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Bericht: HSC - Leipzig

19.04.2015 - Christian Hüther

Vilim Leskovec in Hochform

Achtfacher HSC-Schütze beim Krimi gegen Leipzig – Ausgleich in letzter Sekunde kassiert

„Das war das von vielen erwartete und spannende Spiel“, sagte SG-Coach Torsten Löther in der Pressekonferenz nach dem 25:25 (11:12)-Unentschieden im Handballspiel der 3. Liga Ost zwischen dem HSC Bad Neustadt und der SG LVB Leipzig. Und wer wollte ihm bei diesem Spielverlauf und dem aus Sicht der Gastgeber unglücklichen Gegentreffer in der Schlusssekunde widersprechen. „Das Unentschieden ist nicht nur deswegen eine kleine Enttäuschung“, hielt HSC-Coach Margots Valkovskis entgegen. „Den zweiten Punkt haben wir verspielt, weil wir in der ersten Halbzeit nicht in den erhofften Rhythmus gekommen sind“. Die Enttäuschung bei den heimischen Fans hielt sich in Grenzen, im Foyer war man der Ansicht, dass das Ergebnis in Ordnung geht.

Im Gegensatz zum Hinspiel (73 Treffer) hielt sich die Torflut diesmal in Grenzen, was zum einen an den nicht so durchschlagskräftigen Offensivreihen, vornehmlich aber an starken Torhüterleistungen lag. Dabei überraschte Margots Valkovskis mit der Personalie, Fabian Tatzel in die Anfangsformation zu stellen, was sich als goldrichtig erweisen sollte. Tatzel wehrte, nachdem der erfolgreichste Schütze der Rot-Weißen, Vilim Leskovec, seine Farben in Führung gebracht hatte, gleich einmal einen Siebenmeter von SG-Torjäger Sascha Meiner ab.
Vier Minuten später glänzte auch Felix Schmidl bei derselben Übung, beim Stand von 2:1 parierte er einen Strafwurf von Leipzigs Rechtsaußen Georg Eulitz. Als Franziskus Gerr auf 4:2 erhöhte, schienen die Hausherren auf dem besten Wege zu einer Revanche zu sein. Doch in den nächsten fünf Minuten trafen nur die Messestädter, in dieser Phase scheiterte Jan Wicklein mit einem Siebenmeter am ebenfalls guten Patrick Ziebert. Die Schützlinge von Torsten Löther gingen in Führung (5:4), die Hausherren schlugen aber bis zum 7:7 – den Ausgleich erzielte Gary Hines mit einem Notwurf bei angezeigtem Zeitspiel – jeweils zurück. Danach lagen die Sachsen erstmals mit zwei Treffern in Front (9:7), was aus Sicht er Einheimischen insofern noch günstig war, weil der insgesamt hochgelobte, aber enttäuschende David Heinig zwei Tempogegenstöße unbedrängt am Tatzel-Kasten vorbei setzte. Tatzels Mannschaftskameraden leisteten sich in der Folgezeit unnötige Ballverluste. Fünf Minuten vor der Pause sah es nicht gut aus, als „Altmeister“ Tommi Sillanpää vom Kreis aus das 12:9 erzielte. Schmidl löste daraufhin Tatzel ab, der eingewechselte Goalie parierte sofort einige Würfe und sah bis zum Seitenwechsel den Anschluss, für den Gerr und – in Unterzahl – Wicklein per Tempogegenstoß verantwortlich zeigten.

Mit einem Kempa, vorbereitet von Wicklein und abgeschlossen von Maximilian Schmitt, glichen die Badestädter gleich nach Wiederanpfiff aus, ehe zerfahrene Minuten folgten. Zuerst in Tritt kamen die Gäste, Sillanpää und Tom Hanner sorgten für das 14:12. Doch dann lief ein HSC'ler zur Hochform auf, den die Gäste-Deckung bis zum Abpfiff nicht mehr in den Griff bekommen sollte: Vilim Leskovec warf sich mit gewaltigen Anläufen in die hochgewachsene SG-Abwehr, weder Clemens Uhlig noch Florian Pfeiffer oder Ziebert wussten seine Würfe zu blocken. Dieser hielt sein Team im Spiel, sorgte fast im Alleingang für das 16:16. Groß war der Jubel in der Bürgermeister-Goebels-Halle, als Gerr für das 17:16 sorgte. Von jetzt an waren die Valkovskis-Schützlinge am Drücker, doch der Gast wehrte sich und schaffte immer wieder den Ausgleich. Als sechs Minuten vor Schluss der Gast wieder in Führung ging (22:21), drohte die kampfbetonte Partie erneut zu kippen. Doch Gerr, Leskovec und Lukas Böhm schafften bis zum 24:24 immer wieder den Ausgleich. In der Schlussphase wurde es hektisch. Als Uhlig nach einem Ellenbogenschlag gegen Gerr Rot sah und Leskovec die Überzahlsituation zum 25:24 nutzte, „schien es wie immer zu laufen, wir liefern wie in den Vorjahren in Bad Neustadt die Punkte ab“ (Löther).

In dieser Situation nahm Löther seinen Keeper vom Parkett, agierte mit sechs Feldspielern und fasste sein Glück gar nicht, als Pfeiffer mit einem Aufsetzer ins lange Eck eine Sekunde vor Spielende den Ausgleich schaffte. „So etwas darf einer erfahrenen Abwehr wie der unsrigen nicht passieren“, konstatierte Margots Valkovskis, der aber Platz sechs noch immer nicht verloren gibt.

Statistik zum Spiel
3. Liga Ost

HSC Bad Neustadt – LG LVB Leipzig 25:25 (11:12)

HSC Bad Neustadt: Schmidl (ab 26.), Tatzel (1.- 25.) – Panfil, Valkovskis (n. e.), Schmitt 2, Hines 1, E. Feuchtmann 2, H. Feuchtmann, Djuricin 1/1, Wicklein 4/1, Gerr 4, Leskovec 8, Böhm 3.

LG LVB Leipzig: Ziebert, Nositschka (n. e.) – Eulitz 1, Meiner 3/1, Heinig 1, Uhlig 2, Zerrenner (n. e.), Berthold 4, Pfeiffer 9, Wittig, Höhne 1, Schiffner, Hanner 1, Sillanpää 3.

Zeitstrafen: 8 – 8 Minuten (Rot: Uhlig, 58.).

Siebenmeter: 3/2 – 3/1.

Zuschauer: 541.

Schiedsrichter: Jakob (Erfurt)/Kuss (Vieselbach).

Spielfilm: 1:1 (5.), 4:2 (10.), 6:6 (15.), 7:9 (19.), 9:11 (25.), 11:12 (27.) – 12:13 (33.), 13:15 (37.), 15:15 (40.), 18:17 (45.), 19:19 (48.), 21:21 (53.), 23:23 (56.), 25:25.

Stimmen zum Spiel
Margots Valkovskis (Trainer des HSC Bad Neustadt): Wir haben den Sieg wahrscheinlich schon in der ersten Halbzeit verpasst, weil wir da etwas verschlafen waren. Die dreiwöchige Pause hat uns da vielleicht nicht gut getan. Wir sind nicht in den gewohnten und erhofften Rhythmus gekommen. Es hat sich dann aber gezeigt, dass unsere Moral stimmt. In der zweiten Halbzeit haben wir uns deutlich gesteigert. Wenn man in der Schlusssekunde den zweiten für uns sehr wichtigen Punkt noch aus der Hand gibt, ist das natürlich unglücklich. Nächste Woche in Dresden wollen wir noch eine Schippe drauflegen. Wenn wir über 60 Minuten konzentriert arbeiten, sollte ein Erfolgserlebnis möglich sein.

Torsten Löther (Trainer der SG LVB Leipzig): Für uns wäre ein Sieg möglich gewesen, wenn wir in der ersten Halbzeit den Vorsprung ausgebaut und nicht fast verspielt hätten. Nach der Pause hat der HSC gezeigt, dass er besser spielt als es der Tabellenplatz vermuten lässt, wir standen am Rand einer Niederlage. Insgesamt haben sich beide Mannschaften den einen Punkt redlich verdient. Ein Lob möchte ich noch dem Bad Neustädter Publikum aussprechen. Wie in den letzten Jahren hat es sich wieder als fachkundig präsentiert. Hier wird nicht wie in einigen anderen Hallen der Liga der Gegner beleidigt oder der Versuch unternommen, dessen Spiel durch Pöbeleien oder unsachliche Äußerungen zu zerstören (großer Beifall im Foyer). Wir würden uns daher freuen, auch im nächsten Jahr wieder hier zu spielen.

Torschützenliste des HSC
Jan Wicklein 153/61
Emil Feuchtmann 93/1
Lukas Böhm 88
Vilim Leskovec 86
Goran Djuricin 60/9
Maximilian Schmitt 55
Margots Valkovskis 46
Franziskus Gerr 40
Gary Hines 39/2
Harald Feuchtmann 37
Michal Panfil 14

Quelle: Rhön - und Saalepost (19.04.15)

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