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Bericht: Hochdorf - HSC 34:34

24.03.2014 - Christian Hüther

Dem HSC geht die Puste aus

Handball (ba)
3. Liga Süd
TV Hochdorf – HSC Bad Neustadt 34:34 (15:17)

Das 34:34 (17:15) des Tabellenführers HSC Bad Neustadt beim Dritten TV Hochdorf war möglicherweise ein wichtiger Schritt in Richtung Meisterschaft. Die Schrittlänge hätte aber durchaus größer ausfallen können, denn die Handballer aus Bad Neustadt führten acht Minuten vor dem Ende mit sieben Toren (31:24). Dann ging dem Minikader der Saalestädter die Luft aus, zudem sorgten einige umstrittene Entscheidungen der Unparteiischen für Unmut bei den Gästen. „Wenn mir vor dem Spiel jemand gesagt hätte, wir holen hier einen Punkt, hätte ich das sofort unterschrieben. Tatsächlich hatten wir dann gegen Gegner bis in die Schlussminuten im Griff, doch dann ist uns der Saft ausgegangen“, sagte HSC-Trainer Matthias Obinger.

Seine Spieler zeigten in der Defensive zunächst Biss, nach vier Minuten und Treffern des überragenden Gary Hines sowie Emil Feuchtmann Perez war eine 2:0-Führung herausgeworfen. In den nächsten Minuten kamen die Mannen von Benjamin Matschke in der Offensive besser zurecht, schafften den 3:3-Ausgleich, der allerdings der letzte bis in die Schlusssekunde sein sollte. Denn die Saalestädter legten nach, zogen wieder auf 3:6 davon, zeigten sich dabei in der Offensive variabel und griffig in der Deckung. Nach Ansicht er Schiedsrichter zu griffig, denn früh kassierte Maximilian Schmitt seine erste Zeitstrafe. Doch die Überzahl wusste der Tabellendritte nicht zu nutzen. Im Gegenteil, nach einem Konter über Goran Djuricin lag der Tabellenführer erstmals mit vier Treffern vorn (5:9). Als nach gespielten fünfzehn Minuten Hines den Vorsprung mit einem Doppelschlag auf 6:11 ausbaute, legte Matschke die Time-out-Karte auf den Zeitnehmertisch. Doch zunächst ohne Wirkung, auch die zweite Zeitstrafe für Schmitt nach 18 Minuten konnten die Einheimischen zu keiner nennenswerten Resultatsverbesserung nutzen. Der Vier-Tore-Vorsprung der HSCler hielt bis zum 11:15, ehe die Gäste-Defensive nach einer Zeitstrafe für Jan Wicklein drei Treffer in Folge schlucken musste. Kurz vor dem Seitenwechsel gelang den Hausherren er Anschlusstreffer zum 15:16, ehe Hines den Pausenstand besorgte.

Hines, der sich gegenüber dem Coburg-Match wesentlich zielsicherer präsentierte, legte sofort nach Wiederanpfiff nach, die Obinger-Rumpftruppe stabilisierte sich wieder und lag schließlich wieder mit vier Treffern vorn (20:24). Dann war allerdings die Disqualifikation für Maxi Schmitt nach der dritten Zeitstrafe zu verdauen, die folgende Unterzahl überstanden die Gäste, bei denen der angeschlagene Vilim Leskovec nun doch notgedrungen aktiv werden musste, ohne Gegentreffer. Der Mannschaft war in den folgenden Minuten die Wut im Bauch anzumerken, nach Toren von Wicklein und Leskovec lag man mit sechs Treffern vorn (21:27). Die Gastgeber vermochten zwar zu verkürzen, aber es schien für sie schlecht zu stehen, als der Rückstand in der 49. Minute während einer Zeitstrafe für Hines durch Tore von Emil Feuchtmann Perez und Margots Valkovskis wieder auf sechs Tore anwuchs (23:29). Nun bekam Feuchtmann Perez eine zweiminütige Zwangspause verordnet, in Unterzahl erhöhten der gut aufgelegte Leskovec und Wicklein auf 24:31. Die Sache schien gelaufen, denn nach drei TV-Toren in Folge sorgte Leskovec für den 32:27-Zwischenstand in der 54. Minute.

Die Gäste litten jetzt zunehmend an Kräfteverschleiß, die Einheimischen witterten Morgenluft. Trotzdem fanden sich die Zuschauer schon mit der Heimniederlage ab, als Goran Djuricin in der 57. Minute auf 34:31 erhöhte. In der nächsten Minute lief allerdings der Hochdorfer Jan Claussen zu Hochform auf und schaffte mit zwei Treffern in Folge den Anschluss zum 33:34. Die Halle tobte, der HSC zeigte Wirkung. „Wir krochen nur noch auf dem Zahnfleisch, was ich aber keinem Spieler zum Vorwurf machen will“, kommentierte Obinger die letzten Sekunden.

Als TV-Goalie Tim Doppler einen Wurf parierte, waren nur noch vier Sekunden zu spielen. Der auf Außen angespielte Niklas Schwenzer wurde von Emil Feuchtmann Perez kurz vor seinem Wurfversuch unsanft von den Beinen geholt, was die Disqualifikation für den Chilenen bedeutete und Benjamin Hundt an den Siebenmeterpunkt brachte. Der zeigte gegen den guten Rostislav Badura keinen Nerven und netzte zum Endstand ein. „Es war insgesamt eine Klasse-Vorstellung meiner Mannschaft, die Mut für die restlichen Partien machen sollte“, so Obinger.

TV Hochdorf: Haller (bis 23.), Doppler (ab 23.) – Hundt 6/2, Beutler 3, Sliwa, Klee 2, Schwenzer 7, Bühler 3, Claussen 4, Job 2, Lanninger 4, Dietz 3. HSC Bad Neustadt: Badura, Thomas (n. e.) – Panfil, Valkovskis 4, Schmitt 1, Hines 11, Feuchtmann Perez 6, Djuricin 4, Wicklein 5/2, Leskovec 3. Zeitstrafen: 8:16 Minuten. Disqualifikation: Maximilian Schmitt (39. dritte Zeitstrafe), Emil Feuchtmann Perez (59., Foulspiel, beide Bad Neustadt). Siebenmeter: 2/2 – 2/2.

Schiedsrichter: d'Alessandro/Kraaz (Nürtingen/Ditzingen). Zuschauer: 510. Spielfilm: 0:2 (4.), 3:3 (6.), 3:6 (9.), 6:9 (15.), 9:13 (20.), 1115 /25.), 15:17 (30.) – 17:20 (34.), 20:24 (39.), 21:27 (43.), 23:29 (49.), 27:32 (54.), 31:34 (57.), 34:34 (60.).

Stimmen zum Spiel
Matthias Obinger (Trainer des HSC Bad Neustadt): Wenn mir vor dem Spiel jemand gesagt hätte, wir holen hier einen Punkt, hätte ich das sofort unterschrieben. Tatsächlich hatten wir den Gegner bis in die Schlussminuten im Griff, doch dann ist uns der Saft ausgegangen. Michal Panfil konnte ich gerade einmal fünf Minuten einsetzen, die frühe rote Karte für Maxi Schmitt war natürlich auch ein Verlust. Ich musste so Vilim Leskovec notgedrungen bringen, er hat seine Sache gut gemacht. Mit der Mannschaftsleistung bin ich insgesamt sehr zufrieden. Wir haben den Aufstieg weiterhin selbst in der Hand. Dass in dieser Liga Power-Handball über 60 Minuten gefragt ist, mussten wir leider selbst erleben. Die Schiedsrichterleistung, gerade in der Schlussphase, möchte ich nicht kommentieren.
Benjamin Matschke (Trainer des TV Hochdorf): Wir haben ein tolles, niveauvolles und spanendes Handballspiel erlebt. Der HSC hat trotz seines geschwächten Kaders bewiesen, warum er die Tabelle anführt. Meine Mannschaft hat trotz vieler Fehler Moral gezeigt und sich dank der Unterstützung der Fans noch einmal zurückgekämpft. Das Unentschieden geht in Ordnung, wir können die Halle hocherhobenen Hauptes verlassen. Dem HSC wünsche ich die Meisterschaft, er hat es verdient.

Torschützenliste des HSC
Jan Wicklein 127/44
Vilim Leskovec 122
Gary Hines 117
Goran Djuricin 108/8
Emil Feuchtmann Perez 106/11
Margots Valkovskis 82
Maximilian Schmitt 33
Michal Panfil 27
Franziskus Gerr 10
Felix Wolf 4

Quelle: Rhön- und Saalepost (24.03.2014)

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