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Reizvoll für beide Seiten

02.02.2018 - Christian Hüther

Ich gehe die ganze Sache optimistisch an“, erklärt Christoph Kolodziej, seit letzter Woche Nachfolger von Margots Valkovskis als Coach des Handball-Drittligisten HSC Bad Neustadt-Rhön. „Wäre ich es nicht, hätte ich diese Aufgabe auch nicht übernommen.“ Dass er sich kurzfristig für ein Engagement auf dem Schulberg entschied, war zum einen auf den schon länger bestehenden Kontakt zu HSC-Geschäftsführer Dieter Schulz zurückzuführen, zum anderen lag sein Fokus spätestens seit dem Zeitpunkt, als sein Sohn Falk, der derzeit beim Zweitligisten HG Saarlouis aktiv ist, das rot-weiße Trikot trug, auch auf den Saalestädtern.

„Mein Vertrag mit dem HSC wäre aber nicht zustande gekommen, wenn mein bisheriger Arbeitgeber, der Bayerische Handballverband, mich nicht kurzfristig freigestellt hätte“, berichtet der 61-jährige Landestrainer. Auf seine Bitte um Stilllegung des Vertrages reagierte das Präsidium des BHV umgehend, „ich bin erst einmal bis zum letzten Saisonspiel des HSC von meiner Verbandstätigkeit entbunden. Ich kann aber, sollte mein Engagement nicht über diese Saison hinaus verlängert werden, sofort wieder nach München in meine bisherige Funktion zurückkehren.“

Anfrage kommt überraschend
Für ihn selbst kam die Anfrage der HSC-Verantwortlichen dahingehend überraschend, weil er nicht unmittelbar aus dem Kreis von Vereinstrainern gewählt wurde. „Aber das macht es vielleicht für beide Seiten reizvoll.“ Kolodziej, der in der Vergangenheit unter anderem die Nationalspieler Jannik Kohlbacher, Steffen Weinhold, Carsten Lichtlein und Henning Fritz unter seinen Fittichen hatte, springt allerdings nicht ins kalte Wasser. Der auch als Buchautor in Sachen Handball versierte Theoretiker coachte zuletzt den TuS Fürstenfeldbruck II und feierte mit diesem Team den Aufstieg von der Landesliga in die Bayernliga. „Aber meine Ansprüche in Sachen Trainingsarbeit und Einstellung der Spieler sind hoch, dem sind im Amateurbereich Grenzen gesetzt.“

Diese Grenzen sieht er beim HSC nicht, das unter Profibedingungen trainierende Team wird vor allem von einem Umfeld, „das von hohem Standard ist“, begleitet.

„Meine ersten Eindrücke in dieser Hinsicht waren prima“, sagt Kolodziej, „in Igor Mjanowski habe ich einen Fachmann mit großem taktischem Wissen an meiner Seite, die Zusammenarbeit mit ihm sowie den Physios dürfte auch wegen deren angenehmen Art unkompliziert werden.“

Kein komplizierter Handball

Dies erhofft er sich natürlich auch von seinen neuen Schützlingen. „Sowohl in den beiden Trainingseinheiten vor der Baunatal-Partie wie auch im Spiel selber habe ich den Eindruck gewonnen, dass alle mitziehen, mit Engagement bei der Sache sind und die derzeit unerfreuliche Tabellensituation schnellstmöglich ad acta legen wollen.“ In Baunatal wurde am Samstag zwar knapp verloren, was der Trainer hauptsächlich auf eine teilweise unbefriedigende Offensivleistung und auf ein verbesserungswürdiges Rückzugsverhalten zurückführt. Da will er ansetzen, „wobei ich die Philosophie vertrete, dass erst einmal ein einfacher, also kein komplizierter Handball mit langatmigen Kombinationen, gespielt werden sollte“.

Arbeit an der Wurftechnik

Auch an der Wurftechnik so manchen Spielers will er arbeiten. „Da haben wir es dem Baunataler Torhüter, der sicher kein schlechter ist, zu einfach gemacht.“ Zumal dieser dann einige Tempogegenstöße einleiten konnte, „die ich auf unserer Seite zu selten gesehen habe“. Was er im Spiel seiner Mannen ebenfalls noch vermisste, war eine Art Forechecking im Rückzugsverhalten. Ansonsten ist Kolodziej ein Anhänger des 6:0-Abwehrsystems, „da stehen wir kompakt“. Mit der Defensivleistung zeigte er sich bei der Niederlage in Baunatal prinzipiell einverstanden. „Was wir auf alle Fälle optimieren müssen, ist unser Umschaltspiel. Das muss präziser und zügiger gehen.“

Es gibt also im spielerischen Bereich einige Baustellen, „beispielsweise muss unsere Kreuzbewegung besser funktionieren, aber es gehört nun einmal zur Aufgabe eines Trainers, die Spieler weiterzuentwickeln.“ Diese zeigten in Baunatal große Moral.

„Dass wir uns nach einem deutlichen Rückstand noch herangekämpft haben, gehört für mich zu den positiven Erkenntnissen, auf dieser Basis sehe ich die Möglichkeit, mein grundsätzliches Vorhaben, nämlich jedes Spiel gewinnen zu wollen, in die Tat umsetzen zu können.“ Kurzfristig peilt Kolodziej ein ausgeglichenes Punktekonto an. „Die nächsten Aufgaben in Nieder-Roden und gegen Großwallstadt sind zwar schwer, aber bei der Qualität meiner Spieler nicht unlösbar.“

Quelle: Rhön - und Saalepost

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