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Bericht: HSC - Kirchzell

10.04.2017 - Christian Hüther

Das große Zittern

„Knapp gewonnen ist auch gewonnen“, zeigte sich HSC-Coach Margots Valkovskis noch schweißgebadet, aber sehr erleichtert nach dem 32:31-(14:14)-Sieg in der Dritten Liga Ost gegen den TV Kirchzell. Es war ein Riesenschritt Richtung Klassenerhalt. Doch zuvor mussten die Hausherren erst einmal ihre Hausaufgaben machen – und die erwiesen sich gegen das bereits abgestiegene Schlusslicht als schwer.

Die Schützlinge von Andreas Kunz, der selbst nicht auflief, „weil einem Spielertrainer doch die notwendige Steuerung schwer fällt“, knüpften nahtlos an den jüngsten Heimsieg gegen den HSV Hannover an und lagen nach 150 Sekunden mit 3:0 in Front. Schon da war zu erkennen, was sich wie ein roter Faden durch das gesamte Match zog: Die Hausherren hatten Riesenprobleme mit der offensiven 3:3-Deckung der Odenwälder. Sie schafften es nicht, den TV-Spielmacher und Torjäger Felix Spross, der die ersten beiden Treffer erzielte, aus dem Spiel zu nehmen.

Mutiger Konstantin Singwald

Gleiches galt auf der Gegenseite für Konstantin Singwald, der mutig aus dem Rückraum agierte und bei geringer Fehlwurfquote großen Verdienst am Erfolg hatte. „Das war aufgrund des Ausfalls von Gary Hines, der anfangs des zweiten Durchgangs für einige Minuten eingriff“, so Valkovskis, was aufgrund der Verletzung des Torjägers aber wohl eher den Gegner erschrecken sollte, „sehr wichtig. Insgesamt muss ich der ganzen Mannschaft ein großes Lob zollen. Ich hatte schon vor dem Spiel klar gemacht, dass es nicht um einen Schönheitspreis geht, sondern die für dringend notwendigen Punkte vor allem über Kampf und Aggressivität gewonnen werden müssen. Das hat sich auch bestätigt.“

Der HSC kam nach dem 0:3 ins Spiel zurück, schaffte durch Singwald, Leskovec und Wicklein den 3:3-Ausgleich und ging – nach einem Spross-Lattentreffer – durch einen von Franziskus Gerr abgeschlossenen Konter erstmals beim 5:4 in Führung. Vier Minuten später rannten die Rot-Weißen nach unnötigen Ballverlusten erneut einem Rückstand (5:7) hinterher.

Dieses Polster konnten die Gäste nicht verteidigen, sie schlossen zu euphorisch und unplatziert ab, was wieder zu einer kleinen Wende im Spiel führte. Singwald, Valkovskis, der entgegen den Gepflogenheiten in den letzten Wochen recht oft auf der Kreisläuferposition zu finden war, sowie der auf Linksaußen eingesetzte Timo Riesenberger brachten ihre Farben wieder in Front (8:7). Die Gäste gaben nicht klein bei und schafften, als Gerr und Matthias Grünert innerhalb von 30 Sekunden eine Zeitstrafe absitzen mussten, durch Spross den Ausgleich. Als Singwald bei der 4:6-Unterzahlsituation trotzdem traf, tobte die Halle. Nach dem 13. HSC-Treffer wurde Gästekeeper Sandro Friedrich für die nächsten 30 Minuten von Robert Heinemann abgelöst. Damit war das Problem auf der Torhüterposition des TV Kirchzell nicht gelöst. „Die zwei haben doch keine drei Rückraumwürfe pariert“, sagte später Gottfried Kunz, der langjährige Kirchzeller Coach.

Die HSC-Torhüter waren aber auch nur wenig stärker. Der nach der Pause zunächst im Tor stehende Fabian Tatzel wurde von seinen Vorderleuten oft im Stich gelassen. Die größte Tat von Felix Schmidl war die Entschärfung eines Spross-Siebenmeters (48.). Zu diesem Zeitpunkt stand es 25:25, so langsam setzte bei den HSC-Fans das große Zittern ein. Die Gäste beantworteten jeden Treffer des HSC mit dem Ausgleich, vor allem ihr Linksaußen Tim Häufglöckner sowie der erstmals seit sechs Monaten nach abgeklungener Verletzung eingesetzte Dino Corak netzten in dieser Phase verstärkt ein.

Nervenstark von der Linie

Nach dem 28:29-Anschlusstreffer durch Spross setzte Singwald das Leder im Gegenzug bei einem Wurf in höchster Zeitnot an die Latte, doch beim nächsten HSC-Angriff erzielte Kapitän Maximilian Schmitt das 30:28. Nach einem Fehlwurf von Dennis Weit traf Singwald zum vermeintlich entscheidenden 31:28 (58.). Doch 50 Sekunden vor Ende schaffte Philipp Baier per Doppelschlag den Anschluss (30:31). Die Gästedeckung, die zu diesem Zeitpunkt schon auf eine offene Manndeckung umgestellt hatte, bremste nach Wiederanwurf Leskovec auf Kosten eines Siebenmeters aus. Von der Linie traf der nervenstarke Wicklein – 32:30. Nach dem Treffer von Lucas Bauer zum 32:31 behaupteten die Bad Neustädter den Ballbesitz in den letzten fünf Sekunden.

Die Statistik des Spiels

Dritte Liga Ost HSC Bad Neustadt-Rhön – TV Kirchzell 32:31 (14:14)

Bad Neustadt: Schmidl, Tatzel (31. bis 46.) – Valkovskis 4, Schmitt 4, Wolf (n. e.), Hines, Riesenberger 4, Singwald 7, Kleinhenz (n. e.), Pal (n. e.), Wicklein 8/3, Gerr 2, Leskovec 3, Grünert.

Kirchzell: Friedrich, Heinemann (27. bis 53.) – Baier 5, Polixenidis 1, Spross 10/3, Bauer 1, Gläser, T. Häufglöckner 8/1, L. Häufglöckner 1, Corak 3, Weit, Schnabel 2.

Siebenmeter: 3/3:5/4.

Zeitstrafen: 6:4 Minuten.

Schiedsrichter: Pusch/Weiße (Hoyerswerda).

Zuschauer: 502.

Spielfilm: 5:6 (10.), 11:9 (20.), 14:14 (30.) – 19:19 (40.), 26:26 (50.), 32:31 (60.)

Quelle: Mainpost

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