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Bericht: Magdeburg II - HSC

30.03.2015 - Christian Hüther

Eine ganz böse Überraschung

HSC Bad Neustadt enttäuscht und verliert hoch beim Tabellenführer SC Magdeburg II

Handball (ba)

3. Liga Ost

SC Magdeburg II – HSC Bad Neustadt 35:25 (19:11)

Der HSC Bad Neustadt wollte mit einer Überraschung aus Magdeburg zurückkehren. Die gab's denn auch – aber in negativer Hinsicht in Form einer hohen Niederlage mit satten zehn Toren Differenz. „Bei uns ist bis auf die Anfangsminuten überhaupt nichts gelaufen“, gab sich Coach Margots Valkovskis am Tag danach zerknirscht. „Magdeburg hat all seinen Stärken, vor denen ich im Vorfeld gewarnt hatte, zum Tragen gebracht, wir unsere nur ganz selten.“ Das sah auch sein Kollege Bennet Wiegert so, der sich nicht über den eigenen Erfolg, sondern auch über die Sensationsniederlage des unmittelbaren Verfolgers Elbflorenz freuen durfte.

Anfangs sah es nach einer spannenden Angelegenheit aus. Nach der schnellen 2:0-Führung der Gastgeber glichen Jan Wicklein per Siebenmeter und Maximilian Schmitt aus. Die folgenden Treffer des Hausherrn resultierten aus abgeblockten Würfen der Gäste, was die flinken Magdeburger zu erfolgreichen Kontern nutzten. „Das war unsere große Schwäche über die gesamte Spielzeit“, konstatierte der HSC-Trainer, „ich kann mich nicht erinnern, dass wir uns in dieser Saison schon einmal so viele Tempogegenstöße eingefangen haben.“ Ab und an traf zwar auch SC-Kreisläufer Bruno Zimmermann, den langen Tomasz Gebala hatte die Gäste-Deckung dagegen gut im Griff. Davon konnte gegen den Liga-Torjäger Vincent Sohmann keine Rede sein. Dieser narrte, obwohl die HSC-Deckung mehrmals die Variante änderte, diese permanent. Nach dem 7:5 durch Vilim Leskovec, der überhaupt nicht in Tritt kam, folgte der vorentscheidende Zwischenspurt der Wiegert-Sieben, die sich binnen vier Minuten auf 9:5 absetzte und gegen nun hypernervöse Gäste nochmals vier Treffer zum 13:5 folgen ließ. Da konnte einem HSC-Goalie Felix Schmidl leid tun, der sich fast ständig einem auf ihn zustürmenden SC'ler gegenübersah. Auch sein Nachfolger Fabian Tatzel war nicht zu beneiden, seine Vorderleute brachten kein Bein auf den Boden, woran auch zwei Auszeiten nichts änderten. Fünf Minuten vor der Pause war die Begegnung beim Stand von 18:7 entschieden. Ein Treffer von Emil Feuchtmann sowie zwei Tore von Franziskus Gerr waren keine wirklichen Mutmacher beim Kabinengang.

Wer von den mitgereisten Fans auf eine Aufholjagd hoffte, wurde in den Anfangsminuten des zweiten Durchgangs gleich eines Besseren belehrt. Gary Hines, der sich so gut wie nicht in Szene setzen konnte, kassierte eine Zeitstrafe, was Sohmann zum 20:11 nutzte. Im Gegenzug scheiterte Jan Wicklein, nach langer Zeit wieder einmal, bei einem Siebenmeter am starken Philipp Ambrosius (21 Paraden), den folgenden Angriff schloss Sohmann zum 21:11 ab. Nach einem Foul an Franziskus Gerr deuteten die wenig geforderten Schiedsrichter neuerlich auf die Siebenmeter-Linie, Wicklein fand in Ambrosius wieder seinen Meister. Dies versetzte den Gästen den endgültigen Schlag, im Prinzip war von da an nur noch Schadensbegrenzung angesagt.

„Ich bin dann selbst nicht mehr aufs Parkett, da ich auch nicht in der Lage gewesen wäre, für eine Wende zu sorgen“, erklärte Valkovskis seinen Nichteinsatz. Das Wiegert-Team, das mit einem Großaufgebot angetreten war, setzte sich jetzt noch deutlicher ab. Die Misere der Rot-Weißen wurde um die 40. Minute noch einmal deutlich vor Augen geführt: Nachdem Maxi Schmitt, noch einer der Aktivposten, auf 14:27 verkürzt hatte, kassierte Zimmermann eine Zeitstrafe, die der Tabellenführer unbeschadet überstand. Auch deswegen, weil nun Wicklein-Ersatz Hines einen Siebenmeter nicht unterbrachte. Magdeburg spielte sich in einen Rausch, zog bis auf 31:19 davon. Die Schlussphase war von Unterzahl-Situationen geprägt, wobei Sohmann eine Unterzahl zum 34:21 nutzte. Der HSC schönte das Ergebnis noch ein bisschen. Mehr aber auch nicht.

SC Magdeburg II: Ambrosius, Kirchner (ab 42.) – Zimmermann 5, T. Gebala 2, M. Wasielewski 3, John (n. e.), Uscins (n. e.), J. Wasielewski 3, Kluge, Sohmann 12/3, Saul 3, Richter 2, Herda 2/2, M. Gebala 2.

HSC Bad Neustadt: Schmidl, Tatzel (20.–30., ab 47.), Thomas (n. e.) – Panfil 2, Valkovskis (n. e.), Schmitt 4, Hines 3/2, E. Feuchtmann 3, H. Feuchtmann 1, Wicklein 5/2, Gerr 3, Böhm 3, Leskovec 1.

Zuschauer: 450.

Schiedsrichter: Ahmad/Ulbricht (Barnstorf-Diepholz).

Siebenmeter: 5/3 – 7/4.

Zeitstrafen: 12 – 8 Minuten.

Spielfilm: 2:2 (5.), 4:3 (10.), 7:5 (15.), 9:5 (19.), 15:6 (22.), 18:7 (25.), 19:11 (30.) – 23:12 (35.), 27:14 (40.), 27:17 (45.), 31:19 (50.), 33:20 (55.), 35:25.

Stimmen zum Spiel
Margots Valkovskis (Trainer des HSC Bad Neustadt): Es war ein Spiel zum Vergessen. Die weite Fahrt hätte wir uns vom Ergebnis her sparen können. Das einzig Positive, was wir aus diesem Spiel mitnehmen können, ist das Lernen, welche Fehler wir zukünftig vermeiden können. Das wird die Videoanalyse allen Spielern noch einmal ausdrücklich vor Augen führen. Unsere Offensive hat gegenüber den letzten Spielen sehr geschwächelt, was gegen die flinken Magdeburger tödlich ist. In der Abwehr haben wir nur selten den gewohnten Zugriff gefunden. Enttäuschend war für mich, dass keine einzelne der verschiedenen Deckungsvarianten erfolgreich war. Wir müssen uns nun auf die nächsten schweren Spiele konzentrieren und in der dreiwöchigen Pause vor allem wieder die Köpfe frei bekommen. Ostern hatte ich mir eigentlich in besserer Stimmung erhofft.

Bennet Wiegert (Trainer des SC Magdeburg): Meine Mannschaft hat das gezeigt, was sie in den letzten Wochen nicht immer und zu selten aufs Parkett gebracht hat. Wir wussten, dass der Gegner über eine starke Defensive verfügt, die man am besten mit Schnellangriffen aushebelt. Das ist uns bestens gelungen. Wichtig war für mich, dass sich die jungen Spieler an die ausgegebene Taktik gehalten haben. Bei einer hohen Führung fällt dies natürlich vergleichsweise leicht. Zur Meisterschaft lasse ich mir noch nicht gratulieren, obwohl jetzt viel für uns spricht.


Torschützenliste des HSC
Jan Wicklein 149/60
Emil Feuchtmann 91/1
Lukas Böhm 85
Vilim Leskovec 78
Goran Djuricin 59/8
Maximilian Schmitt 53
Margots Valkovskis 46
Gary Hines 38/2
Harald Feuchtmann 37
Franziskus Gerr 37
Michal Panfil 14

Quelle: Rhön- und Saalepost (30.03.15)

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