offizielle Website des HSC Bad Neustadt / Saale - Herzlich Willkommen

Nächstes Spiel

msggrossbieberaumodau vs. hscbadneustadt
 05.05.2018 - 19:00 Uhr
MSG Groß-Bieberau/Modau - HSC Bad Neustadt
zum Spielplan

Der HSC auf Facebook

Liveticker

Während der Partien unseres HSC sind Sie jederzeit mit dem Liveticker von SIS auf dem Laufenden.

Suche

Bericht: HSC - Konstanz 38:22

30.03.2014 - Christian Hüther

„Das wird eine erneute Nagelprobe für den HSC“, mutmaßte der Münnerstädter Zuschauer Norbert Wolf vor dem Anpfiff. Doch er und die anderen 649 Zuschauer waren vom Spielverlauf und dem unerwartet klaren Erfolg des Spitzenreiters beim 38:22 (22:9) in der 3. Liga Süd gegen die HSG Konstanz überrascht. „So etwas passiert, wenn eine Mannschaft im Prinzip nur fünf Minuten lang Handball spielt“, fand HSG-Coach Daniel Eblen nach Spielende eine Erklärung für den schwachen Auftritt seiner Schützlinge.

Diese lagen nach fünf Minuten mit 3:1 in Front, weil die Gastgeber bis zu diesem Zeitpunkt bei drei Wurfversuchen an Keeper Patrick Glatt gescheitert waren. Als Sebastian Groh beim 3:1 Rostislav Badura mit einem Wurf durch die „Hosenträger“ überraschte, schien dies Badura erst recht zu motivieren. Dieser lief nun zur Höchstform auf, zeigte fortan klasse Paraden und wehrte auch den einzigen Siebenmeter der Gäste von Paul Kaletsch ab. Seine Vorderleute standen in der Abwehr bombensicher. „Darauf hatten wir während der Woche hin trainiert. Wir konnten unsere Waffe, die Tempogegenstöße, wie geplant und erhofft einsetzen“, zeigte sich HSC-Coach Matthias Obinger sehr zufrieden.

Den Hausherren gelangen nach dem 1:3-Fehlstart in den nächsten acht Minuten acht Treffer in Serie, was Glatt lautstark über seine löchrige Abwehr klagen ließ. Seine Vorderleute waren den präzisen Positionsangriffen der Gastgeber nicht gewachsen, weil sich diese auch über alle Offensivkräfte torgefährlich präsentierten. Im Angriff schlugen die Gäste zwar ein vergleichsweise höheres Tempo an, doch dies schien sie zu überfordern: Etliche Fangfehler und unpräzise Pässe spielten den Einheimischen in die Karten. Gerade die zuletzt hochgelobten Protagonisten Matthias Faißt und Mathias Riedel hatten einen schwachen Tag erwischt und ließen die kleine Konstanzer Anhängerschar schon nach einer Viertelstunde (11:4) zur Erkenntnis kommen, dass hier nichts zu erben ist. Der Auftritt der HSG'ler wurde zunehmend fahriger, der früh erlöste Glatt musste mitansehen, wie auch seinem Vertreter Maximilian Folchert die Bälle nur so um die Ohren flogen.

Die Obinger-Sieben arbeitete konzentriert weiter und fand immer wieder die Lücken in der Abwehr – Defizite bei der HSG, die insbesondere Rechtsaußen Jan Wicklein aufdeckte. Der spielte sich geradezu in einen Rausch, agierte nach Auffassung eines Konstanzer Fans wie „gedopt“ und erzielte mit 15 Treffern einen persönlichen Saisonbestwert. Er und seine Mitspieler durften auch zügig zwei Ruhephasen einlegen – Eblen bat seine Schützlinge in der 10. und 16. Minute zur Auszeit. Doch die Ansprache zeigte keine Wirkung, „ich habe da schon gemerkt, dass die Körpersprache nicht stimmt“.

Der Tabellenführer ließ sich nicht mehr bremsen, Emil Feuchtmann Perez erzielte pünktlich mit dem Halbzeitpfiff den 22. Treffer. Das Aufbäumen des Tabellenvierten nach dem Seitenwechsel blieb aus, hinten wurden die Faißt-Würfe abgeblockt oder von Badura entschärft, im Angriff lief es weiter wie geschmiert. Dass die Partie da schon vorentschieden war, beweist die Tatsache, dass beide Trainer nach der Pause auf eine Auszeit verzichteten. Obinger schien auch dieser Meinung zu sein, nahm nun, zwecks Schonung, einige Stammkräfte vom Parkett und verschaffte den zuletzt weniger oder krankheitsbedingt nicht eingesetzten Akteuren Spielpraxis. So räumten in der 40. Minute Gary Hines, Emil Feuchtmann Perez, Goran Djuricin und Maxi Schmitt das Feld. Felix Wolf, der sich gleich mit einem Treffer gut einführte, Lukas Siegler auf der zentralen Position, Michal Panfil und Vilim Leskovec als Hines-Vertreter schaukelten den Vorsprung ohne Probleme über die Zeit.

Zudem präsentierten sich Wicklein und Kreisläufer Margots Valkovskis immer noch torhungrig und bauten den Vorsprung konsequent aus. „Das war richtig gut“, lobte Obinger seine Spieler, sein Kollege Eblen konnte dem nur zustimmen. Der Konstanzer Trainer lief nach dem Abpfiff sofort Richtung Referees, bedankte sich bei diesen, die in einer absolut fairen Auseinandersetzung kaum knifflige Entscheidungen treffen mussten, um dann jedem HSC'ler und seinem Trainerkollegen per Handschlag zum Sieg zu gratulieren. Seine eigenen Spieler würdigte er kaum eines Blickes.

Statistik zum Spiel

3. Liga Süd

HSC Bad Neustadt – HSG Konstanz 38:22 (22:9)

HSC Bad Neustadt: Badura, Thomas (ab 46.) – Panfil, Valkovskis 5, Schmitt 3, Wolf 1, Hines 4, Feuchtmann Perez 5, Siegler, Djuricin 2, Wicklein 15/4, Leskovec 3.

HSG Konstanz: Glatt (1.– 16.; 31. – 44.), Folchert (17. – 30., ab 45.) – Kaletsch 2, Oesterle 2, Groh 3, Riedel 5, Hafner 3, Mücke 2, Schlaich, Faißt 2, Schatz, Bruderhofer 3.

Zuschauer: 650.

Zeitstrafen: 2 – 6 Minuten.

Siebenmeter: 5/4 – 1/0.

Schiedsrichter: Rupp/Tschirley (Weinstadt).

Spielfilm: 1:3 (5.), 9:3 (13.), 14:4 (19.), 18:5 (23.), 19:8 (26.), 22:9 (30.) – 25:10 (35.), 28:11 (40.), 32:14 (45.), 34:19 (50.), 37:20 (54.), 38:22.

Stimmen zum Spiel

Matthias Obinger (Trainer des HSC Bad Neustadt): Wir haben, aufbauend auf einen kompakten Defensivverband, unser Spiel aufgezogen. Wir wollten über die erste und zweite Welle unser Angriffsspiel forcieren. Dies lief nach fünf Minuten mehr als ordentlich, wir waren über alle Positionen gefährlich und schwer auszurechnen. Die Spieler haben auch immer gut Richtung Ball verschoben und so die Konstanzer Angreifer in schwierige Wurfpositionen gebracht. Wir haben uns im Vergleich zu den letzten Partien in spielerischer Hinsicht weiter verbessert, was für die nächsten Begegnungen hoffen lässt. In der zweiten Halbzeit wollte ich nach der klaren Führung auch Akteuren, die zuletzt nicht eingesetzt wurden oder eingesetzt werden konnten, Spielpraxis verschaffen. Einen wesentlichen Einbruch habe ich nicht gesehen. Wir haben die Konzentration über 60 Minuten aufrechterhalten. Das muss auch am Wochenende in Kronau/Östringen gelingen, wir können guten Mutes anreisen.
Daniel Eblen (Trainer der HSG Konstanz): Erst einmal Gratulation an den Kollegen Obinger und die Spieler, die einen super Handball gezeigt haben. Das kann ich von meiner Mannschaft mit Ausnahme der ersten fünf Minuten nicht behaupten. Wir haben früh die Konzentration verloren und unerklärliche Fehler gemacht. Dabei war das Selbstbewusstsein bei der Anfahrt noch groß, wir wollten hier wirklich etwas mitnehmen. Der Einbruch muss noch analysiert werden, unsere personellen Probleme lasse ich nur bedingt als Entschuldigung gelten. Wir werden mit solchen Leistungen den 4. Platz nicht verteidigen.

Torschützenliste des HSC

Jan Wicklein 142/48
Vilim Leskovec 125
Gary Hines 121
Emil Feuchtmann Perez 111/11
Goran Djuricin 110/8
Margots Valkovskis 87
Maximilian Schmitt 36
Michal Panfil 27
Franziskus Gerr 10
Felix Wolf 5

Restprogramm

Im packenden Zweikampf um die Meisterschaft lohnt ein Blick auf das Restprogramm der Titelanwärter:

HSC Bad Neustadt (1./45:7 Punkte/26 Spiele): SG Kronau/Östringen II (a), SV Kornwestheim (h), HBW Balingen-Weilstetten II (a), SG Köndringen-Teningen (h).

HSC 2000 Coburg (2./42:8 Punkte/25 Spiele): TSV Rödelsee (h), TSB Horkheim (h), TSV Friedberg (a), SV Auerbach (h), TGS Pforzheim (a).

Quelle: Rhön - und Saalepost (31.03.14)

Premiumpartner

Werbung

Onlinepartner

stilmedien

Marketingpartner

evoworkx


dhb-liga3