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Bericht: HSC - Springe

20.11.2016 - Christian Hüther

Böses Erwachen

Der Freude nach dem Auswärtssieg bei der HSG Rodgau Nieder-Roden folgte nur eine Woche später das böse Erwachen: Der HSC Bad Neustadt-Rhön erlitt in der Dritten Liga Ost mit 25:28 (15:14) gegen die HF Springe eine Heimniederlage und bleib t im Tabellenkeller. Dabei wäre ein Sieg so leicht wie selten möglich gewesen. Der Gegner zeigte in einem Match mit vielen Fehlern die „schlechteste Saisonleistung“, wie HF-Coach Oleg Kuleshov resümierte.

Wem aber so viele Fehler unterlaufen wie den Rot-Weißen – „ich weiß nicht, warum wir unsere passablen Leistungen in fremden Hallen nicht daheim auf das Parkett bringen“ (HSC-Spielertrainer Margots Valkovskis) – darf sich nicht wundern, wenn er leer ausgeht. Die Statistik nach dem Abpfiff wies 23 Fehlwürfe des HSC aus. Dabei scheiterte er zwölf Mal bei mehr oder weniger ungenauen Würfen an Keeper Svebor Cronjevic. Fünfmal visierten die Hausherren die Torumrandung an, die technischen Fehler (vier) hielten sich im Gegensatz zu den Gästen noch in Grenzen. Diese brachten es in dieser Hinsicht auf „sagenhafte“ 15 Schrittfehler, Fangfehler, etc., was auch bei ihrem kleinen Häuflein mitgereister Fans für Kopfschütteln sorgte.

Vom Anpfiff weg agierten beide Seiten nervös. Nach fünf Minuten waren gerade einmal zwei Treffer erzielt, wobei der Gäste-Kreisläufer Sebastian Preiß – dass der am Kreis eingesetzte Oldie Weltmeister war, war nie erkennbar – die Gäste in Führung brachte, die der im ersten Durchgang noch zielstrebig agierende HSC-Kapitän Maximilian Schmitt ausglich. Mit seinem einzigen Treffer sorgte Vilim Leskovec, der neben etlichen Fahrkarten mehrere Pfostentreffer notiert bekam, beim 3:2 für die erste Führung der Saalestädter. Die war fünf Minuten später passé, HF-Spielmacher Amer Zidzic sowie der auffällige Linksaußen Pawel Pietak, sorgten für die 6:3-Führung. Springe machte sich in den nächsten Minuten durch Fehler im Spielaufbau das Leben selbst schwer und ließ die HSC-Schützen bei pomadiger Abwehrarbeit so lange gewähren, bis der Hausherr 8:7 vorne lag.

Da reichte es dem sichtlich verärgerten Gäste-Trainer. Dessen einminütige Standpauke verfehlte zunächst die Wirkung, die Hausherren schafften nach einem Schmitt-Treffer die erstmalige und einzige Zwei-Tore-Führung (10:8). Ausgerechnet als man den Zweitliga-Absteiger im „Würgegriff“ hatte, schenkte man ohne Not die Bälle her, was diesen wieder in Front brachte (11:10). Von da ab gab es bis zur Pause ein Fehlerfestival. Symptomatisch für die handballerische Magerkost war, dass Schmitt beim Stand von 13:13 das leere Tor nicht traf und Franziskus Gerr in Unterzahl für die Halbzeitführung seiner Farben sorgte. Die Anfangsminuten des zweiten Durchgangs verschliefen die Einheimischen komplett. Die Vorentscheidung fiel zwischen der 34. (17:17) und der 37. Minute, als sich der Gast in Überzahl auf 20:17 absetzte. Diesem Rückstand rannte die Valkovskis-Sieben bis zum Abpfiff hinterher, auch der Torhüterwechsel zahlte sich nur bedingt aus. Fabian Tatzel wehrte Siebenmeter von Fabian Hinz und Zildzic ab, brachte aber wie sein Kollege Felix Schmidl ansonsten die Hände zu selten ans Leder.

In dieser Phase kam neben Unvermögen noch Pech bei einigen Abschlüssen (Pfostentreffer durch Hines sowie dem in der Offensive indisponierten Konstantin Singwald) hinzu. Zusätzlich handelte sich der HSC einige Zeitstrafen ein, die nach einem Doppelschlag von Hinz in einen Fünf-Tore-Rückstand mündeten (22:27). Völlig außer sich war die HSC-Bank, als Vilim Leskovec nach Foul an Tim Otto rote Karte und zusätzlich die blaue Karte gezeigt bekam. Das heißt, dass Leskovec für das ultimative Kellerduell am Wochenende in Kirchzell gesperrt ist. Gary Hines, der mehrfach in Keeper Crnojevic seinen Meister fand, sorgte mit zwei Treffern für etwas Ergebniskosmetik (24:27).

Doch auch die offene Manndeckung ab der 57. Minute erwies sich als kein Heilmittel. Als Hinz mit dem Abpfiff den Endstand besorgte, besangen die HF-Fans schon längst den zweiten Auswärtssieg. Zu ihrer Verwunderung ließen sich die heimischen Fans angesichts der Darbietung der HSC'ler nicht zu Unmutsäußerungen hinreißen, „aber ungewöhnlich ist, dass die Mannschaft auch so wenig Unterstützung von der Tribüne aus erfährt“, so ein Springe-Fan. Für den HSC, der Mitte der ersten Halbzeit auch noch Felix Wolf wegen einer Sprungelenksverletzung verlor, wird die Lage immer prekärer.

HSC-Trainer Margots Valkovskis zeigt sich hinterher „maßlos enttäuscht. Wir hatten uns so viel vorgenommen und wollten an die Leistung vom letzten Auswärtssieg in Rodgau Nieder-Roden anknüpfen. Dies ist uns nicht gelungen. Wir haben zu viele Fehler gemacht und dann kam noch Pech dazu. Wir dürfen einfach nicht nur auf Kampf, sondern müssen auch spielerisch Akzente setzen, was heute zu selten der Fall war. Bitter ist die drohende Sperre für Vilim Leskovec, die Verletzung von Felix Wolf ist noch nicht diagnostiziert. Wir müssen weiter konzentriert arbeiten.“

Oleg Kuleshov, Trainer der HF Springe, meinte: „Das einzig Gute an diesem Spiel ist, dass wir zwei Punkte gewonnen haben. Ansonsten war das absolut schlecht, dafür möchte ich mich entschuldigen. Ein Spiel soll Spaß und Freude bereiten, davon habe ich heute nichts gesehen. Selbst wenn man solche Personalprobleme wie wir haben, darf man so nicht auftreten. Ich gebe der Mannschaft jetzt ein paar Tage trainingsfrei, sie soll den Kopf freibekommen. Wenn wir so am nächsten Wochenende gegen Großwallstadt spielen, haben wir keine Chance.“

Statistik zum Spiel

Dritte Liga Ost

HSC Bad Neustadt –

HF Springe 25:28 (15:14)

Bad Neustadt: Schmidl (1.-37., ab 50.), Tatzel (38.-49.) – Valkovskis, Schmitt 5, Wolf, Hines 4, Riesenberger 1, Singwald 1, Kleinhenz (n. e.), Pal 1, Wicklein 7/1, Gerr 5, Leskovec 1.

Springe: Crnojevic, Wendland (ein Siebenmeter) – Kolditz, Otto 5, Preiß 1, Bormann (n. e.), Gorpishin, Hinz 5/1, Pietak 7, Zildzic 5, Pollex 5.

Siebenmeter: 1/1 – 3/1.

Zeitstrafen: 12 (Rot: Leskovec/53.) – 6 Minuten.

Zuschauer: 534.

Schiedsrichter: Friedel/Herrmann (Aue).

Spielfilm: 1:1 (5.), 3:5 (10.), 7:7 (15.), 10:8 (20.), 11:13 (25.), 15:14 (30.) – 17:17 (35.), 18:21 (40.), 20:22 (45.), 21:25 (50.), 22:26 (55.), 25:28.

Quelle: Mainpost

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