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Bericht: HSC - HSC 2000 Coburg II

30.10.2016 - Christian Hüther

Valkovskis' Joker heißt Valkovskis

Der HSC Bad Neustadt-Rhön hat seine rasante Talfahrt gestoppt. Er errang zwar zum sechsten Mal in Folge keinen Sieg, „aber der schwer erkämpfte Punkt sollte uns Auftrieb für die nächsten Aufgaben geben“, so Coach Margots Valkovskis nach dem 28:28 (12:16) in der Dritten Liga Ost gegen den HSC 2000 Coburg II. Valkovskis wartete mit zwei personellen Überraschungen auf. Zum einen war Jan Wicklein, der mit einem speziellen Tape-Verband doch in der Anfangsformation stand, einsatzfähig. Zum anderen zog Valkovskis einen Joker aus dem Ärmel: sich selbst (35.).

Dass er gleich mit der ersten Ballberührung zwei Gegenspieler düpierte und zum 17:17-Ausgleich traf, löste nicht nur Jubel auf der Tribüne aus, es sorgte für einen sichtbaren Ruck im Team. „Dass ich selbst mitgespielt habe, war der Tatsache geschuldet, dass Matthias Grünert nicht einsatzfähig war und ich Franziskus Gerr nicht über die vollen 60 Minuten auspowern wollte. Ob ich noch einmal spiele, hängt von der Personalsituation ab, dieser Einsatz beruhte auf einer kurzfristigen Entscheidung“, sagte Valkovskis.

Sein Team lag in einer zunächst sehr offensivfreudigen Partie bis zum 3:3 ständig zurück. Den Coburger Rückraumakteur Andreas Wolf, der nach fünf Minuten allerdings sein Pulver schon verschossen hatte, bekam die heimische Deckung bis dahin nicht in den Griff. Nach dem 2:3 wandten die Hausherrn eine schon lange nicht mehr so intensiv praktizierte Variante an: Nach abgewehrten Bällen leitete Keeper Felix Schmidl drei punktgenau getimte Konter über die gesamte Spielfläche ein, die in Wicklein (zweimal) und Gary Hines durchgestartete Abnehmer fanden, was für eine 5:3-Führung sorgte.

Dass Hines zum treffsichersten Schützen seiner Mannschaft und in den Schlussminuten zum entscheidenden Akteur werden würde, war da noch nicht zu erahnen. Der US-Amerikaner präsentierte sich insgesamt stark verbessert, agierte konzentriert und wesentlich mutiger als in den letzten Heimspielen. Als Hines einen weiteren Tempogegenstoß zum 8:7 verwertete, ging bei den Rot-Weißen langsam, aber sicher die Konsequenz im Abschluss verloren. Dies nutzten Rechtsaußen Lukas Wucherpfennig und der umtriebige Spielmacher Hajck Karapetjan zur 11:9-Führung. Diese wurde nach Treffern von Maximilian Schmitt und Vilim Leskovec nochmals egalisiert (11:11).

Doch in den nächsten Minuten bis zum Seitenwechsel ging es bei der Heim-Sieben steil bergab. Erste Unterzahl-Situationen nutzten die Schützlinge von Ralf Baucke konsequent, wobei Karapetjan mit einem Hattrick den Vorsprung auf 14:11 ausbaute. Leskovec traf zum 12:14, doch in den letzten sechs Minuten vor der Pause wollte den jetzt hektisch agierenden Saalestädtern kein Treffer mehr gelingen. Der Gästekeeper Tim Titze lief zu guter Form auf, die er allerdings nicht in den zweiten Durchgang retten konnte. 12:16-Rückstand zur Pause – eine schwere Hypothek.

„Wir haben die Fehler noch in der Kabine analysiert, die Mannschaft hat die neue Anweisungen dann prima umgesetzt“, sagte Valkovskis. Die Gäste produzierten eine Reihe von Fehlern, die die Einheimischen clever zur Aufholjagd und durch den Valkovskis-Treffer zum erstmaligen Ausgleich nutzten (17:17). Es folgte eine zerfahrene Phase auf beiden Seiten, was auch daran lag, dass die Unparteiischen im Minutentakt wechselweise Zeitstrafen verhängten. Und so für ein frühes Aus von Konstantin Singwald sorgten, was dazu führte, dass sich der früher gefürchtete Innenblock mit Gerr und Valkovskis unplanmäßig, aber effektiv, den Gelb-Schwarzen entgegenstellte.

Dass Fabian Tatzel binnen vier Minuten zwei Strafwürfe (Andersson, Karapetjan) parierte, nervte den Gast zusätzlich. Es gelang keinem Team, sich abzusetzen. Schaffte einer die Führung, schlug der Kontrahent mit einem Doppelpack zurück. So auch nach dem von Hines erzielten 27:26 – Andersson und Wucherpfennig brachten den Gast mit 28:27 in Front (56.). Es sah nicht gut aus für den Hausherrn, nach einer Parade des nun im Tor stehenden Jonas Faber bei einem Wicklein-Wurf hatte Wucherpfennig eine Top-Chance. Er scheiterte an Schmidl.

Im Gegenzug holte Andersson den fliegenden Hines unsanft aus der Luft und wurde auf die Strafbank beordert. Wicklein scheiterte per Siebenmeter am dritten Coburger Torhüter, Patryk Foluszny. Die nächste Gelegenheit zur Entscheidung versiebte Karapetjan, der hilflos das 28:28 durch Hines registrieren musste. Beim finalen Wurf in Zeitnot hätte Andreas Wolf noch für den Coburger Erfolg sorgen können, doch der Ball landete im Toraus.

Statistik zum Spiel

Dritte Liga Ost

HSC Bad Neustadt –

HSC 2000 Coburg II 28:28 (12:16)

Bad Neustadt: Schmidl, Tatzel (drei Siebenmeter) – Valkovskis 2, Schmitt 6, Wolf, Hines 7, Riesenberger, Singwald 2, Kleinhenz, Pal, Wicklein 6/1, Gerr 1, Leskovec 4.

Coburg: Titze, Faber (ab 38.), Foluszny (zwei Siebenmeter) – Baucke, Andersson 7/3, Franke 3, Karapetjan 7/1, Wucherpfennig 6, Fichtner, Drude, Schramm 2, Wolf 3.

Siebenmeter: 2/1:6/4.

Zeitstrafen: 14:8 Minuten.

Disqualifikation: Singwald (37., Bad Neustadt, dritte Zeitstrafe).

Schiedsrichter: Beyer/Schulte (Bad Blankenburg/Bischberg).

Zuschauer: 523.

Spielfilm: 7:5 (10.), 11:12 (20.), 12:16 (30.) – 19:19 (40.), 24:24 (50.), 28:28 (60.).

Quelle: Mainpost

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