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Bericht: HSC - Kornwestheim 36:34

27.04.2014 - Christian Hüther

In den letzten Wochen Schlimmes durchgemacht

Trainer Matthias Obinger hat Tränen in den Augen

Die Katze ist aus dem Sack. Anders sind die Andeutungen von HSC-Coach Matthias Obinger, der mit Tränen in den Augen in der Pressekonferenz sein Statement zum Spiel („Wir waren heute nicht gut“) abgab, nicht zu verstehen. „Die Mannschaft und ich haben in den letzten zwei Wochen Schlimmes durchgemacht. Das muss man bei der heutigen Vorstellung unbedingt berücksichtigen. Die Reaktion der Spieler ist menschlich und nachvollziehbar“, so Obinger nach dem 36:34 (20:21)-Sieg in der 3. Liga Süd gegen den SV Salamander Kornwestheim.

Grund für so viel Frust und Enttäuschung ist u. a. die Tatsache, dass die Rot-Weißen aus wirtschaftlichen Erwägungen auf einen Aufstieg und die Relegationsrunde der Tabellenzweiten verzichten und auch in der nächsten Saison in der 3. Liga spielen werden. Dem HSC 2000 Coburg kann somit schon jetzt zum Aufstieg in die 2. Bundesliga gratuliert werden.

Angesichts solcher Tatsachen war die zum Teil zerfahrene Vorstellung verständlich. Besonders scheint das Ganze Rostislav Badura getroffen zu haben: Der Keeper parierte in den ersten 13 Minuten keinen einzigen Wurf, machte früh Nils Thomas Platz, der aber auch keine Hand an den Ball bekam. Die Würfe des auf halblinks agierenden SV'lers Denis Gabriel, der seine insgesamt zehn Treffer in den ersten 26 Minuten erzielte, schlugen ungestört ein. Die Gastgeber rannten so fast ständig einem Rückstand hinterher, wobei die Defensive nicht kompakt stand und der Kombinationsfluss durch Unkonzentriertheiten ins Stocken geriet.

Die Gäste, die aufgrund einer Panne ihres Busses zu spät eintrafen – der Anpfiff verzögerte sich um eine halbe Stunde – witterten Morgenluft, setzten sich nach zehn Minuten ab (9:6), kassierten aber während einer Zeitstrafe für Christopher Tinti den Ausgleich (10:10). Obinger nahm früh eine Auszeit, die Einwechslung von Franziskus Gerr in die Innenverteidigung hatte stabilisierende Wirkung in diesem Mannschaftsteil. Die Schützlinge von Mirko Henel setzten sich im Laufe der ersten Halbzeit zwar wieder deutlich ab, drei Minuten vor dem Seitenwechsel baute Marco Kolotuschkin den Vorsprung erstmals auf vier Treffer aus (21:17). Ein verwandelter Siebenmeter von Jan Wicklein und ein Doppelschlag von Gary Hines sorgten für einen aus HSC-Sicht noch erträglichen Halbzeitstand.

Nach dem 22:22 durch Emil Feuchtmann Perez ging es beim Tabellenzweiten in den nächsten sieben Minuten allerdings steil bergab. Als Wicklein einen Siebenmeter an die Latte setzte und Gerr die erste seiner zwei Strafminuten abbrummte, der nun ins Spiel gekommene Vilim Leskovec sowie Margots Valkovskis an Keeper Tobias Tauterat gescheitert waren, setzte sich der Gast deutlich ab. Angetrieben von Kevin Wolf und Christopher Tinti schlug es sechsmal in Folge im HSC-Kasten ein. 22:28-Rückstand – die Ernüchterung beim HSC und seinen Fans war groß, während die sechs angereisten Anhänger aus Kornwestheim ihren Augen kaum trauten.

In der 38. Minute machte Nils Thomas wieder Badura Platz, dieser agierte jetzt wie verwandelt und wehrte nun auch schwer zu haltende Bälle ab. Was ihm und seinen Vorderleuten, die eine Aufholjagd starteten, entgegenkam, war die genau zu diesem Zeitpunkt eingeleitete Verschnaufpause für Denis Gabriel: Nach zwei Fehlwürfen saß er eine Viertelstunde lang auf der Bank. Die Gastgeber kämpften sich zurück, profitierten auch von einigen technischen Fehlern des Kontrahenten. Nach dem 27:28-Anschluss (Gary Hines per Konter) wurden die Karten wieder neu gemischt. Der Ausgleich gelang zunächst zwar nicht, doch der Zwei-Tore-Rückstand neun Minuten vor dem Ende (31:33) ließ aufgrund der Konditionsstärke der Hausherren noch alle Optionen.

Ausgerechnet der zuletzt nicht fitte Leskovec sorgte für die Wende. „Er hat gezeigt, wie wertvoll er für die Mannschaft sein kann“ (Obinger) und brachte den HSC mit zwei Treffern binnen 60 Sekunden erstmals in Front (34:33). Danach wurde es dramatisch. Nach einem Gabriel-Fehlpass schlug ein weiterer Wurf von Leskovec zum 35:34 ein, im Gegenzug setzte Kevin Wolf einen Siebenmeter an den Innenpfosten. Nach einem kapitalen Leskovec-Fehlpass schloss Tinti überhastet 20 Sekunden vor dem Abpfiff ab, mit einem erfolgreichen Tempogegenstoß brachte Wicklein die zwei Punkte endgültig unter Dach und Fach.

Statistik zum Spiel

3. Liga Süd HSC Bad Neustadt – SV Kornwestheim 36:34 (20:21)

HSC Bad Neustadt: Badura, Thomas (13. – 38.) – Panfil, Valkovskis 5, Kern, Schmitt 2, Wolf (n. e.), Hines 10, Feuchtmann Perez 4, Djuricin 2, Wicklein 9/3, Gerr 1, Leskovec 3.

SV Salamander Kornwestheim: Tauterat, Schach (ein Siebenmeter) – Teske, Kolotuschkin 6, Schopf 2, Wörner 1, Gabriel 10, Pflugfelder, Wolf 6/2, Kugel 1, Tinti 3, Jungwirth 3, Dömötor 2.

Zuschauer: 470.

Zeitstrafen: 14 – 8 Minuten.

Siebenmeter: 4/3 – 3/2.

Schiedsrichter: Heine (Halberstadt)/Standke (Klostermannsfeld).

Spielfilm: 2:2 (3.), 2:4 (5.), 5:5 (7.), 5:8 (10.), 10:10 (15.), 12:13 (20.), 16:19 (25.), 20:21 (30.) – 22:22 (32.), 22:28 (37.), 27:28 (43.), 31:32 (51.), 34:34 (55.), 36:34.

ONLINE-TIPP
Viele Bilder vom Spiel unter: www.rhoenundsaalepost.de

Quelle: Rhön- und Saalepost (27.04.14)

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