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Bericht: HSC - HSC Coburg II

08.10.2017 - HSC Bad Neustadt

Berauschender Spaßhandball

Stehende Ovationen schon vor dem Abpfiff, Sonderbeifall schon nach einer Viertelstunde, aber nur für die Gastgeber. Das mit Spannung erwartete Frankenderby in der Dritten Handball-Liga Ost zwischen dem HSC Bad Neustadt und dem HSC 2000 Coburg II verlief überraschend einseitig, endete nach grandiosem Spiel der Rot-Weißen mit einem klaren 33:22-(18:8)-Sieg, an dessen Berechtigung auch keiner der Gäste-Fans unter den 673 Zuschauer, was einen Besucherrekord in dieser Saison in der Bürgermeister-Goebels-Halle bedeutet, zweifelte.

„Uns ist heute von Anfang an einfach alles gelungen, wir haben uns richtig in einen Rausch gespielt und über die gesamte Spielzeit hinweg durch Spaßhandball den Gegner beherrscht“, freute sich Coach Margots Valkovskis. Der neue Tabellenzweite agierte vom Anwurf weg hoch konzentriert, ging durch einen Treffer von Linksaußen Martin Bieger, der ebenso wie sein Pendant auf der rechten Seite, Jan Wicklein, gut mit Anspielen versorgt wurde, in Führung und schloss auch ansonsten seine Offensivaktionen planvoll ab. Nach fünf Minuten und weiteren Treffern von Franziskus Gerr und Gary Hines lag man mit 3:2 vorne.

Gerr und Hines waren laut ihrem Trainer Schlüsselspieler in diesem Match, Gerr und Maximilian Kalliske bildeten eine Mauer in der Innenverteidigung, Hines war vor die Abwehr geschoben und störte den Spielaufbau des Gegners derart vehement, dass dieser weitab vom Kreis die Kugel zirkulieren lassen musste.

Starker Adam Pal

Der zuletzt hochgelobte Coburger Rückraumschütze Andreas Wolf (1) stand dem flinken Maxi Schmitt gegenüber, Wolf setzte zwar zu Würfen an, aber aus zu großer Entfernung, was Nick Weber und später Felix Schmidl nicht beeindrucken konnte. Zwischen der fünften und 14. Minute fiel die frühe Vorentscheidung, weil Adam Pal (2), Hines (2) und Bieger fünf Treffer in Folge für ihre Farben erzielten. Dass Pal an diesem Abend seine bislang beste Leistung im Trikot des HSC ablieferte, überraschte seinen Coach, „denn durch den Ausfall von Filip Milutinovic lag die Last im halbrechten Rückraum auf den Schultern von Adam, der aber überhaupt nicht nervös spielte und seine taktische Aufgabe sehr gut erfüllte.“

Coburgs Co-Trainer Ronny Göhl, der in Vertretung von Martin Röhrig, der zur selben Zeit die Coburger Bundesligajunioren in Hüttenberg betreute, das Gästespiel von der Außenlinie aus lenken wollte, versuchte mit einer Auszeit beim Stand von 6:2 die Reißlinie zu ziehen, was aber keinen Einfluss auf den weiteren Spielverlauf hatte. Als Wicklein einen Konter nach abgeblockten Wurf von Maximilian Drude zum 9:3 einnetzte, waren gerade einmal 15 Minuten gespielt. Die Bauchschmerzen bei Margots Valkovskis, die dieser vor Spielbeginn wegen der Ausfälle von Milutinovic, Vilim Leskovec und Konstantin Singwald hatte, waren da schon verflogen, „weil ich gespürt habe, dass alle meine Schützlinge dieses Spiel unbedingt gewinnen wollten, die Leidenschaft gezeigt haben, die man in ein Derby bringen muss und mit jeder gelungenen Aktion sich Selbstvertrauen geholt haben.“ Von Selbstvertrauen war da bei den Coburgern schon nichts mehr zu spüren, der Angriff um Benedikt Kellner verzweifelte an der aggressiven Abwehr der Rhön-Grabfelder. Er erzielte zwar insgesamt sieben Treffer, doch davon resultierten sechs aus Siebenmetern. Beim siebten Versuch in der Schlussminute scheiterte er an Felix Schmidl, doch das war das Match schon lange entschieden.

Beim ersten Kabinengang lag die Heimsieben schon mit zehn Toren in Front, selbst die größten Pessimisten auf der Tribüne konnten sich nicht vorstellen, dass ein solcher Vorsprung noch aufgegeben werden konnte. Er wurde es auch nicht, denn die Euphorie auf Seiten der Hausherren war so groß, dass selbst in Unterzahl getroffen wurde. Die Disqualifikation für Franziskus Gerr in der 46. Minute, „diese Entscheidung der Schiedsrichter war meines Erachtens zu hart“, so Valkovskis, wurde ebenso klaglos weggesteckt, weil Max Kalliske nun in der Offensive in die Bresche sprang.

Unnötige Unsportlichkeit

Dass Kalliske kurz vor dem Abpfiff ebenfalls die rote Karte sah, war nach Meinung seines Coaches vertretbar: „Eine solche Unsportlichkeit begeht man nicht.“ Beide werden am nächsten Wochenende wieder gefragt sein, wenn der HSC zum Spitzenspiel nach Nordbaden aufbricht. „Beim Tabellenführer in Leutershausen haben wir nichts zu verlieren, wünschenswert wäre eine Wiederholung der heutigen Leistung, die wir auch in den nächsten Begegnungen konstant halten wollen“, so Valkovskis.

Die Statistik des Spiels

Dritte Liga Ost

HSC Bad Neustadt –

HSC 2000 Coburg II 33:22 (18:8)

Bad Neustadt: Weber, Schmidl (ab 43.) – Schmitt 4, Wolf 1, Hines 6, Riesenberger 2, Bieger 4, Pal 4, Wicklein 9/2, Milutinovic (n .e.), Gerr 2.

Coburg II: Titze, Foluszny (23. bis 39.) – Munoz 1, Franke 2, Merkwirth 1, Kellner 7/6, Pernet 1, Drude 3, Rivera 2, Knauer, Bühler, Schramm 4, Wolf 1.

Siebenmeter: 2/2:7/6.

Zeitstrafen: 14:4 Minuten.

Disqualifikation: Gerr (47., Foul), Kalliske (60., Unsportlichkeit, beide Bad Neustadt).

Schiedsrichter: Hehn/Tauchert (Stadeln).

Zuschauer: 673.

Spielfilm: 3:2 (5.), 6:2 (10.), 9:3 (15.), 11:6 (20.), 15:7 (25.), 18:8 (30.) – 19:11 (35.), 22:14 (40.), 25:15 (45.), 27:18 (50.), 32:22 (60.).

Stimmen zum Spiel

Margots Valkovskis (Trainer des HSC Bad Neustadt-Rhön): Ich habe eigentlich mit einem knappen Spielausgang gerechnet, weil wir ja erst einmal unsere Personalprobleme im Rückraum in den Griff bekommen mussten. Das waren gerade für ein Derby und gegen einen Gegner, der in den letzten Wochen fleißig gegen Mannschaften aus dem oberen Drittel gepunktet hat, keine guten Voraussetzungen. Aber wir sind gut ins Spiel gekommen, alle haben die ihnen zugeteilten Aufgaben hundertprozentig erfüllt. Angefangen von den Torhütern über eine starke Defensive haben wir viele Angriffe aus der ersten Welle abgeschlossen. Wir haben mit Herz gespielt. Man hat gesehen, welches Potenzial in dieser Mannschaft steckt. Das sollte uns auch für die nächsten Partien optimistisch stimmen. Da kann man auch etwas reißen, wenn man so leidenschaftlich auftritt.

Ronny Göhl (Trainer des HSC 2000 Coburg II): Nach einem solchen Spiel kann man dem Gegner nur zum Erfolg, der absolut verdient war, gratulieren. Ich bin ja selbst schon oft hier aufgelaufen, kann mich aber nicht erinnern, dass wir so unter die Räder gekommen sind. Wir waren in allen Mannschaftsteilen überfordert. Unsere Offensive war zu einfallslos, in der Abwehr haben wir nicht den berühmten Zugriff gefunden. Unsere überwiegend jungen Spieler haben heute gespürt, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Man muss jedes Spiel mit Kampf und Leidenschaft angehen.

Quelle: Rhön - und Saalepost

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