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MSG Groß-Bieberau/Modau - HSC Bad Neustadt
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Bericht: Groß-Bieberau/Modau - HSC

19.02.2017 - Christian Hüther

Geduld zahlt sich aus

Konstantin Singwald führt den HSC zu einem gleichsam unerwarteten wie wichtigen Auswärtssieg in Groß-Bieberau

Handball (ba)

Dritte Liga Ost Männer MSG Groß-Bieberau/Modau – HSC Bad Neustadt 26:33 (13:12)

Die sportliche Achterbahnfahrt des HSC Bad Neustadt geht weiter, diesmal allerdings mit positivem Ausgang. „Das war auch wichtig, denn die Punktgewinne der Mitkonkurrenten hätten sonst zu einem Absturz auf einen Abstiegsplatz führen können“, sagte ein erleichterter Coach Margots Valkovskis nach dem 33:26-(12:13)-Erfolg bei der MSG Groß-Bieberau. Der Schlüssel zum unerwarteten Erfolg lag in einer stabilen Abwehrarbeit und einem geduldigen Offensivspiel: „Wir haben dabei alles, was wir im letzten Heimspiel vermissen ließen, besser gemacht.“

Bad Neustadt nutzte eine frühe Zeitstrafe für den heimischen Torjäger Daniel Zele und lag nach Treffern von Vilim Leskovec und Franziskus Gerr mit 2:0 in Front. Zele und der wurfgewaltige Benedikt Seeger prallten diesmal regelrecht an der aggressiven Gäste-Abwehrreihe ab. Die es nach Ansicht der Unparteiischen allerdings übertrieb, was zu einigen Siebenmeterentscheidungen zugunsten der Odenwälder führte. So hatte deren Experte Michael Malik beim Stand von 5:5 bereits dreimal von der Linie aus eingenetzt. Die Saalestädter ihrerseits spielten diesmal ihre Angriffe geduldig aus, was besonders der Treffsicherheit von Konstantin Singwald guttat. Agierte der zuletzt gegen Großwallstadt noch hektisch, so schloss er diesmal überzeugend ab, erzielte sogenannte leichte Tore und war schließlich mit acht Treffern erfolgreichster Schütze.

Der Zwischenstand von 8:11, von Timo Riesenberger besorgt, läutete ab der 20. Minute eine Schwächephase der Bad Neustädter ein. „Bis zum Seitenwechsel haben wir nicht mehr so konzentriert gearbeitet, vor allem wieder den Fehler gemacht, ein zu hohes Tempo anzuschlagen“, berichtete der Coach. Die Gastgeber schienen eine Wende herbeizuführen, erzielten fünf Treffer in Folge und schienen nach dem 13:11 ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden. Mit einem von Jan Wicklein verwerteten Strafwurf ging es in die Kabine, aus der die Saalestädter wesentlich agiler herauskamen.

HSC übernimmt das Kommando
Den Rückstand verwandelten Gary Hines und Maxi Schmitt trotz einer Unterzahlsituation in ein 13:14, ab dem 15:15 übernahmen die Gäste endgültig das Kommando. Sie nutzten eine Zeitstrafe für Malik zu einer Vier-Tore-Führung, für die Vilim Leskovec (2), Franziskus Gerr und Wicklein verantwortlich zeichneten. Nach dem MSG-Anschluss zum 17:19 geriet das HSC-Schiff nicht ins Schlingern, denn Hines und Wicklein stellten in Überzahl den alten Abstand wieder her. Die Gastgeber durften nach dem 20:23, das der ebenfalls weitgehend abgemeldete Felix Kossler erzielte, wieder hoffen. Doch Singwald und Hines schlugen postwendend zurück, beim 20:25 zehn Minuten vor dem Abpfiff keimte bei den mitgereisten HSC-Fans die Hoffnung auf die dicke Überraschung.

Die Disqualifikation für Abwehrchef Valkovskis nach der dritten Zeitstrafe verkrafteten seine Mannen deswegen problemlos, weil nun die heimische Offensivreihe angesichts der noch knappen Spielzeit Hektik befiel. Als beim Stand von 21:26 Malik auch noch mit einem Siebenmeter an Fabian Tatzel scheiterte, war dies nicht förderlich für die Nerven der Hausherren. Diese kassierten nach dem 22:26 drei weitere Gegentreffer (Singwald, Hines, Wicklein) in Serie, beim Stand von 22:29 war fünf Minuten vor Spielende die Entscheidung gefallen. „Dass wir 26 Gegentreffer kassiert haben, war eigentlich zu viel“, sagte Valkovskis. Es war allerdings zu verschmerzen war, denn der unerwartete doppelte Punktgewinn geriet nicht mehr in Gefahr. Die im Vorfeld angepeilten Bonuspunkte in Groß-Bieberau können sich im Abstiegskampf für den HSC noch als ganz wertvoll erweisen. „Wir haben nun zwei Wochen Zeit, uns auf das nächste Heimspiel vorzubereiten, gegen den HC Elbflorenz wollen wir auch einmal daheim eine überzeugende Vorstellung abliefern“, so die Hoffnung von Valkovskis.

Groß-Bieberau/Modau: Juzbasic, Khan – von Stein 1, Malik 9/6, Büttner, Seeger 2, Buschmann, Göttmann 1, Lebherz, Lorenz 5, Weber 2, Kossler 2, Zele 1, Jost 3. Bad Neustadt: Schmidl, Tatzel (ab 53.) – Valkovskis 1, Schmitt 2, Hines 6, Riesenberger 2, Singwald 8, Kleinhenz, Pal, Wicklein 6/2, Gerr 4, Leskovec 3, Grünert 1. Siebenmeter: 7/6:2/2. Zeitstrafen: 6:8 Minuten. Disqualifikation: Valkovskis (Bad Neustadt, 50., dritte Zeitstrafe). Schiedsrichter: Fähnle/Schulle (Obekochen/Königsbronn). Zuschauer: 350. Spielfilm: 2:4 (10.), 6:9 (20.), 13:12 (30.) – 16:19 (40.), 20:25 (50.), 26:33 (60.).

Quelle: Rhön- und Saalepost

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