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Bericht: Pirna - HSC

15.03.2015 - Christian Hüther

HSC stellt die Lok aufs Abstellgleis

Ungefährdeter Sieg beim Schlusslicht Pirna – Rote Karte für Goran Djuricin als Wermutstropfen

Handball (ba)

3. Liga Ost
ESV Lok Pirna – HSC Bad Neustadt 24:27 (10:16)

Die Vorfreude der Lok-Verantwortlichen auf das Gastspiel der Badestädter („der HSC hat sich bei uns immer schwer getan“, Manager Uwe Heller), wich schon während der Partie dem blanken Entsetzen. Lok stand keineswegs unter Volldampf, sondern hatte deutlich das Nachsehen. Mit vier Treffern in den letzten Minuten – die Gäste agierten da zeitweise in doppelter Unterzahl – schönten die Gastgeber den zeitweiligen Sieben-Tore-Rückstand.

Nach dem Abpfiff einer insgesamt fairen Auseinandersetzung – Rot für Goran Djuricin, verbunden mit einer Sperre für das Heimspiel gegen Burgdorf II, war unrühmlich, aber regelgerecht nach einer Zeitstrafe in der letzten Minute – waren sich beide Trainer einig, dass die Vorentscheidung im Prinzip schon nach fünf Minuten gefallen war. Bis dahin hatten die Hausherren, die im Angriff unentschlossen wirkten und in der Defensive eher einem Schweizer Käse glichen, noch gar nicht getroffen; der Gast indes durch Lukas Böhm, Jan Wicklein und Franziskus Gerr schon dreimal. Diesem 0:3-Rückstand rannten die Gastgeber für den Rest des Matches hinterher, der Ausgleich sollte nie gelingen. Nah dran war man nach dem 2:3. Dann wurde eine an diesem Abend weitere Schwäche deutlich: Die Strafwürfe wurden zu selten verwertet, von sieben zugesprochenen fanden drei ihr Ziel.

Dies lag natürlich auch an den Reflexen von HSC-Keeper Felix Schmidl, der dem heimischen Experten Vladan Kovanovic gleich bei dessen beiden ersten Versuchen (7./24.) das Nachsehen gab. Nach dem 2:3 stellten der am Kreis rackernde Gerr und Böhm den Drei-Tore-Abstand wieder her, den Jan Wicklein mit einem Siebenmeter auf 6:2 ausbaute. Wicklein zeigte sich wie schon in der Vorwoche an der Linie stabil und hatte keinen Fehlversuch zu beklagen. Die Pirnaer verkürzten kurzzeitig auf 4:6, Wicklein und Vilim Leskovec sorgten für das 8:4 nach einer Viertelstunde. In den nächsten fünf Minuten trafen die Kontrahenten abwechselnd, doch nach dem 6:10 fuhr die Lok aufs Abstellgleis. „Da lief bei uns gar nichts“, stöhnte Heller, „wir wurden regelrecht zerlegt, unserem Torhüter Nick Weber war es zu verdanken, dass der Rückstand zur Pause nicht noch höher ausfiel“. Die Gäste nutzten die Schwächen der Einheimischen konsequent, „da haben wir eine ganz konzentrierte Leistung in allen Mannschaftsteilen gezeigt“, so Trainer Margots Valkovskis. Die Rot-Weißen setzten ihr Tempospiel nach dem Wiederanpfiff fort, „wir haben weiter flüssig kombiniert, haben in der Abwehr wenig zugelassen und konnten auf unsere Torhüter bauen, die alle mindestens einen Strafwurf pariert haben“, freute sich Valkovskis. Die Hausherren schöpften nach dem 13:17 (37.) zwar nochmals kurz Hoffnung, doch der Doppelschlag des wieder eifrigen Böhm zum 19:13 gab Pirna den Rest. Die einheimischen Fans vermochten für wenig Stimmung zu sorgen, die Minuskulisse war weit davon entfernt, für eine „Hölle-Ost-Atmosphäre“ zu sorgen.

Warum seine Mannschaft beim Stand von 18:24 (47.) gerade im Offensivbereich unkonzentriert agierte, sich mit einigen technischen Fehlern und zu vielen unproduktiven Einzelaktionen das Leben selbst schwer machte, wusste der HSC-Coach am Tag danach nicht zu erklären. „Das muss noch analysiert werden“. Jedenfalls trafen in der Restspielzeit nur noch Leskovec, Gerr und Böhm. die Hausherren vermochten daraus aber kein Kapital zu schlagen: Philipp Große (an Tatzel) und Brecko (an Thomas) versemmelten in nicht unwichtigen Phasen weitere Strafwürfe. „Insgesamt bin ich mit der Leistung der Mannschaft zufrieden“, so Valkovskis, „nächste Woche wird es gegen Burgdorf sicher schwerer, da müssen wir über 60 Minuten konzentriert arbeiten.“

ESV Lok Pirna: Weber, Dietze – Bula (n. e.), Möbius 1, Brecko 5/1, Havlat 3, Boucek 1, Helbig, Große 6/2, Schneider 5, Danowski 1, Kovanovic 2.

HSC Bad Neustadt: Schmidl (1.–39., ab 51.), Thomas (40.–50.), Tatzel (ein Siebenmeter) – Panfil 1, Valkovskis, Schmitt 1, Emil Feuchtmann 1, Harald Feuchtmann, Djuricin 1, Wicklein 8/5, Gerr 4, Leskovec 5, Böhm 6.

Zeitstrafen: 6 – 6 Minuten (Rot: Goran Djuricin/59.).

Siebenmeter: 7/3 – 5/5.

Zuschauer: 268.

Schiedsrichter: Große/Kreutz (Nordhausen).

Spielfilm: 0:3 (5.), 2:5 (10.), 4:8 (15.), 6:10 (20.), 7:12 (25.), 10:16 (30.) – 12:17 (35.),13:19 (40.), 17:21 (45.), 18:25 (50.), 20:27 (55.), 24:27.

Torschützenliste des HSC
Jan Wicklein 130/51
Emil Feuchtmann 87/1
Lukas Böhm 79
Vilim Leskovec 74
Goran Djuricin 59/8
Maximilian Schmitt 45
Margots Valkovskis 42
Harald Feuchtmann 35
Gary Hines 34
Franziskus Gerr 33
Michal Panfil 12

Stimmen zum Spiel
Margots Valkovskis (Trainer des HSC Bad Neustadt): Wir haben verdient gewonnen, da wir in der Deckung besser standen und im Angriff unsere Chancen konzentriert erarbeitet und verwertet haben. Unser hohes Tempospiel haben wir vom Anpfiff weg aufs Parkett gebracht. Wir hatten nach dem Videostudium in dieser Woche das als Schwäche des Gegners gesehen. Was mir nicht gefallen hat, war unser Leistungsabfall in der letzten Viertelstunde, die Zeitstrafen haben den Gegner wieder etwas zurückgebracht. Die rote Karte für Goran Djuricin ist absolut ärgerlich. Aber eine Zeitstrafe in der letzten Minute – Djuricin hatte bei einem Tempogegenstoß Jiri Havlat in den Arm gelangt – löst nach der Handballregel eine Sperre aus. Aber das müssen wir verkraften. In der nächsten Woche müsste Gary Hines wieder zur Verfügung stehen. Insgesamt muss ich sagen, dass wir es uns schwerer vorgestellt haben. Pirna ist aber noch nicht abgestiegen, die Spiele gegen Köthen und Northeim müssen halt gewonnen worden.

Uwe Heller (Manager ESV Lok Pirna): Danke an Margots Valkovskis für seine aufmunternden Worte. Aber wir nach einer solchen Leistung, die insgesamt nur als katastrophal bezeichnet werden kann, nicht absteigen wollen, muss jetzt nach der 19. Niederlage eine hundertprozentige Leistungssteigerung erfolgen. Wir haben einen total schlechten Tag erwischt, waren in allen Belangen unterlegen und gehen als verdienter Verlierer aus der Halle. Bad Neustadt hat bewiesen, wie stark die Mannschaft sein kann. Dem verständlichen Leistungsabfall in den Schlussminuten haben wir es zu verdanken, dass es vom Ergebnis her zu keinem Debakel kam.

Quelle: Rhön - und Saalepost (16.03.15)

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