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Bericht: HSC - SG Leutershausen

11.03.2018 - HSC Bad Neustadt

Der HSC schöpft neue Hoffnung

In der Halle liegt ein ganzer Steinbruch“, meinte Hallensprecher Florian Demling nach dem 21:17-(11:7)-Erfolg des Handball-Drittligisten HSC Bad Neustadt gegen die SG Leutershausen. Tatsächlich sorgte der „verdiente Sieg“, so SG-Coach Marc Nagel, für großes Aufatmen und Jubel bei den Fans der Bad Neustädter, die mit diesen zwei Punkten Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt schöpfen.

Beim ersten Sieg im sechsten Spiel unter der Regie von Coach Christoph Kolodziej und seit fast zwei Monaten zeigten die Gastgeber den Kampf und die Leidenschaft, die man sich eine Woche zuvor in Coburg gewünscht hätte. „Wir haben heute vom Anpfiff weg die Aggressivität in der Deckung gezeigt, die Basis unseres Erfolges sein sollte, und die Angriffsquote über die 50-Prozent-Marke geschraubt“, sagte Kolodziej. Der im Vorfeld verkündete Plan des sichtlich erleichterten Trainers ging so auf. Dabei begann das Spiel aus Sicht der Kontrahenten in Sachen Torerfolg etwas holprig, denn die ersten sechs Angriffe blieben erfolglos. Bärenstarke Leistung von Weber Die frühe Zeitstrafe für Franziskus Gerr (2.) hätte dann eigentlich von Vorteil für den Tabellendritten, der mit nur neun Feldspielern und ohne einige Leistungsträger, die das Hinspiel bestimmt hatten, angereist war, sein können, doch in Überzahl scheiterte deren Siebenmeter-Experte Niklas Ruß gleich einmal an Nick Weber. Der HSC-Goalie lieferte auch danach eine bärenstarke Leistung ab, stand bis auf einen Siebenmeter, den sein Vertreter Felix Schmidl im Laufe der zweiten Halbzeit parierte, permanent im Tor und wurde vom gegnerischen Coach zum „besten Spieler der Partie“ gekürt.

Ein Sonderlob von den heimischen Fans gab es später auch für Maxi Schmitt, der Mannschaftskapitän rackerte vorbildlich, übernahm auch in der Offensive durch kompromissloses Einlaufen an den gegnerischen Kreis Verantwortung und brachte noch in der Unterzahlsituation seine Farben in Führung. Auf der Gegenseite lief in Sachen Torerfolg weiter nichts zusammen, entweder scheiterten die Brüder Felix und Philipp Jäger an Weber, visierten die Torumrandung an oder verloren durch technische Fehler gleich den Ballbesitz.

Die zu diesem Zeitpunkt gewählte 5:1-Abwehrvariante des HSC, der vorgezogene Gary Hines drängte den Spielaufbau der „Roten Teufel“ weit vom Kreis weg, schmeckte dem Kontrahenten gar nicht. Die Unterstützung des heimischen Publikums – „es war sagenhaft, der Funke ist auf die Mannschaft über gesprungen“ – sah Kolodziej als weiteren Pluspunkt an, die Hausherren schlossen durch ein Doppelpack von Jan Wicklein und einem Hines-Tor nun drei Angriffe in Folge erfolgreich ab, nach dem Zwischenstand von 4:0 bat Nagel seine Mannen bereits in der siebten Minute zur ersten Auszeit. Wicklein trifft kurios Dem nun auf die Spielmacherposition beorderten Junioren Konstantin Herbert gelang zwar wenig später das 1:4, doch mit einem kuriosen Treffer stellte Wicklein den alten Abstand wieder her. Nach einem Fehlwurf mit Verletzungsfolge humpelte er Richtung eigenes Tor zurück, sah sich dann aber unvermutet in einer Kontersituation, weil er nach Herbert-Fehlpass und Gerr-Vorlage mutterseelenallein vor SG-Torhüter Jörn-Thore Döding auftauchte. Letzterer sollte im Laufe der Begegnung Schlimmeres verhindern. „Der Junge, der ja erst 17 Jahre alt ist, war noch der beste meiner Spieler“, sagte Nagel. Aber auch er war nicht in der Lage, Entscheidendes beizutragen. Nach einem Treffer von Konstantin Singwald, mit dessen Sprungwürfen die SG-Abwehr nicht zurechtkam, gingen die Rot-Weißen in der zwölften Minute erstmals mit fünf Toren in Führung (7:2). Ernst Mantek verkürzte zwar auf 3:7, was in den nächsten fünf Minuten ein beiderseitiges Fehlerfestival, unter anderem flutschte Wicklein die Harzkugel bei einem Strafwurf aus der Hand und über das Tor, einläutete. Als Singwald zum 8:3 einnetzte, wollte der Gäste-Trainer in der 18. Minute mit der zweiten Auszeit die Wende einläuten, allerdings umsonst. Denn die Gastgeber ließen sich nicht aus der Ruhe bringen, beantworteten weiterhin jedes Gegentor mit einem eigenem Treffer, selbst in Unterzahl lochte Singwald zum 9:4 ein. Der Vier-Tore-Vorsprung blieb bis zur Pause stabil, zu Beginn des zweiten Durchgangs löste die Rote Karte für Maximilian Kalliske nach Griff ins Gesicht von Felix Jäger zunächst Beunruhigung auf der HSC-Bank aus.

Nicht aber bei den heimischen Akteuren, denn den folgenden Wurf von Maximilian Rolka, parierte Weber, beim Tempogegenstoß holte Wicklein einen Siebenmeter heraus, den er höchstpersönlich zum 13:9 verwandelte. Kurzes Nervenflattern Die Führung blieb bis zum 19:15 stabil, dann begann aber zumindest ein kurzes Nervenflattern bei den HSC-Fans. Nach dem 19:16 sah Wicklein wegen eines angeblichen Kopftreffers bei einem Siebenmeter, „der Ball ist mir eher über die Stirn geflutscht, die Rote Karte kann man, muss man aber nicht zwingend geben“, erklärte Döding beim Gang zum Mannschaftsbus, und dem folgenden 17:19 durch den Treffer von Felix Jäger sorgte noch einmal für Spannung in den letzten fünf Minuten. Allerdings nur für zwei Minuten, denn in Unterzahl tankte sich Schmitt durch die SG-Abwehr durch, das 20:17 war die Entscheidung. Als Weber mit seiner 18. Parade einen Wurf von Philipp Jäger entschärfte, schickte er noch Martin Bieger auf die Reise, der in der Schlusssekunde Döding das Nachsehen gab.

Einhellige Meinung aller HSC-Fans war, dass die Rot-Weißen nicht im Abstiegskampf verwickelt wären, wenn sie eine solch kämpferische und vor allem nervenstarke Leistung in den bisherigen Spielen gezeigt hätten.

Die Statistik des Spiels

Handball: 3. Liga Ost

HSC Bad Neustadt – SG Leutershausen 21:17 (11:7)

Bad Neustadt: Weber, Schmidl (ein Siebenmeter) – Schmitt 5, Wolf (n. e.), Hines 4, Riesenberger 1, Bieger 1, Singwald 3, Pal (n. e.), Kalliske, Wicklein 6/4, Gerr 1, Leskovec.

Leutershausen: Döding, Hübe (ein Siebenmeter) – F. Jäger 6/2, Rolka, Stippel 3, P. Jäger 1, Ruß 4/1, Gasser 1, Herbert 1, Kubitschek, Mantek 1. Siebenmeter: 6/4:5/3.

Zeitstrafen: 8:6 Minuten.

Disqualifikation: Kalliske (35., Bad Neustadt, Foulspiel), Wicklein (56., Bad Neustadt, Kopftreffer beim Siebenmeter).

Schiedsrichter: Magalowski/Schwieger (Magdeburg-Neustadt).

Zuschauer: 637.

Spielfilm: 5:1 (10.), 8:3 (20.), 11:7 (30.) – 15:11 (40.), 18:14 (50.), 21:17 (60.).

Quelle: Main-Post 

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