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Bericht: Coburg - HSC 28:22

17.03.2014 - Christian Hüther

Die Niederlage hat viele Väter

Wir haben nur ein Spiel verloren“, stellte ein erschöpfter Bad Neustädter Kapitän Margots Valkovskis nach dem Spitzenspiel der 3. Handball-Liga Süd fest. „Wir haben alles noch selbst in der Hand, müssen aber in den restlichen Spielen konzentrierter agieren“, fuhr der Lette fort. Er war über die 22:28-(12:16)-Niederlage des HSC Bad Neustadt im Gipfeltreffen beim HSC 2000 Coburg ebenso enttäuscht wie die über 450 mitgereisten Fans, die den Tabellenführer in der mit 3500 Zuschauern ausverkauften HUK-Coburg-Arena lautstark anfeuerten. Letztlich vergebens.

Die dritte Niederlage des HSC und das Zusammenschrumpfen des Polsters auf zwei Punkte vor Coburg hat viele Väter. Zum einem war es die schwache Wurfausbeute aus dem Rückraum, der sich elf Fehlwürfe leistete, bei 17 Versuchen am starken Keeper Haavard Martinsen scheiterte und mit 13 technischen Fehlern die Heimsieben unverhofft in Ballbesitz brachte. Schwer wog zudem der Ausfall des etatmäßigen vorgezogenen Verteidigers Franziskus Gerr (verletzt). Der angeschlagene Vilim Leskovec lief nur fünf Minuten auf und konnte keine Impulse geben. Darüber hinaus haderten die Gästefans mit der Schiedsrichterleistung: Im ersten Durchgang kassierten die Gäste fünf, die Gelb-Schwarzen überhaupt keine Zeitstrafe.

Die Partie begann beiderseits sehr nervös. „Da hat man gemerkt, dass für beide viel auf dem Spiel stand, besonders für uns“, so der Coburger Spielgestalter Till Riehn, der seine Farben nach fünf Minuten und Treffern von Gary Hines und Goran Djuricin mit 0:2 in Rückstand sah. Als Maxi Schmitt, auf Linksaußen eingesetzt, eine Minute später bei einem Tempogegenstoß an Martinsen scheiterte und das 3:0 vergab, kamen die Hausherren im Gegenzug und nach sieben Minuten durch Kreisläufer Dominic Kelm zum Anschlusstreffer.

Die Oberfranken schafften nach zehn Minuten den ersten Ausgleich (3:3), dann kassierte Gary Hines die erste Zeitstrafe. Hines zeigte sich an diesem Abend insgesamt indisponiert – von elf Würfen versenkte er nur vier. „Gary fehlt momentan die Spritzigkeit“, erklärte Trainer Matthias Obinger die Vorstellung des US-Nationalspielers, „die drei Partien bei den Panamerikanischen Spielen in einer Woche und die Reisestrapazen haben ihre Spuren hinterlassen.“

Es blieb zunächst ein Duell auf Augenhöhe: 7:7 nach einer Viertelstunde. Dann schickten die Erstliga-Schiedsrichter Hanspeter Brodbeck und Simon Reich binnen 20 Sekunden Djuricin und Valkovskis auf die Bank. „Einige Zeitstrafen waren überhart, zum anderen hätte ich mir einige Siebenmeter für uns in einigen dafür würdigen Szenen gewünscht“, äußerte Obinger leichte Kritik. Die Gastgeber nutzten in einer „insgesamt fairen Auseinandersetzung“ (Valkovskis) die Überzahl zur 9:7-Führung. In der 26. Minute war beim Stand von 12:12 die Welt der Gäste noch in Ordnung. Es folgten eine Zeitstrafe gegen Maxi Schmitt und bis zur Pause der kollektive Zusammenbruch der Obinger-Sieben. Steffen Coßbau brachte den HSC 2000 mit 13:12 in Führung. Michal Panfil, der für den disqualifikationsgefährdeten Djuricin nun im halbrechten Rückraum agierte, scheiterte am Keeper. Torwart Rostislav Badura, der eine durchschnittliche Leistung zeigte, das Duell gegen Martinsen aber klar verlor, leistete sich kurz darauf einen Fehlabwurf, den Ronny Göhl mit dem 14:12 bestrafte. Nach einem Hines-Fehlpass erhöhte Göhl per Konter auf 15:12, ehe der HSC-2000-Kapitän per Siebenmeter nicht nur einen Hattrick schaffte, sondern auch für eine komfortable Pausenführung sorgte. Die zweite Halbzeit begann mit einem neuerlichen Hines-Fehlwurf. Der mit sechs Treffern erfolgreichste Coburger Feldtorschütze Sebastian Roth sowie Thomas Riha erhöhten auf 18:12. Margots Valkovskis und Jan Wicklein verkürzten, als Panfil auf der Strafbank schmorte. Der nun aufs Parkett gerufene Vilim Leskovec wurde zweimal abgeblockt, so dass in der 40. Minute (23:16) die Entscheidung gefallen war. Eine Zeitstrafe gegen Coburg – die erste nach 40 Minuten – nutzte der Spitzenreiter zu drei Treffern in Folge, doch der Vorsprung von Coburg hielt sich permanent bei vier Toren. In den letzten zehn Minuten gelang den Gästen nur ein Tor (Wicklein), der sich später sehr enttäuscht zeigte: „Wir hatten uns so viel vorgenommen, doch nie den Druck aufbauen können, um hier zu punkten.“

Insgesamt wurde deutlich, dass der Coburger Erfolg auch auf der vergleichsweise größeren qualitativen Breite beruht. Während Obinger nur acht Feldspier, von denen sieben trafen, zum Einsatz brachte, schickte sein Kollege elf Akteure (zehn Torschützen) ins Rennen, wobei er sich den Luxus leisten konnte, zweitligaerfahrene Spieler wie Steffen Coßbau und Philipp Seitle nur sporadisch zu bringen.

Statistik zum Spiel

3. Liga Süd HSC 2000 Coburg – HSC Bad Neustadt 28:22 (16:12)

HSC 2000 Coburg: Martinsen, Krechel (n. e.) – Lakisa (n. e.), Göhl 6/3, Andersson 1/1, Kelm 5, Kirchner 2, Vitek 3, Riha 1, Coßbau 2, Drude, Riehn 1. Roth 6, Seitle 1.

HSC Bad Neustadt: Badura, Thomas (ein Siebenmeter) – Panfil 1, Valkovskis 2, Schmitt 1, Wolf (n. e.), Hines 4, Feuchtmann Perez 4, Siegler (n. e.), Djuricin 4, Wicklein 6/1, Leskovec.

Siebenmeter: 4/4 – 1/1.

Zeitstrafen: 6 – 14 Minuten.

Zuschauer: 3500 (ausverkauft).

Schiedsrichter: Brodbeck/Reich (Metzingen).

Spielfilm: 0:2 (5.), 3:3 (10.), 6:7 (15.), 9:7 (20.), 12:12 (26.), 16:12 (30.) – 20:15 (35.), 23:16 (40.), 23:19 (43.), 25:21 (50.), 25:22 (55.), 28:22 (60.).

Stimmen zum Spiel

Matthias Obinger (Trainer des HSC Bad Neustadt): Wir haben gut angefangen. Die Deckung stand ganz gut, was der erste Coburger Treffer nach sieben Minuten beweist. Wir haben dann, gerade im Angriff, einiges liegen lassen. Ungut war natürlich, dass wir oft in Unterzahl spielen mussten, wobei ich die Kritik an den Schiedsrichtern nicht zu hoch hängen will. Wir hatten einfach zu viele Brüche im Spiel und nicht durchgehend die Leistung gezeigt, um Coburg in Schwierigkeiten zu bringen. Nach der Pause standen wir in der Deckung ganz gut, aber überflüssige Fehler beim Tempo-Spiel haben das Aufholen verhindert. Letztlich hat Coburg verdient gewonnen. Wir haben nun ein weiteres schweres Auswärtsspiel in Hochdorf vor der Brust, doch auch die anderen noch anstehenden Partien sind kein Selbstläufer.
Jan Gorr (Trainer des HSC 2000 Coburg): Wir sind froh über unseren Erfolg, der uns die Aufstiegstür offen hält. Wir haben dem Match entgegengefiebert, was anfangs zu einer gewissen Nervosität geführt hat. Aber mit dem ersten Tor sind wir besser ins Spiel gekommen, wobei wir gerade in der Deckung eine super Arbeit geleistet haben. Herausheben will ich heute niemanden, Håvard Martinsen war natürlich ein starker Rückhalt. Wir müssen in den nächsten Wochen weiter unsere Leistung bringen. Aber ohne einen Ausrutscher von Bad Neustadt, das trotz der Niederlage zu einer hochklassigen Drittliga-Begegnung beitragen hat, ist Platz eins nicht zu erreichen. Danke an unsere Fans.
Håvard Martinsen (Torhüter des HSC 2000 Coburg): Es war in aller Bescheidenheit ein ganz gutes Spiel von mir, wobei man natürlich gegen seinen Ex-Klub noch einmal mehr motiviert ist. Meine Vorderleute haben gute Arbeit geleistet und Bad Neustadt zu einigen Verzweiflungswürfen gezwungen.
Elmar Demling (Ehrenvorsitzender des HSC Bad Neustadt in der Pause): Die Schiedsrichterleistung ist aus meiner Sicht ein Skandal. Wir bekommen Zeitstrafen, die Coburger nur gelbe Karten. Da besteht ein Missverhältnis. Ich bin verwundert, dass dieses Gespann angeblich zu den besten Fünf in Deutschland gehört.
Sebastian Kirchner (Linksaußen HSC 2000 Coburg): Im Gegensatz zum Hinspiel haben wir den Ball besser laufen lassen und hatten so eine größere Sicherheit in unserem Spiel. Außerdem hat Howie Martinsen überragend gehalten. Unser Sieg war verdient.

Torschützenliste des HSC
Jan Wicklein 122/42
Vilim Leskovec 119
Gary Hines 106
Goran Djuricin 104/8
Emil Feuchtmann Perez 100/11
Margots Valkovskis 78
Maximilian Schmitt 32
Michal Panfil 27
Franziskus Gerr 10
Felix Wolf 4

Quelle: Rhön - und Saalepost (17.03.2014)

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