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Bericht: HSC - Burgdorf II

22.03.2015 - Christian Hüther

Jan Wicklein trifft aus allen Lagen

Torjäger des HSC erzielt 14 Tore beim Sieg gegen Burgdorf II – Gerr glänzt am Kreis


Der HSC Bad Neustadt ist nach dem dritten Sieg in Folge weiter auf dem Vormarsch. In einem ansehnlichen Match wurde der TSV Burgdorf II in der 3. Handball-Liga Ost mit 31:28 (15:10) niedergerungen. Der Erfolg wurde beidseits als verdient angesehen. Der Grundstock wurde im ersten Durchgang gelegt. Eine spätere Torflaute des HSC, in der der Gast bis auf ein Tor herankam, machte die Begegnung spannend, sorgte aber für keine Wende, weil sich die Hausherren in der Schlussphase nervenstark präsentierten. Stark beim HSC Jan Wicklein, der mit 14 Treffern (davon sieben Siebenmeter) persönlichen Saisonbestwert erreichte.

Die Gastgeber legten einen Traumstart hin, setzten das Leder bei den ersten drei Versuchen dreimal in die Maschen, wobei Maximilian Schmitt (2) und Vilim Leskovec schon da verdeutlichten, dass der bislang hochgelobte Gästekeeper Jendrik Meyer, der ohne Vertreter angereist war, nicht seinen besten Tag erwischt hatte. Davon konnte bei seinem Gegenüber, Felix Schmidl, keine Rede sein. Er agierte deutlich wirkungsvoller, nervte von Beginn an den Kontrahenten mit sehenswerten Paraden und war durchweg ein guter Rückhalt.

Seine Vorderleute legten nach der raschen Führung eine fünfminütige Trefferpause ein, der Gegner wusste dies aber nur zum Anschlusstreffer (3:2) zu nutzen. Franziskus Gerr und der „Spieler des Abends“, Jan Wicklein, stellten den alten Abstand wieder her. Gerr rieb sich wie üblich am Kreis auf, beendete die Partie mit zerrissenem Trikot und war hauptverantwortlich für die insgesamt sieben dem HSC zugesprochenen Strafwürfe, die Wicklein eiskalt verwertete. Dieser ist nun bereits seit drei Spielen ohne Fehlwurf von der Linie und sorgte mit seinen insgesamt 14 Treffern für einen persönlichen Saisonbestwert. „Das sind zwei überragende Spieler“, befand später auch TSV-Coach Heidmar Felixson, der dann zu seinem Ärger den Rückstand auf 3:8 anwachsen sah. Beim 5:8 durfte er wieder hoffen, doch vier Wicklein-Treffer später, darunter drei Siebenmeter, veranlassten ihn zur ersten Auszeit. Diese nutzte wenig. Lukas Böhm, der alle seine Tore vor dem Seitenwechsel erzielte, sowie Gary Hines, sorgten für das zwischenzeitliche 14:8. Hines präsentierte sich leicht indisponiert, der Aufenthalt bei der Nationalmannschaft sowie die Reisestrapazen schienen nicht spurlos an ihm vorüber gegangen zu sein. Der Vorsprung zur Pause (15:10) war beruhigend. Der zweite Durchgang startete mit einem Siebenmeter für jede Seite, wobei TSV-Linksaußen Julius Hinz an Schmidl scheiterte, während Wicklein den Keeper zum 16:10 tunnelte. Es folgte die zweite Strafzeit für den Gäste-Rückraumakteur Yannick Dräger, was Leskovec zum 17:10 nutzte. Dann regierte „Bruder Leichtfuß“ in den Reihen der Einheimischen, die zum einen durch einige technische Fehler und Missverständnisse im Spielaufbau den Ball unnötig dem Gegner überließen oder den Pfosten anvisierten (Gerr, Böhm). Diese siebenminütige Phase nutzte die Gäste-Sieben zu einer Aufholjagd.

Das Publikum staunte nicht schlecht, als der Kreisläufer Johannes Marx, der gegen den HSC-Innenblock ansonsten kaum Land sah, auf 16:17 verkürzte. Maximilian Schmitt erhöhte zwar auf 18:16, doch dann setzten die Unparteiischen binnen 20 Sekunden Hines und Michal Panfil auf die Strafbank. In doppelter Unterzahl düpierte Emil Feuchtmann die Gäste mit einem Schlagwurf zum 19:17, nach dem Anschlusstreffer zum 19:18 betrat Margots Valkovskis für den rot-gefährdeten Panfil das Parkett. Es begann eine „Wicklein-Orgie“, der die nächsten fünf Treffer seines Teams erzielte, und so die Führung komfortabel ausbauen konnte, weil auch Schmidl einige Würfe in Folge parierte.

Auf der Gegenseite handelte sich Felixson eine Verwarnung ein, mit der Disqualifikation seines Hauptangreifers Yannick Dräger nach dessen dritter Zeitstrafe zeigte er sich überhaupt nicht einverstanden. „Tor des Tages“ war der erste Valkovskis-Treffer, der einen No-look-Pass von Wicklein über die Schulter zum 25:21 verwertete. Der HSC-Coach schien auf den Geschmack gekommen zu sein, legte per Tempogegenstoß nach, um sich dann postwendend eine Zeitstrafe einzuhandeln. Daraus vermochten die Gäste aber kein Kapital zu schlagen, „weil wir in zu viele Einzelaktionen verfallen sind“ (Felixson) und „unsere Abwehr weiter kompakt stand“ (Valkovskis). Als Valkovskis fünf Minuten vor dem Ende auf 28:24 erhöhte, war die Vorentscheidung gefallen. Die Einheimischen beantworteten jetzt jeden Treffer des TSV-Nachwuchses mit dem sofortigen Gegenschlag.

Statistik zum Spiel
3. Liga Ost HSC Bad Neustadt – TSV Burgdorf II 31:28 (15:10)

HSC Bad Neustadt: Schmidl, Thomas (n. e.),Tatzel (n. e.) – Panfil, Valkovskis 4, Schmitt 4, Hines 1, Emil Feuchtmann 1, Harald Feuchtmann, Kern (n. e.), Wicklein 14/7, Gerr 1, Leskovec 3, Böhm 3.

TSV Burgdorf II: Meyer – Beyer 4, Jobe 1, Kalafut 1, Semisch 5, Y. Dräger 2, M. Dräger 3, Hinz 9/6, Marx 2, Schröter, Hoffmann 1, Hermann.

Zeitstrafen: 12 – 8 Minuten (Disqualifikation Yannick Dräger/46.).

Siebenmeter: 7/7 – 6/5.

Schiedsrichter: Dux, Follmert (Blomberg).

Zuschauer: 503.

Spielfilm: 3:0 (3.), 5:2 (10.), 8:3 (14.), 12:7 (20.), 14:8 (26.), 15:10 (30.) – 17:12 (35.), 17:16 (40.), 20:19 (45.), 24:20 (50.), 28:24 (55.), 31:28.

Stimmen zum Spiel
Margots Valkovskis (Trainer des HSC Bad Neustadt): Wir haben den Sieg verdient, weil wir erneut eine starke Defensivleistung geboten und unsere Chancen besser genutzt haben als Burgdorf. Wir hatten auch einen Vorteil auf der Torhüterposition. Dass wir in der zweiten Halbzeit eine klare Führung fast hergeschenkt haben, war nicht geplant. Aber wir haben trotzdem den taktischen Plan weiterverfolgt. Ich hätte nicht gedacht, dass Jan Wicklein einen solch Klassetag erwischt. Das kann man nicht planen. Er hat gezeigt, wie wichtig er für uns ist. Der Unterschied im Angriff bestand auch darin, dass wir eine höhere Laufbereitschaft mit höherem Tempo gezeigt haben. Burgdorf hat da mit vielen langen Pässen in die Breite agiert und ist so oft in Zeitnot geraten. Insgesamt bin ich mit dem Auftritt der Mannschaft absolut zufrieden. Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Spiel beim Tabellenführer Magdeburg.

Heidmar Felixson (Trainer des TSV Burgdorf II): Wir wollten zwar die erste Auswärtsniederlage im Jahr 2015 verhindern, doch ein starker Gegner hat dies verhindert. Bad Neustadt ist seinem Ruf als aggressive Defensiv-Mannschaft gerecht geworden. Da haben sich einige meiner Spieler doch beeindrucken lassen. Außerdem haben wir in der ersten Halbzeit etliche gute Möglichkeiten liegen gelassen, zudem war der verletzungsbedingte Ausfall von Sebastian Beyer ein Rückschlag. Ein weiterer war die rote Karte für Yannick Dräger, das war für unseren kleinen Kader tödlich. Mit der kämpferischen Einstellung war ich absolut zufrieden. Die Mannschaft hat ansonsten wieder dazugelernt.

Torschützenliste des HSC
Jan Wicklein 144/58
Emil Feuchtmann 88/1
Lukas Böhm 82
Vilim Leskovec 77
Goran Djuricin 59/8
Maximilian Schmitt 49
Margots Valkovskis 46
Harald Feuchtmann 35
Gary Hines 35
Franziskus Gerr 34
Michal Panfil 12

Quelle: Rhön - und Saalepost (23.03.15)

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