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Spielberichte

Bericht: HSC - Nieder-Roden

17.09.2017 - Christian Hüther

Nicht mehr für möglich gehalten

Was für ein Spiel, welch eine spektakuläre letzte halbe Minute. Der HSC Bad Neustadt-Rhön schaffte beim 22:22 (12:10) gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden in der Dritten Liga Ost das Kunststück, trotz eines Zwei-Tore-Rückstandes 34 Sekunden vor der Schlusssirene noch einen Punkt zu retten. Mit dem Anschlusstreffer zum 21:22 von Franziskus Gerr, der am Tag zuvor Geburtstag hatte, keimte leise Hoffnung auf. Die Gastgeber waren sich aber bewusst, dass der Ausgleich gegen einen solch ausgebufften Gegner schwer, wenn nicht gar unmöglich sein würde.

Die Gastgeber gingen nach dem Anwurf notgedrungen sofort in eine offene Manndeckung über, konnten aber nicht verhindern, dass der tagesbeste Schütze, HSG-Torjäger Timo Kaiser, frei zum Wurf kam. Dieser beging fünf Sekunden vor Matchende den taktischen Fehler, die Kugel Richtung Tor zu werfen. Taktisch falsch deshalb, weil die Partie entschieden gewesen wäre, wenn er den Ball einfach ins Nirgendwo gewuchtet hätte, was HSC-Keeper Felix Schmidl am Einleiten eines Konters gehindert hätte. Schmidl, einer der Helden des Abends aus HSC-Sicht, parierte den Wurf, der Ball landete bei Gary Hines. Dieser sprintete auf und davon, warf sich Richtung gegnerisches Tor und hämmerte das Leder in der letzten Sekunde in die Maschen.

Die Schlusssirene löste großen kollektiven Jubel bei den Bad Neustädtern aus, Hines verschwand unter einer Spielertraube, während HSG-Coach Jan Redmann frustriert durch die Halle rannte. Der untröstliche Kaiser hockte sich an eine Werbebande und zog sich das Trikot übers Gesicht.

Diese Dramatik hätten sich die Schützlinge von Margots Valkovskis angesichts des Spielverlaufs vorher allerdings ersparen können. Nach dem 2:3-Rückstand – alle Gäste-Treffer resultierten bis dahin aus Kaiser-Strafwürfen – schaffte Felix Wolf bei einem Tempogegenstoß den Ausgleich. Den hatte kurz zuvor Jan Wicklein mit einem verworfenen Siebenmeter – das gleiche Missgeschick sollte ihm nach dem Seitenwechsel noch einmal passieren – verpasst. Nach dem 3:3 hatten die Hausherren ihre stärkste Phase, in der ihr Keeper Nick Weber zur Höchstform auflief, 13 Minuten ohne Gegentreffer blieb und der umtriebige Maximilian Schmitt, Timo Riesenberger per Siebenmeter, Wicklein bei einer 6:4-Überzahlsituation und Vilim Leskovec mit Doppelpack eine komfortable 8:3-Führung herauswarfen.

In der 18. Minute verkürzte Kaiser mit dem ersten Tor aus dem Feld heraus auf 4:8. Der Gast kämpfte sich, weil nun auch Riesenberger von der Siebenmeterlinie aus in Marco Rhein seinen Meister fand, bis auf 6:8 heran. Die folgende Auszeit der Gastgeber erwies sich als effektiv, woran der nun bei Siebenmeter eingesetzte Felix Schmidl, der insgesamt drei Strafwürfe abwehrte, großen Anteil hatte. Seine Vorderleute nutzten nun jede fahrige Aktion der HSG konsequent aus. Als Maximilian Schmitt den neuerlichen Fünf-Tore-Vorsprung (11:6) herauswarf (24.), sah es bestens aus. Nun überdrehten die Rot-Weißen ihre Angriffsaktionen. Die von der Bank auf das Parkett beorderten Adam Pal und Max Kalliske zogen aus schlechter Position ab. Der Vorsprung war beim Kabinengang auf zwei Tore geschmolzen.

Der zweite Durchgang begann für den HSC optimal, weil Schmidl gleich einen Strafwurf von Philippe Kohlstrung um den Pfosten drehte und Filip Milutinovic und Schmitt für das 15:11 sorgten. Milutinovic traute sich in den nächsten Minuten mehr zu, wusste zu überzeugen und war maßgeblich am Zwischenstand von 17:14 beteiligt. Von jetzt auf gleich geriet das Aufbauspiel der Gastgeber aber aus den Fugen, Fehlpässe und technische Fehler brachten den nun auf der Gegenseite eingesetzten Henning Schopper in Ballbesitz, der mit drei Kontern in Serie zum 17:17 ausglich.

In der 43. Minute netzte Wicklein, den seine Mitspieler mangels gescheiter Anspiele kaum in Szene setzen konnten, zum 18:17 ein. Es sollte der letzte HSC-Torjubel für die folgenden zwölf Minuten gewesen sein. Der Gästekeeper wurde regelrecht warmgeworfen. Schrittfehler, Kreisübertritte und Unterzahlsituationen auf HSC-Seite ließen den Gast zurück ins Spiel kommen. Diesem gelang in der 46. Minute die 19:18-Führung. Als Kaiser zum 20:18 traf (52.), waren acht Offensivaktionen der Heimsieben in Serie erfolglos geblieben.

Die Wende, aber eine unbeabsichtigte, läutete Nick Weber ein. Wegen Meckerns setzten ihn die Wuppertaler Referees für zwei Minuten auf die Sünderbank. Der nun eingesetzte Schmidl parierte sofort einen Siebenmeter von Philipp Keller, zog Jonas Müller bei einem Gewaltwurf den Zahn und ließ sich auch in den letzten zwei Minuten von den frei vor ihm auftauchenden Kaiser und Michael Weidinger nicht mehr bezwingen. Damit war das dritte Remis in den letzten vier Jahren in heimischer Halle gegen die Rodgauer perfekt.

Die Statistik des Spiels
Dritte Liga Ost HSC Bad Neustadt-Rhön – Rodgau Nieder-Roden 22:22 (12:10)

Bad Neustadt: Weber (1.-56.), Schmidl (ab 57.) – Schmitt 5, Wolf 1, Hines 5, Riesenberger 1/1, Pal, Kalliske, Wicklein 3, Milutinovic 3, Gerr 2, Leskovec 2.

Rodgau Nieder-Roden: Rhein, Friedrich (n. e.) – Weber 1, Henkel, Schmid, von der Au, Kohlstrung 1, Stenger 1, Weidinger 5, Hoddersen (n. e.), Schopper 3, Müller 3, Kaiser 8/4, Keller.

Siebenmeter: 4/1 – 7/4.

Zeitstrafen: 6 – 6 Minuten.

Schiedsrichter: Frankholz/Schneider (Wuppertal).

Zuschauer: 521.

Spielfilm: 1:2 (5.), 3:3 (10.), 7:3 (15.), 8:5 (20.), 11:7 (25.), 12:10 (30.) – 15:11 (35.), 17:14 (40.), 18:17 (45.), 18:19 (50.), 19:21 (55.), 22:22.

ONLINE-TIPP
Viele Bilder vom Spiel unter www.rhoenundsaalepost.de

Quelle: Rhön- und Saalepost

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