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Bericht: HSC - Dessau-Rosslau 29:26

08.03.2015 - Christian Hüther

HSC behält den Kopf oben

Taktischer Kniff von Margots Valkovskis bringt Bad Neustadt auf die Siegerstraße

Der HSC Bad Neustadt baute durch einen 29:26 (13:13)-Sieg gegen den Dessau Roßlauer HV in der 3. Handball-Liga Ost seine starke Heimbilanz aus. „Wir haben im entscheidenden Moment, und zwar gegen Spielende hin, den Kopf oben behalten, entschlossen unsere Chancen verwertet und verdient gewonnen“, freute sich HSC-Coach Margots Valkovskis, der die Entscheidung mit einem taktischen Kniff einleitete und höchstpersönlich auf dem Parkett mitentschied.

„Leider hat sich Bad Neustadt in der Schlussphase viel cleverer verhalten“, bedauerte dagegen Gäste-Coach Uwe Jungandreas die neuerliche Auswärtspleite, was die lautstarken HV-Fans schon während der kampfbetonten Auseinandersetzung mit der Eigenkomposition „Wir fahren viel, wir fahren weit und wir verlieren gern“ besangen.

Die Begegnung startete mit Paraden von Felix Schmidl und seines Gegenübers Christian Hoffmann, die auch in der Folgezeit wenig Treffer zuließen. Die Gäste gingen durch ihren erfolgreichsten Schützen, den im halblinken Rückraum agierenden Robert Lux, der auch den letzten Treffer der Partie erzielen sollte, in Führung. Diese egalisierte Vilim Leskovec, der wie so oft in den letzten Spielen in der Anfangsphase kaum zu stoppen war. Beide Seiten schenkten sich nichts, attackierten früh, bis zur 10. Minute mussten die Valkovskis-Schützlinge stets einem Rückstand hinterherlaufen. Dann nutzten sie erste technische Fehler der Gäste konsequent. Nach dem 3:3-Ausgleich des quirligen Maximilian Schmitt brachten Lukas Böhm und Leskovec ihre Farben mit 5:3 in Führung.

Schmitt vertrat im übrigen Gary Hines im linken Rückraum sehr gut, erzielte mit sieben Treffern einen persönlichen Saisonbestwert und ließ sich auch von einer zeitweise verhängten Manndeckung nicht stoppen. „Das sieht doch gut aus“, kommentierte HSC-Fan Rudi Würll den Zwischenstand, musste dann allerdings den neuerlichen Ausgleich zum 5:5 registrieren. In dieser Phase tat sich HV-Rechtsaußen Tomas Pavlicek erstmals hervor, seine Tore erzielte er fast ausschließlich über Tempogegenstöße, die aufgrund seiner Schnelligkeit nur schwer zu verteidigen waren. Die neuerliche Zwei-Tore-Führung der Einheimischen zum 8:6 (17.) hielt nicht lange, in Unterzahl kassierte man das 8:8.

Eine Zeitstrafe gegen Robert Lux nutzten die Hausherren entschlossen, Emil Feuchtmann, der unermüdlich rackernde Franziskus Gerr und Leskovec sorgten für die erstmalige Drei-Tore Führung (13:10). In den letzten fünf Minuten vor dem Seitenwechsel brachten die HSC'ler die Kugel nicht mehr an Hoffmann vorbei, kassierten in Überzahl zunächst den elften Gegentreffer und in Unterzahl noch zwei Gegentore .

Zu Beginn der zweiten Halbzeit lagen Wicklein und Co ständig vorne, doch jede Führung wurde mit dem postwendenden Ausgleich beantwortet. Kritisch wurde es für die Rot-Weißen ab der 40. Minute: Nach nach dem 17:17 setzten sich die Gäste erstmals in Überzahl (Zeitstrafe Gerr) mit zwei Treffern ab. Die nächsten Minuten gerieten aus Sicht der heimischen Fans zur Zitterpartie. Beim Stand von 20:22 (47.) griff HSC-Coach Margots Valkovskis aktiv ins Geschehen ein. Er agierte neben Gerr als zweiter Kreisläufer, was die gegnerische Deckung in Verwirrung stürzte. Nach seinem Anschlusstreffer und dem Ausgleich durch Schmitt zum 22:22 ging es mit einer Auszeit der Gäste und einem Torhüterwechsel – Frederico Sincich löste Hoffmann ab – in die letzten zehn Minuten.

Der Torhüterwechsel sollte sich nicht als der Weisheit letzter Schluss erweisen. Was den Gästen in der Offensive den Zahn zog, war der nun agierende Dreierblock der Hausherren. Valkovskis und Panfil übernahmen die zentrale Position, Gerr stellte sich dem im zweiten Durchgang immer stärker werdenden Radek Sliwka entgegen. Dieser prallte in den letzten Minuten regelrecht an seinem Gegenspieler ab, seine Nebenleute waren nach dem von Lux erzielten Ausgleich zum 24:24 mit ihrem Angriffs-Latein am Ende.

Wicklein, Valkovskis und Leskovec sorgten für das 27:24. Die Vorentscheidung. In einer hektischen Schlussphase schlugen nochmals Wicklein mit seinem einzigen Treffer aus dem Feld und Leskovec zu.

Statistik zum Spiel
3. Liga Ost HSC Bad Neustadt – Dessau-Roßlauer HV 29:26 (13:13)

HSC Bad Neustadt: Schmidl, Thomas (n. e.) – Panfil, Valkovskis 2, Schmitt 7, E. Feuchtmann 1, Kern (n. e.), H. Feuchtmann, Djuricin 2, Wicklein 8/7, Gerr 2, Leskovec 5, Böhm 2.

Dessau-Roßlauer HV: Hoffmann, Sincich (50. – 56.) – Pavlicek 8/2, Schöne, Breu, Donath 1, Vanco 4, Lux 6, Sliwka 5, Krug 1, Schmidt 1, Hüls, Schenke (n. e.).

Zeitstrafen: 10 – 8 Minuten.

Siebenmeter: 7/7 – 2/2.

Schiedsrichter: Luther (Meiningen)/Jäger (Eisenach).

Zuschauer: 509.

Spielfilm: 1:2 (5.), 2:3 (10.), 5:5 (15.), 9:8 (20.), 13:10 (25.), 13:13 (30.) – 16:15 (35.), 17:17 (40.), 19:20 (45.), 22:22 (50.), 26:24 (55.), 29:26.


Stimmen zum Spiel
Margots Valkovskis (Trainer des HSC Bad Neustadt): Unser Ziel war es, zu gewinnen und das ist uns aufgrund einer starken kämpferischen Leistung auch gelungen. Der Gegner hat uns, wie erwartet, alles abverlangt. Aber wir haben mit wenigen Ausnahmen immer dagegengehalten. Wir standen gegenüber dem letzten Heimspiel in der Deckung wesentlich kompakter und haben auch mit der notwendigen Aggressivität agiert. In Felix Schmidl besaßen wir einen starken Rückhalt, der einige Hochkaräter der Gäste im entscheidenden Moment entschärft hat. Zudem hatte Maxi Schmitt einen Klassetag, ansonsten möchte ich allen Spielern ein Lob aussprechen. Gefreut hat mich auch, dass unsere Quote vom Punkt aus hundertprozentig war. Mit dieser Einstellung können wir auch aus Pirna etwas mitbringen.
Uwe Jungandreas (Trainer des Dessau-Roßlauer HV): Wir haben wieder brav wie so oft in dieser Saison die Punkte den Gastgebern überlassen. In dem erwartet schweren Match haben wir es nach Führungen in der ersten und zweiten Halbzeit verpasst, einen höheren und vielleicht vorentscheidenden Vorsprung herauszuwerfen. In den letzten Minuten haben wir durch viele leichte Fehler Bad Neustadt in Ballbesitz gebracht. Eine solch routinierte Mannschaft nutzt das natürlich aus. Insgesamt bin ich mit der Vorstellung nur bedingt zufrieden. Wir müssen es einfach abstellen, mit der Brechstange, sprich überhasteten Würfen, die schnelle Entscheidung zu suchen. Die Perspektive in dieser Saison ist unverändert, über einen ordentlichen Mittelfeldplatz werden wir nicht hinauskommen.

Torschützenliste des HSC
Jan Wicklein 122/46
Emil Feuchtmann 86/1
Lukas Böhm 73
Vilim Leskovec 69
Goran Djuricin 58/8
Margots Valkovskis 42
Maximilian Schmitt 44
Harald Feuchtmann 35
Gary Hines 34
Franziskus Gerr 29
Michal Panfil 11

Quelle: Rhön - und Saalepost (09.03.15)

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