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Variabler HSC in Hochform

26.08.2013 - Christian Hüther

Testspiel
HSC Bad Neustadt – DJK Rimpar Wölfe 30:20 (12:6)

Entgegen aller Erwartungen war das Unterfrankenderby eine recht einseitige Angelegenheit, im letzten Testspiel eine Woche vor dem Saisonstart präsentierten sich nur die Gastgeber vom Drittligisten HSC Bad Neustadt in Hochform. Deren Coach Matthias Obinger war mit der Vorstellung seiner Schützlinge auch „sehr zufrieden“, wollte aber den „Spielausgang nicht zu hoch bewerten, da beim Gegner doch drei Stammkräfte fehlten.“ Das Fehlen zum Beispiel der Spieß-Brüder wollte DJK-Trainer Jens Bürkle dagegen nicht als Entschuldigung gelten lassen: „Die anderen können auch Handball spielen. Normalerweise.“

Bürkle war nicht nur wegen der Art und Weise der Niederlage bedient, „wir waren in der Abwehr viel zu passiv, haben 23 Fehlwürfe und zwölf technische Fehler zu verzeichnen“, sondern musste kurz vor Schluss noch einen weiteren Nackenschlag verdauen. Bei einem Angriff wurde sein Spielmacher Sebastian Kraus geschubst, prallte mit dem Kopf auf das Knie von Michal Panfil und zog sich bei der unsanften Landung eine schmerzhafte Verletzung am linken Ellenbogen zu. Kraus musste umgehend das Krankenhaus aufsuchen, eine genaue Diagnose steht noch nicht fest. Dass Panfil nach dieser Szene die Rote Karte sah, war eher eine Konzessionsentscheidung der Unparteiischen, um die Gemüter zu beruhigen.

Die Referees bekamen in der Anfangsphase sofort viel zu tun, nach zwölf Minuten waren bereits fünf Zeitstrafen verhängt. Der frisch gebackene Zweitligist hielt dabei bis zur fünften Minuten (2:2) noch mit, doch dann geriet der Deckungsverband erstmals, und für immer im Rest der Spielzeit, aus den Fugen. Die HSCler setzten sich nach zwei Treffern von Gary Hines, der im ersten Durchgang kaum zu stoppen war, und Margots Valkovskis auf 5:2 ab und bauten diesen Vorsprung stetig aus. Dabei scheiterten die Gäste mehrmals an der aggressiven Verteidigung der Hausherren oder verzweifelten an den Reaktionen von Rostislav Badura.

Zunehmend verzweifelt war auch dessen Gegenüber Max Brustmann, der sich fast ständig frei gespielten gegnerischen Angreifern gegenübersah, die nicht nur gute Wurfpositionen herausspielten, sondern auch fehlerhafte Offensivaktionen der Wölfe postwendend mit Tempogegenstößen bestraften. Der Sechs-Tore-Vorsprung der Saalestädter zur Pause entsprach absolut den Kräfteverhältnissen, zwei vergebene Siebenmeter der Bürkle-Truppe waren symptomatisch für deren schwache Chancenverwertung. Wer von Seiten der wenigen mitgereisten Rimparer-Fans auf eine Aufholjagd nach dem Seitenwechsel gehofft hatte, wurde enttäuscht. Ein Tempogegenstoß von Hines sowie ein Hattrick von Jan Wicklein, der im zweiten Durchgang überhaupt nicht mehr zu stoppen war und so nebenbei mit raffinierten Anspielen an den Kreis brillierte, führten zum 16:6-Zwischenstand. Trotz aller Rimparer Bemühungen – beim Gast hinterließen nur die beiden früheren HSC-Spieler Julian Bötsch und Daniel Sauer einen positiven Eindruck – baute die Obinger-Sieben den Vorsprung auf 20:8 aus.

Was neuerlich auffällig war, war die Tatsache, dass beim HSC immer dann Torschützen eine Serie hinlegen, die der Kontrahent bis dahin nicht auf dem Plan hatte. Kaum hatte dieser seinen Fokus auf Wicklein und Hines gerichtet, sprangen Vilim Leskovec und Maxi Schmitt in die Bresche. DJK-Keeper Brustmann verließ nach 40 Minuten frustriert und schimpfend seinen Kasten, sein Vertreter Markus Leikauf sah sich in den letzten 20 Minuten aber auch allein gelassen. Die Einheimischen konnten sich so den Luxus erlauben, viel zu experimentieren, die Positionen wurden variabel besetzt, ohne dass es zu einem Leistungsabfall gekommen wäre. „Wir dürfen jetzt nur nicht leichtsinnig werden“, forderte HSC-Mannschaftsbetreuer Hans-Peter Endres vor dem ersten Saisonspiel am Samstag in Herrenberg, „das wird eine ganz andere Nummer.“ Bürkle will dagegen in der kommenden Woche das Hauptaugenmerk auf die Defensive legen, „da hat uns Bad Neustadt vorgemacht, wie man sich zu verhalten hat.“

Bad Neustadt: Badura (bis 45.), Thomas (46. bis 58.), Tatzel (ab 58.) – Panfil 1, Valkovskis 2, Schmitt 4, Hines 6, Feuchtmann 2, Wicklein 8/4, Bley (n. e.), Gerr 1, Djuricin 3, Kern (n. e.), Leskovec 3.
Rimpar: Brustmann (bis 40.), Leikauf (ab 40.) – Schömig 2, J. Sauer 2, Kraus 3/2, Büttner 3/1, Bötsch 3, Kaufmann 1, D. Sauer 2, Keidel, Krze, Skrbic, Gräsl 2, Schmitt 2.
Zeitstrafen: 8 – 6 Minuten.
Disqualifikation: Panfil (Bad Neustadt, 52., Foulspiel). Siebenmeter: 4/4 – 5/3. Zuschauer: 250.

Spielfilm: 2:2 (5.), 5:2 (9.), 8:3 (17.), 11:4 (24.), 12:6 (30.) – 16:6 (34.), 20:8 (38.), 24:13 (44.), 25:15 (51.), 29:17 (56.), 30:20 (60.).

Quelle: Rhön- und Saalepost (26.08.13)

Bild: Thomas Euring (http://www.tom-eu.eu/bilder/sport/handball-2013/)

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