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Bericht: HSC - SG Bruchköbel

18.02.2018 - HSC Bad Neustadt

Und wieder reißt der Faden

Als der HSC Bad Neustadt-Rhön vor acht Tagen gegen Tabellenführer TV Großwallstadt verlor, wurde er von den Fans für seine couragierte Leistung noch gelobt. Das 26:26 (15:12) nun am Samstag im Kellerduell der Dritten Liga Ost gegen die SG Bruchköbel sorgte für große Ernüchterung. „Das ist im Kampf um den Klassenerhalt zu wenig“, so der allgemeine Tenor. Dabei schienen die Rot-Weißen dem ersten Sieg unter Coach Christoph Kolodziej entgegenzusteuern. Doch dieser wurde ab der 40. Minute und nach einer 20:16-Führung geradezu verschenkt. Auch gegen Großwallstadt hatte sich der HSC zwei Drittel der Spielzeit sehr gut präsentiert, dann aber hatte die Kraft gefehlt.

Die Mannschaft, die gegen Bruchköbel bis dahin „die taktischen Maßnahmen weitgehend sehr gut umgesetzt hatte“, so ihr Trainer, dem insbesondere die aggressive Abwehrarbeit sowie das starke Anspiel auf die Kreisläufer gefiel, zerfiel regelrecht. In der Offensive machte sich zunehmend Ratlosigkeit breit. Mit technischen Fehlern und schwachen Würfen brachte man den Gegner ohne Not ins Spiel zurück. Dieser gehört nicht zu den Spitzenteams, sondern zur Kategorie „schlagbar“.

Doch Handball spielen können die Akteure aus dem Main-Kinzig-Kreis sehr wohl. Sie ließen sich nicht lange bitten. Angetrieben vom jetzt besser in die Partie kommenden Tegaday Nuez Ramos wendeten sie innerhalb von zehn Minuten das Blatt – sie machten aus dem 16:20 mit einem 7:2-Tore-Lauf eine 23:22-Führung.

Als sie den Vorsprung in der 55. Minute auf 25:23 ausgebaut hatten, bejubelten ihre Fans schon den Auswärtssieg – zu voreilig. Angetrieben von den nimmermüden heimischen Anhängern, die sich da schon von ihren Sitzplätzen erhoben, sorgte Gary Hines mit zwei verwandelten Siebenmetern für den Ausgleich. 30 Sekunden später brachte SG-Rechtsaußen Fatih Günes seine Farben wieder in Front, ehe Vilim Leskovec den Endstand (57.) besorgte. Die restliche Spielzeit verlief wie ein Krimi. Zunächst rannte SG-Spielmacher Jonas Ulshöfer bei einem Wurfversuch Maximilian Schmitt über den Haufen. Nach diesem Stürmerfoul trafen sich die Einheimischen zu einer letzten taktischen Besprechung an der Außenlinie. Doch den folgenden Angriff spielten sie lange aus, kein Akteur wollte die Verantwortung übernehmen, schließlich musste Hines in Zeitnot zu einem Sprungwurf ansetzen, der von der Gäste-Mauer geblockt wurde.

Jetzt legte Tim Beckmann die grüne Karte auf den Zeitnehmertisch, um nach Wiederanpfiff registrieren zu müssen, dass sein erfolgreichster Schütze, Linksaußen Milos Kreckovic, seinen Flug im Kreis angesetzt hatte. Es waren noch 20 Sekunden zu spielen: Der ballführende Schmitt übersah die Lücke in der SG-Deckung, bei seinem Pass auf Hines wurde dieser unfair gestoppt. Hines musste wieder zu einem Notwurf ansetzen, sah sich einer Fünf-Mann-Mauer gegenüber, der Ball wurde von Keeper Marius Sulzbach entschärft.

Dann erfolgte der Abpfiff einer Begegnung, die für die Hausherren gut begonnen hatte. Nach dem 0:1 sorgte Franziskus Gerr, der im ersten Durchgang von guten Anspielen an den Kreis profitierte und sich auch nach einer Platzwunde am Kopf kampfstark in den Dienst des Teams stellte, für den Ausgleich. Den neuerlichen Rückstand verhinderte im Gegenzug Felix Schmidl mit dem ersten abgewehrten Siebenmeter. Schmidl und Nick Weber gelang dies je zweimal, beide gehörten zu den Aktivposten der Einheimischen. Und sie durften sich in der Schlussphase ärgern, dass so mancher von ihnen parierte Ball durch die Schläfrigkeit ihrer Vorderleute wieder in den gegnerischen Händen landete.

Nach sechs Minuten schafften die HSC'ler durch ansehnliches Kombinationsspiel bei hohem Tempo die erstmalige Zwei-Tore-Führung (4:2), die in der 20. Minute anwuchs (10:7), als der zu diesem Zeitpunkt als Gerr-Vertreter agierende Maximilian Kalliske vom Kreis aus erfolgreich war. Dieses Polster hielt bis zum Seitenwechsel. Dabei gelang Jan Wicklein, der genauso überraschend wie Konstantin Singwald doch auflaufen konnte, das seltene Kunststück, in einer 4:6-Unterzahlsituation (Zeitstrafen für Kalliske und Schmitt) zum 13:10 einzunetzen.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit zog der HSC nach einem Hines-Treffer auf vier Tore davon (16:12), ehe später nach dem Singwald-Hammer zum 20:16 der Einbruch folgte. Mit Fehlpässen, Fangfehlern, ungenauen Würfen und einer zunehmend löchrigen Deckung baute der HSC seinen Gegner auf. Und wenn es nicht läuft, dann richtig: Ausgerechnet beim Stand von 22:23 scheiterte der bis dahin von der Siebenmeter-Linie sichere Wicklein mit einem Strafwurf am SG-Keeper.

Nach dem Abpfiff kam, auch unter den Trainern, die Diskussion auf, wie das Ergebnis zu bewerten ist. Einhellig waren Kolodziej und Beckmann der Ansicht, dass für ihre Schützlinge mehr als der eine Punkt möglich gewesen wäre, aber man nach dem Spielverlauf auch mit leeren Händen hätte dastehen können.

Statistik des Spiels

HSC Bad Neustadt-Rhön –
SG Bruchköbel 26:26 (15:12)

Bad Neustadt: Weber (1.- 30., ab 45.), Schmidl (31.- 44.) – Schmitt, Wolf 1, Hines 5/2, Riesenberger, Bieger 1, Singwald 4, Pal (n. e.), Kalliske 1, Wicklein 5/2, Gerr 5, Leskovec 4.
Bruchköbel: Sulzbach, Bätz (n. e.) – Hoffmann, Nuez Ramos 5/1, Zutic 2/1, Ulshöfer 4, Dietrich 1, Günes 1, Pjanic 3, Heuer 1, Zourek 1, Woiwod 1, Kreckovic 7/2.
Siebenmeter: 5/4 – 8/4.
Zeitstrafen: 10 – 8 Minuten.
Zuschauer: 703.
Schiedsrichter: Fuß/Olsok (Leipzig).
Spielfilm: 2:2 (5.), 4:3 (10.), 6:5 (15.), 9:7 (20.), 12:10 (25.), 15:12 (30.) – 17:14 (35.), 20:16 (40.), 20:19 (45.), 22:23 (50.), 23:25 (55.), 26:26.

Quelle: Rhön - und Saalepost

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