offizielle Website des HSC Bad Neustadt / Saale - Herzlich Willkommen

Nächstes Spiel

msggrossbieberaumodau vs. hscbadneustadt
 05.05.2018 - 19:00 Uhr
MSG Groß-Bieberau/Modau - HSC Bad Neustadt
zum Spielplan

Der HSC auf Facebook

Liveticker

Während der Partien unseres HSC sind Sie jederzeit mit dem Liveticker von SIS auf dem Laufenden.

Suche

Spielberichte

Bericht: HSC - Hanau

23.01.2017 - Christian Hüther

Hauptsache gewonnen

Nur drei, aber wirklich nur drei gute Nachrichten gab es für den HSC Bad Neustadt-Rhön nach dem 19:17 (8:7)-Sieg in der Dritten Liga Ost gegen die HSG Hanau – ein Kellerduell, das bei allem Wohlwollen zu keinem Zeitpunkt etwas mit Drittliga-Handball zu tun hatte. Der HSC hat das Spiel gewonnen, liegt im direkten Vergleich mit den Hessen aufgrund des besseren Torverhältnisses (plus eins) vorne und hat erst einmal einen Abstiegsplatz verlassen.

Dass dies gelang, war angesichts der Gesamtleistung verwunderlich. Nicht wenige der enttäuschten Fans waren sich einig, dass die Valkovskis-Elf das Glück hatte, dass der Gegner eine noch schwächere Leistung zeigte. Als Hanaus Coach Patrick Beer in der Kurz-Pressekonferenz – bezeichnenderweise für diesen unerquicklichen Abend stand kein funktionsfähiges Mikrofon zur Verfügung – die 60 Minuten als „Handball-Gewürge“ bezeichnete, erhielt er von allen Seiten Zustimmung. Beide Trainer stellten zwar den nervlichen Druck, der auf den Schultern ihrer Schützlinge lastete, in den Vordergrund, doch das kann nur die halbe Wahrheit sein. Die Zahl der Fehler war insgesamt zum einen viel zu hoch und zum anderen nicht auf nervlichen Druck zurückzuführen.

Pässe ins Nichts, Würfe, die ohne Bedrängnis unplatziert auf die Torhüter oder weit am Tor vorbeigesetzt wurden, Stürmerfouls und Schrittfehler bestimmten die Begegnung.

Den besseren Start verzeichnete der Gast, der mit 3:0 (7.) in Führung ging. Die HSC-Fans standen wie gewohnt bis zum ersten Treffer der Rot-Weißen. Diesmal lange, nach genau acht Minuten schaffte Gary Hines das 1:3. Dies schien die Beer-Sieben zu beeindrucken, ab diesem Zeitpunkt kam Sand ins Getriebe ihres Spiels. „Wir haben nie mehr unseren gewohnten Tempo-Handball gezeigt“, so der HSG-Coach. Auch nicht in Überzahl, die die HSG mehrmals verzeichnete. Der insgesamt blasse Vilim Leskovec schaffte während einer Zeitstrafe für Konstantin Singwald, der vorwiegend in der Defensive auflief und in der Offensive keine Durchschlagskraft entwickelte, das 3:4 (14.). Bis zum ersten Ausgleich zum 6:6, für das ebenfalls Leskovec verantwortlich zeigte, dauerte es lange (21.). Mit dem Halbzeitpfiff brachte Hines seine Farben in einem trefferarmen Match erstmals in Führung – 8:7.

Das enttäuschende Halbzeitfazit war, dass die Hausherren, die mit zwei Kreisläufern (Gerr, Grünert) agierten, was sich als nicht als besonders wirkungsvoll erwies, nur von ihrem Rückraum lebten. Die Außen wurden überhaupt nicht in Szene gesetzt, selbst der überraschend in der Anfangsformation stehende Jan Wicklein wurde von Zuspielen „verschont“. Die Gäste waren keinen Deut besser, ihre Treffer in der ersten Halbzeit erzielten ausschließlich Torjäger Yaron Pillmann (4), der damit sein Pulver aber auch schon verschossen hatte, und Rechtsaußen Björn Christoffel, der drei Siebenmeter verwertete.

In den ersten sieben Minuten des zweiten Durchgangs traf für die Einheimischen nur Maximilian Schmitt. Der Gast drehte in dieser Phase das Spiel zum Zwischenstand von 11:9. Der letzte Treffer ging auf das Konto von Keeper Sebastian Schermuly, der kurz darauf einen Wicklein-Siebenmeter, der einzige für den HSC, entschärfte. Die Begegnung verlief bei wechselnden Führungen ausgeglichen, wobei die Hausherren meist einem Ein-Tore-Rückstand hinterherliefen. Letztmals vorne lagen die Gäste aus Hessen in der 53. Minute durch einen Siebenmeter von Christoffel zum 16:15, ehe Hines und Margots Valkovskis das Steuer herumrissen (17:16).

Als Gerr drei Minuten vor dem Abpfiff eine Zeitstrafe erhielt, nutzte dies der Gast durch Hannes Geist zum 17:17. Eine Minute vor dem Abpfiff netzte Hines in Zeitnot mit einem Verzweiflungswurf zum 18:17 ein, den folgenden Pillmann-Wurf entschärfte Fabian Tatzel.

Bei offener Manndeckung des Kontrahenten erlöste Schmitt, der Mitte der zweiten Halbzeit von Timo Riesenberger, der eine ordentliche Leistung bei kurzer Einsatzzeit zeigte, auf der Spielmacherposition vertreten wurde, 13 Sekunden vor Spielende Mannschaft und Fans. Die im Foyer diskutierenden Fans – und zwar aus beiden Lagern – waren sich einig, dass sich beide Teams gewaltig steigern müssen.

„Es war sicher kein gutes Spiel, wobei die Abwehrreihen dominiert haben“, sagte HSC-Coach Margots Valkovskis. „Die Angriffsleistung ist sicher verbesserungswürdig. Was für uns heute nur zählt, sind die zwei Punkte. Man hat gesehen, dass bei beiden Mannschaften der nervliche Druck sehr groß war, darauf sind die meisten der vielen Fehler zurückzuführen.

“ Patrick Beer (Trainer HSG Hanau): „Meine Mannschaft hat trotz guten Beginns dem nervlichen Druck nicht standgehalten. Wir haben nach zehn Minuten den Spielfaden komplett verloren. Wir haben, weil wir nicht das gewohnte Tempo gegangen sind und es an Durchschlagskraft haben fehlen lassen, verdient verloren.“

Statistik zum Spiel

Dritte Liga Ost HSC Bad Neustadt-Rhön – HSG Hanau 19:17 (8:7)

Bad Neustadt: Schmidl (1.-47.), Tatzel (ab 48.) – Valkovskis 1, Schmitt 5, Wolf, Hines 6, Singwald 1, Riesenberger, Wicklein 1, Kleinhenz, Pal (n.e.), Gerr 2, Leskovec 3, Grünert.

Hanau: Schermuly (1.-42., ab 54.) 1, Adanir (43.-53.) – Schaeffler, Strohl 2, Werner 1, Appel, Siegmund, Bergold 1, Brüggemann, Pillmann 4, Best, Geist 1, Christoffel 7/4, Ruppert.

Zuschauer: 523.

Siebenmeter: 1/0 – 5/4.

Zeitstrafen: 12 – 4 Minuten.

Schiedsrichter: Hellbusch/Jansen (Darmstadt)

Spielfilm: 0:2 (5.), 2:3 (10.), 3:4 (15.), 6:6 (20.), 6:6 (25.), 8:7 (30.) – 9:10 (35.), 11:11 (40.), 13:13 (45.), 14:14 (50.), 17:16 (55.), 19:17.

Quelle: Mainpost

Premiumpartner

Werbung

Onlinepartner

stilmedien

Marketingpartner

evoworkx


dhb-liga3