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Bericht: HSC - Heilbronn/Horkheim 35:29

09.03.2014 - Christian Hüther

HSC kriecht auf dem Zahnfleisch und siegt

Es war ein hartes Stück Arbeit, bis Tabellenführer HSC Bad Neustadt seine makellose Heimbilanz (nur Siege) ausgebaut hatte. „Momentan kriechen wir etwas auf dem Zahnfleisch“, so Coach Matthias Obinger nach dem 35:29 (19:14)-Sieg seiner Mannschaft gegen den TSB Horkheim. Er und die Zuschauer hatten eine kampfbetonte Partie gesehen, in der die Gäste bis in die Schlussminuten hinein die Stirn boten. „Wir hatten nichts zu verlieren“, kommentierte TSB-Torjäger Sebastian Seitner, der diesmal nur vom Punkt aus traf, den engagierten Auftritt seines Teams.

Die Gastgeber schlossen ihre ersten beiden Angriffe erfolgreich ab (Djuricin/Schmitt), doch Margots Valkovskis kassierte schon nach 90 Sekunden die erste Zeitstrafe. Dies nutzten die Schützlinge von Jochen Zürn zum Ausgleich. Sie gingen nach sieben Minuten erstmals nach einem Tempogegenstoß von Alexander Schmid in Führung (4:3). In dieser Phase war TSB-Keeper Wojciech Honisch ein starker Rückhalt. Insbesondere Vilim Leskovec, der überhaupt keinen Treffer erzielte, fand in ihm seinen Meister. Dass sich der HSC-Rückraumschütze nicht in die Torschützenliste eintragen konnte, lag auch daran, dass er nach zehn Minuten wegen einer Muskelverletzung vom Parkett musste.

Da hatte Valkovskis schon seine zweite Zeitstrafe abgebrummt, fortan war er nur noch in der Offensive eingesetzt und wurde in der Abwehr von Michal Panfil vertreten. Dort machte sich das Fehlen von Franziskus Gerr, der sich einem Eingriff am Knie unterziehen musste, negativ bemerkbar – auch ein Grund, dass die Hausherren außergewöhnlich viele Gegentreffer kassierten. „Ob es für das Coburg-Spiel schon wieder reicht, hoffe ich zwar“, so Gerr, der vor kurzem zum zweiten Mal Vater wurde, „aber ich bezweifle es“.

In den ersten 20 Minuten wogte das Geschehen hin und her, Abspielfehler führten dazu, dass sich der Spitzenreiter nicht absetzen konnte. Besser wurde es nach dem 10:10 – da schlug die Stunde von Jan Wicklein. Sowohl von Außen wie auch über Konter war er maßgeblich daran beteiligt, dass sich sein Team binnen fünf Minuten auf 15:10 absetzte. Nun traf die Gäste, die ohnehin personell geschwächt angetreten waren, ein harter Schlag: Seitner musste angeschlagen auf der Bank Platz nehmen und kehrte nur noch bei der Ausführung von Siebenmetern ins Spiel zurück.

Den Fünf-Tore-Vorsprung verteidigten die Obinger-Schützlinge bis zum Seitenwechsel, da konnte sich der zehnjährige TSB-„Obertrommler“ Yannick abmühen wie er wollte. Unter den Augen einiger Coburger „Spione“, die jeden Gästetreffer frenetisch bejubelten, schien auch zu Beginn des zweiten Durchgangs aus Sicht von Badura und Co. erst einmal nichts anzubrennen. Ab der 40. Minute aber und mit der Rückkehr von Honisch ins TSB-Gehäuse geriet Sand ins Getriebe des HSC. Er scheiterte vermehrt im Angriff, auch der nun anstelle von Maxi Schmitt auf der Spielmacher-Position eingesetzte Emil Feuchtmann Perez vermochte kaum Impulse zu setzen.

Goran Djuricin hatte auf einmal Ladehemmung, verzog seine Würfe, traf nur die Torumrandung und leistete sich einige technische Fehler. Als er noch eine Zeitstrafe kassierte, nutzte dies der Tabellenvierte dank eines nun starken Felix Knoll zu einem Zwischenspurt. Sein Treffer zum 27:28-Anschluss sorgte für lange Gesichter im Lager der heimischen Fans, aber für euphorische Stimmung der Coburger. Doch der unermüdliche Valkovskis sowie Maxi Schmitt per Konter sorgten für das 30:27.

Ein von Badura abgewehrter Siebenmeter, den Seitner hoch unter die Latte setzen wollte, machte den Gästen den Garaus. Die schafften durch ihren Rechtsaußen Frederick Griesbach das 28:31, doch danach ging beim Gast, dem in den letzten neun Minuten nur ein Treffer gelang, wenig bis gar nichts. Feuchtmann Perez fand jetzt endlich die Lücken, markierte zwei Tore in Folge, ehe der „fliegende“ Wicklein den Schlusspunkt setzte. „Es wäre heute mehr möglich gewesen“, meinte Seitner später, „aber Bad Neustadt hat letztlich gezeigt, warum sie oben stehen“. Mit dem Versprechen, sich in zwei Wochen gegen Coburg genauso anzustrengen, traten er und seine Kameraden die Heimreise an.

Statistik zum Spiel
3. Liga Süd

HSC Bad Neustadt – TSB Horkheim 35:29 (19:14)

HSC Bad Neustadt: Badura, Thomas (n. e,), Tatzel (n. e.) – Panfil 1, Valkovskis 5, Kern (n. e.), Schmitt 4, Wolf, Hines 5, Feuchtmann-Perez 3, Siegler (n. e.), Djuricin 6, Wicklein 11/4, Bley (n. e.), Leskovec.

TSB Horkheim: Honisch (1.-30., ab 40.), Rebmann (31.-39.) – Griesbach 3, Schmiid 4, Knoll 9, Fähnle, E. Prasolov, Schulze 5, Hau 2, Seitner 3/2, Roll 1, König 2.

Siebenmeter: 5/4 – 3/2.

Zeitstrafen: 10 – 6 Minuten.

Schiedsrichter: v. Wolff (Dotzheim)/Zimmerschied (Wiesbaden).

Zuschauer: 630.

Spielfilm: 3:3 (5.), 5:6 (10.), 7:7 (15.), 10:10 (20.), 15:10 (25.), 19:14 (30.) – 21:17 (35.), 26:21 (40.), 28:23 (43.), 28:27 (48.), 31:27 (51.), 32:28 (56.), 35:29.

Stimmen zum Spiel
Matthias Obinger (Trainer des HSC): Es war, wie erwartet, das schwere Spiel, in dem ich aufgrund verschiedener Umstände dreimal das System umstellen musste. Gerade in der Defensive hat der Ausfall von Franziskus Gerr weh getan. Aber auch im Spielaufbau haben die Rädchen nicht so ineinander gegriffen, wie ich es erhofft hatte. Der Gegner, der nie locker gelassen hat, hat immer dagegengehalten und uns fast über die gesamte Spielzeit zu einer konzentrierten Leistung gezwungen. Wir sind momentan körperlich an der Leistungsgrenze, aber das soll keine Entschuldigung für so manchen Fehler sein. Die Ausfälle von Margots Valkovskis in der Deckung sowie das ungeplante Herausnehmen von Vilim Leskovec waren unserem Spiel nicht förderlich. Ich bin mir sicher, dass in den letzten sieben Partien das kämpferische Element gefragt sein wird. Wir sehen zwar nun dem ,Spiel der Spiele' in Coburg entgegen. Doch wir sollten uns nicht so sehr auf dieses Spiel fokussieren, auch die anderen Matches sind wichtig und werden uns alles abverlangen. Wir müssen halt immer alles geben, um den 1. Platz zu verteidigen.

Jochen Zürn (Trainer des TSB Horkheim): Erst einmal Glückwunsch an Bad Neustadt, das verdient gewonnen hat. Ich bin aber auch auf meine Mannschaft stolz. Unser geschwächter Kader hat lange mitgehalten, die Spieler haben alles gegeben. Es war insgesamt ein sehr kämpferisches Spiel, bei dem wir bis zum 28:27 auf einen Punkt hoffen durften. Wir haben danach aber in der Offensive das Niveau nicht halten können. Besonders gefallen hat mir die Leidenschaft in unserem Spiel, die wir aber auch mit in die nächste Spiele gegen Großsachsen und Coburg nehmen müssen. Danke auch an unsere Fans, sie waren eine wertvolle Unterstützung.

Torschützenliste des HSC
Vilim Leskovec 119
Jan Wicklein 116/41
Gary Hines 102
Goran Djuricin 100/8
Emil Feuchtmann 96/11
Margots Valkovskis 76
Maximilian Schmitt 31
Michal Panfil 26
Franziskus Gerr 10
Felix Wolf 4

Quelle: Rhön- und Saalepost (10.03.14)

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