteure auch finanzielle Einbußen in Kauf. Der 24-Jährige wechselte in der Saison 2015/2016 aus Coburg zum HSC und entwickelte sich schnell zu einer festen Größe in der Startformation

Das Bad Neustädter Eigengewächs Felix Wolf wird dagegen zum Bedauern von Schulz seine Handballschuhe ab sofort nicht mehr für den HSC schüren. Der 23-Jährige Linksaußen, der von der E-Jugend an alle Jugendmannschaften im Verein durchlaufen hat, wechselt zum neuen Ligarivalen nach Waldbüttelbrunn. „Wir vom Verein haben ihm ein Angebot unterbreitet, das er leider nicht angenommen hat“, so der HSC-Vorsitzende.
Der HSC bedankt sich ganz herzlich bei Felix Wolf für die vielen tollen Jahre im HSC-Trikot und wünscht eine gute, vor allem verletzungsfreie Zeit bei seinem neuen Verein.

Nach der jetzt beginnenden handballfreien Zeit und der dann folgenden Vorbereitungsphase startet der HSC schließlich am Wochenende des 15. und 16. September in die Bayernligasaison.

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