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Bericht: HSC - Bernburg

15.01.2018 - Christian Hüther

Glanzlos, aber erfolgreich

Der HSC Bad Neustadt-Rhön ist mit einem Sieg ins neue Jahr gestartet. Er gewann in der Dritten Handball-Liga Ost sein Heimspiel mit 23:21 (10:10) gegen den SV Anhalt Bernburg. Vor der Saison-Rekordkulisse von 783 Zuschauern gelang dies allerdings erst nach einer schwer verdaulichen Handballkost. Die Hausherren knüpften über die gesamte Spielzeit an einer Schwäche der Vorrunde an, die sie auf den bislang unbefriedigenden Tabellenplatz geführt hatte: „Unsere Offensivleistung war schwach“, erklärte Coach Margots Valkovskis in der Pressekonferenz, „das muss in den nächsten schweren Auswärtsspielen besser werden, sonst wird es mit den erhofften Punktgewinnen nichts.“

Dass mit Jan Wicklein der Torjäger wegen eines Muskelfaserrisses in der Wade fehlte, darf für die schwache Torquote keine Entschuldigung sein. „Ich wollte kein Risiko eingehen und ihn für das wichtige Match in acht Tagen in Gelnhausen schonen“, bemerkte Valkovskis. Torchancen gab es genug, doch was an freien Würfen vergeben wurde, ließ die Fans auf der Tribüne die Haare raufen. Auch die der angereisten, denn die Gäste-Akteure waren in dieser Hinsicht den Hausherren absolut ebenbürtig.

Nach fünf Minuten durfte in beiden Lagern nur einmal gejubelt werden: Den Führungstreffer von Gary Hines, der sich im ersten Durchgang einige eklatante Fehlpässe leistete, beantwortete Steffen Cieszynski mit dem Ausgleich. Jener Cieszynski, tagesbester Schütze, stellte die Valkovskis-Schützlinge vor große Probleme, weil sie gegen dessen schnelle Antritte zunächst kein Mittel fanden.

Zu viele Fehlwürfe

Nach zwölf Minuten lagen die Schützlinge von Interims-Coach Enrico Nefe nach fünf Cieszynski-Treffern mit 5:3 in Front. Bis dahin waren bei den Einheimischen sechs Fehlwürfe, drei Fehlpässe und drei technische Fehler zu verzeichnen. Ärgerlich besonders die unplatzierten Würfe, mit denen man den keineswegs überragenden SV-Keeper Max Folchert aufbaute. Nach einer Viertelstunde wechselte der HSC-Trainer Konstantin Singwald für Vilim Leskovec auf die halblinke Rückraumposition ein – ein Schachzug, der sofort Wirkung zeigte. Singwald verkürzte und traf dabei als einziger in einer achtminütigen Torflaute, in der sich beide Teams mit unglaublichen Fehlern übertrumpften.

Drittliga-Niveau wiesen in dieser Phase eigentlich nur die Referees auf, die mit der fairen Partie keine Probleme hatten. Mit seinem sechsten Treffer brachte Cieszynski seine Farben mit 6:4 in Front, wurde dann aber zwecks einer Verschnaufpause auf die Bank beordert. Dies läutete die zwischenzeitliche Wende ein. Nach nach dem Zwischenstand von 5:7 gingen die Rot-Weißen nach einem Singwald-Doppelpack und einem Treffer von Maximilian Schmitt, der früh die Spielmacherposition an Timo Riesenberger abgab, erstmals nach längerer Zeit wieder in Führung. Doch diese hielt aufgrund weiterer Schnitzer im Spielaufbau nicht an. Mit einem verwandelten Siebenmeter von Riesenberger zum 10:10 ging es in die Kabine.

Ratlose Gastgeber

Aus der Pause marschierten die Kontrahenten zwar hoffnungsvoll aufs Parkett zurück, doch in spielerischer Hinsicht änderte sich wenig. Die im Angriff weiterhin ratlosen Gastgeber gingen durch einen Notwurf von Hines in Führung, kassierten aber im Gegenzug durch einen Cieszynski-Siebenmeter den Ausgleich.

Das Bernburger Rückraum-As hätte seine Farben mit einem weiteren Strafwurf in Führung bringen können – der am Kreis blasse Max Kalliske saß gerade eine Zeitstrafe ab – scheiterte aber an einem Fußreflex des eingewechselten Felix Schmidl.

Die Begegnung zeichnete sich danach wieder durch Ungereimtheiten in beiden Lagern aus, ehe eine taktische Maßnahme des HSC-Trainers die Wende zugunsten seiner Schützlinge einläutete. Dieser betraute abwechselnd Riesenberger und Hines mit einer Manndeckung für Cieszynski. Der Angriffsmotor der Sachsen-Anhaltiner geriet ins Stottern, dessen Mitspieler reagierten mit überhasteten und schwach platzierten Würfen. Pulay, der unkonzentriert wirkte, und „Altmeister“ Kilian Kraft, der in der Vergangenheit wesentlich bessere Leistungen auf dem Schulberg abgeliefert hatte, warfen Nick Weber regelrecht warm. In der 43. Minute enteilten die Hausherren nach zwei Hines-Treffern auf 16:13, diesen Vorsprung verwalteten sie weitgehend bis zum Abpfiff.

Dabei wäre ein höherer Sieg gegen einen ganz schwachen Gegner möglich gewesen. Dazu kam es nicht, weil man zum einen wieder schludrig bei der Chancenverwertung war, zum anderen über die Außen kein Druck aufgebaut wurde. „Mit der Abwehrleistung war ich zufrieden“, sagte Margots Valkovskis. „Bei uns war der Kampfgeist okay“, befand dessen Kollege Enrico Nefe. Wirklich Positives fiel ihm ansonsten zum Auftritt seines ersatzgeschwächten Teams nicht ein.

Die Statistik des Spiels

Dritte Liga Ost HSC Bad Neustadt-Rhön – SV Anhalt Bernburg 23:21 (10:10)

Bad Neustadt: Weber, Schmidl (2 Siebenmeter) – Schmitt 2, Wolf, Hines 6, Riesenberger 7/3, Bieger 1, Singwald 5, Pal (n. e.), Kalliske, Wicklein (n. e.), Milutinovic, Gerr 1, Leskovec 1.

Bernburg: Folchert (1. – 45.), Link (ab 46.) – Pulay 3, Cieszynski 9/3, Marschall 1, Kraft 3, Friedrich 1, Ackermann 1, Schneider 1, Heyer (n.e.), Schulze, Richter 2.

Siebenmeter: 3/3 – 4/3.

Strafzeiten: 6 – 6 Minuten.

Schiedsrichter: Pusch/Weiße (Hoyerswerda).

Zuschauer: 783.

Spielfilm: 1:1 (5.), 3:4 (10.), 3:5 (15.), 4:5 (20.), 7:7 (25.), 10:10 (30.) – 11:11 (35.), 14:12 (40.), 16:13 (45.), 18:15 (50.), 21:18 (55.), 23:21.

Stimmen zum Spiel

Margots Valkovskis (Trainer des HSC): Nach der wochenlangen Spielpause haben wir in der Offensive noch nicht den erhofften Rhythmus gefunden. Wir sind da richtig ins Spiel gestolpert. Das Fehlen von Jan Wicklein war natürlich kontraproduktiv. Ich hoffe, dass er bald wieder einsatzfähig ist. In der Abwehr haben wir ordentlich gespielt, da hat Franziskus Gerr trotz seiner Knieverletzung auf die Zähne gebissen. Sehr zufrieden war ich mit Konstantin Singwald. Wir werden uns jetzt ganz konzentriert auf die nächsten Spiele vorbereiten, wobei ich wiederhole, dass wir nur dann Erfolg haben werden, wenn wir unsere Chancen abgeklärt nutzen und im Spielaufbau konzentrierter arbeiten. Mit der Torhüterleistung war ich zufrieden, da verstehe ich die Kritik von Außen nicht. Nick Weber hat gerade in der letzten Viertelstunde etliche Gegentreffer verhindert.


Enrico Nefe (Trainer des SV): Wir wollten die Begegnung lange offen halten und den HSC-Angriff mit Abwehrvarianten außer Tritt bringen. Das ist uns vor der Pause noch einigermaßen gelungen. Nach der Pause nicht mehr, weil dann einige Führungsspieler nicht die gewohnte Form gezeigt haben. Wir haben die sechste Niederlage in Serie kassiert. Trotzdem glaube ich, dass wir nicht in den Tabellenkeller gehören. Der Sieg des HSC war aufgrund der zweiten Halbzeit verdient.

Quelle: Rhön- und Saalepost 

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