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Bericht: HSC - Baunatal

10.09.2017 - Christian Hüther

Geduld zahlt sich aus

Zweites Heimspiel, zweiter Heimsieg. „So kann es ruhig weitergehen“, meinte ein strahlender Margots Valkovskis im Foyer der Bürgermeister-Goebels-Halle nach dem 26:23 (10:9)-Sieg des HSC Bad Neustadt-Rhön in der Dritten Liga Ost gegen den GSV Eintracht Baunatal.

Der HSC-Trainer stellte sich gerne den Fragen der Fans. Dabei erläuterte er einige taktische Änderungen, von denen eine von Anfang an durchgezogen wurde. „Wir wollten im Angriff keine Hektik aufkommen lassen, geduldig kombinieren und erst im letzten Moment, sprich in Zeitnot, abschließen.“ Das gelang gut, „weil dann Gary Hines mit seinen Sprungwürfen erfolgreich war“, führte aber auch zu wenigen Treffern vor dem Seitenwechsel.

Der Gegner war, da nur mit acht Feldspielern angereist, ebenfalls – zwecks Schonung der Kräfte – an keinem hohen Tempo interessiert, hielt aber bis in die Anfangsphase der zweiten Halbzeit stets den Anschluss.

Die Gastgeber gingen durch Filip Milutinovic, der vor acht Tagen „wegen Disziplinlosigkeit“, so sein Coach, vor den verblüfften Zuschauern sprichwörtlich noch „zusammengefaltet“ worden war, in Führung, was ihm sichtlich Auftrieb gab und zu seinem persönlichen HSC-Rekord (vier Treffer) führte.

Die Nordhessen glichen durch Paul Gbur postwendend aus, ehe sich beiderseits erste technische Fehler bzw. Fehlwürfe einschlichen. Schon in den Anfangsminuten machte ein Spieler auf Gastgeberseite klar, dass er auch in dieser Begegnung ein großer Rückhalt sein wird: Torhüter Nick Weber. Dieser leitete die 2:1-Führung ein, als er nach einer Parade Felix Wolf, der nach einem Zusammenprall Ende der ersten Halbzeit verletzt vom Parkett musste, in einen Konter schickte, den dieser an Keeper Conny Paar vorbei zum 2:1 einnetzte. Ein Tempogegenstoß durch den pfeilschnellen Felix Geßner führte nach einem Fehlpass des HSC zum Ausgleich und anschließend zur ersten Führung der Eintracht durch einen von Sven Vogel verwandelten Siebenmeter. Doch die Rot-Weißen blieben immer dran und gerieten beim 7:8 (19.) durch einen Gbur-Treffer letztmals in Rückstand.

Den neuerlichen Ausgleich verpasste der tagesbeste Schütze Jan Wicklein bei einem Siebenmeter, fortan wurde er an der Linie von Timo Riesenberger abgelöst. Nach der folgenden HSC-Auszeit gelang Hines, der seinem Beinamen „Air“ mehrmals gerecht wurde, mit einem „Not-Freiwurf“ das 8:8. Ein Treffer von Maximilian Schmitt, der sich zentral durch die gegnerische Deckung tankte, sowie ein weiterer Freiwurf von Hines sorgten für die erstmalige Zwei-Tore-Führung der Heimsieben. Zur Pause stand es 10:9.

Die zweite Halbzeit verlief zunächst ausgeglichen, weil der Gast durch Tore von Geßner und des halbrechten Marvin Gabriel immer wieder den Ausgleich erzielte (13:13). Die Vorentscheidung fiel zwischen der 35. und 40. Minute, als Riesenberger, Wicklein per Tempogegenstoß und Franziskus Gerr, auch dank der Reflexe ihres Keepers, der freie Würfe abwehrte, eine Drei-Tore-Führung herauswarfen. Als Milutinovic den Vorsprung auf ein 20:16 ausbaute (46.) und Gary Hines nach einem abgeblockten Wurf von Phil Räbiger für das 21:16 sorgte, schienen zwei weitere Punkte eingetütet.

Der Gast bäumte sich noch einmal auf, nutzte in einer 6:4-Überzahlsituation – Wicklein und Max Kalliske brummten Zeitstrafen ab – die freien Würfe, was fünf Minuten vor dem Abpfiff aus Sicht der Einheimischen zum wenig beruhigenden Zwischenstand von 22:20 führte. Die endgültige Entscheidung fiel nach dem 23:21, als Wicklein und Schmitt – die Schützlinge von Mirko Jaissle agierten da mit einem siebten Feldspieler – den alten Abstand (25:21) wieder herstellten.

Die nächste taktische Maßnahme der Nordhessen, die offene Manndeckung, schlug ebenfalls fehl. Nach Anspiel von Vilim Leskovec warf Gerr zum umjubelten 26:22 ein. Die Partie endete mit einem Siebenmeter für Baunatal: Gegen den platzierten Wurf von Vogel hatte der da im Tor stehende Felix Schmidl keine Chance. An der Berechtigung des Heimsieges gab es keinerlei Zweifel.

„Wir haben eine geschlossene Mannschaftsleistung gesehen, unsere Neuzugänge haben sich nicht nur überraschend schnell integriert, sondern sich auch als Verstärkung erwiesen“, freute sich HSC-Geschäftsführer Dieter Schulz, der nun mit großer Hoffnung dem nächsten Heimspiel am Wochenende gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden entgegenblickt.

Die Statistik des Spiels

Dritte Liga Ost

HSC Bad Neustadt-Rhön – GSV Eintracht Baunatal 26:23 (10:9)

Bad Neustadt: Weber, Schmidl (ein Siebenmeter) – Schmitt 4, Milutinovic 4, Wolf 1, Hines 5, Riesenberger 2/2, Pal, Kalliske, Wicklein 6/1, Gerr 2, Leskovec 2.

Baunatal: Paar (1.-48.), Horn (ab 49.) – Rehberg 2, Rulff, Gbur 3, Plümacher 1, Vogel 5/3, Räbiger 4, Geßner 4, Gabriel 4.

Siebenmeter: 4/3 – 3/3.

Zeitstrafen: 6 – 6 Minuten.

Schiedsrichter: Mischinger (Burgenland)/Näther (Obergrimma).

Zuschauer: 405.

Spielfilm: 2:1 (5.), 2:2 (10.), 4:4 (15.), 7:8 (20.), 8:8 (25.), 10:9 (30.) – 13:12 (35.), 17:14 (40.), 19:16 (45.), 21:17 (50.), 22:20 (55.), 26:23.

Stimmen zum Spiel

Margots Valkovskis (Trainer des HSC): Es war aus unserer Sicht ein gutes Spiel, das auf einer disziplinierten Vorstellung beruhte. Wir wollten unsere Angriffe so lange wie möglich ausspielen, um dann Gary mit seinen Freiwürfen ins Spiel zu bringen. Das ist gut gelungen. Mit der Abwehrarbeit kann man auch zufrieden sein, wir haben wieder eine starke Leistung von Nick Weber gesehen. Unser nächstes Ziel muss ein tempohöheres Kombinationsspiel sein, dann bringen wir auch unsere Kreisspieler in bessere Position. Nächste Woche müssen wir auf jeden Fall diese Vorstellung wiederholen, besser sogar noch steigern. Denn Nieder-Roden ist ein schwerer Gegner, auch wenn wir gegen sie in den letzten Spielen immer gut ausgesehen haben.

Mirko Jaissle (Trainer von Eintracht Baunatal): Wir haben nur ca. 45 Minuten den Handball gespielt, den ich sehen will. Unsere Schwächephase hat der HSC ausgenutzt und deshalb verdient gewonnen. Dass wir nur mit zwei Ersatzspielern angetreten sind, soll keine Entschuldigung sein. Wir haben die Niederlage durch fehlende Konsequenz im Abschluss selbst verschuldet. Deswegen dürfen wir auch nicht jammern, müssen uns im nächsten Spiel in Großwallstadt in dieser Hinsicht einfach verbessern und hoffen auf die Rückkehr verletzter Akteure.

Andreas Hanshans (Ex-Hallensprecher beim HSC): Man hat gesehen, wie wichtig ein starker Torhüter ist. Er gibt den Vorderleuten Sicherheit und diese sind nicht zu übertriebenen unfairen Mitteln gezwungen. Nick Weber hat an alte Badura-Zeiten erinnert.

Torschützenliste des HSC

Jan Wicklein 20/9
Gary Hines 11
Vilim Leskovec 10
Maximilian Schmitt 8
Filip Milutinovic 6
Konstantin Singwald 3
Franziskus Gerr 3
Martin Bieger 2
Felix Wolf 2

Quelle: Rhön-und-Saalepost

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