offizielle Website des HSC Bad Neustadt / Saale - Herzlich Willkommen

Nächstes Spiel

hscbadneustadt vs. djkwaldbuettelbrunn
 14.07.2018 - 19:30 Uhr

HSC Bad Neustadt - DJK Waldbüttelbrunn

zum Spielplan

Der HSC auf Facebook

Liveticker

Während der Partien unseres HSC sind Sie jederzeit mit dem Liveticker von SIS auf dem Laufenden.

Suche

Spielberichte

Bericht: HSC - Northeimer HC

08.04.2018 - HSC Bad Neustadt

HSC Bad Neustadt wie in seinen besten Zeiten

Der HSC Bad Neustadt-Rhön hat mit einer eindrucksvollen Vorstellung und einem 36:24 (18:10)-Erfolg in der Dritten Liga Ost gegen den Northeimer HC nicht nur das erste von fünf „Endspielen“ im Kampf um den Klassenerhalt gewonnen, sondern zugleich seinen Gegner in den Überlebenskampf hineingezogen. „Wir haben heute so wenige Fehler wie noch nie in meiner Amtszeit gemacht“, freute sich nicht nur Trainer Christoph Kolodziej. Auch die Dauergäste auf der Tribüne konnten sich nicht erinnern, wann sich die Hausherren zuletzt so wenig Fehlwürfe und technische Fehler leisteten. Die Wurferfolgsquote lag weit über 50 Prozent, wobei es Kontertore wie selten gab. Garant der geradezu grandiosen Vorstellung waren ein funktionierendes Abwehrsystem sowie eine konzentrierte Dominanz über die gesamten 60 Minuten.

„Wir haben nur in der ersten Viertelstunde dagegenhalten können“, meinte HC-Pressesprecher Jonah Dalpke nach dem Abpfiff. „Dann wurde unser Rückraum lahmgelegt, Bad Neustadt hat auf unsere Seite durch frühes Herausrücken Fehler im Spielaufbau provoziert und einige Spieler total verunsichert“. Tatsächlich sah es in der Anfangsphase nicht nach einem Kantersieg der Gastgeber aus. Diese liefen sogar einem Rückstand hinterher, was beim Stand von 4:5 bereits in der 8. Minute zur ersten Auszeit führte.Die Ansage zeigte Wirkung. Nach dem Ausgleichstreffer zum 5:5 durch Konstantin Singwald, der vor der Pause mit seinen wuchtigen Würfen genauso wie Gary Hines der Northeimer Deckung und dem Torhüter Rätsel aufgab, kam der rot-weiße Zug so richtig ins Rollen. Spätestens als Singwald zum 8:7 einnetzte, brach das bis dahin hohe Tempospiel der Gäste zusammen. Ausgerechnet während einer Zeitstrafe für Jan Wicklein, der nicht nur seine Strafwürfe sicher verwertete, sondern auch mit seinen Flugeinlagen in den Kreis verschiedene Gegenspieler düpierte, erhöhten Singwald und Martin Bieger auf 10:7.

Als dann Hines mit einem Knaller, diesmal aus einer Überzahlsituation heraus, den ersten Vier-Tore-Vorsprung besorgte, staunte auch der letzte und in der Vergangenheit leidgeprüfte HSC-Fan. Als der bis zu diesem Zeitpunkt noch quirlige HC-Rechtsaußen Sören Lange auf 9:12 verkürzte, begann eine achtminütige Leidenszeit der Gästefans. Diese erlebten ein Fehlerfestival des HC, was von den Hausherren konsequent bestraft wurde. Zwischen der 23. und 29. Minute warfen die Hausherren sechs Mal aufs Tor von Fredrik Stammer – sechs Mal schlug es im Kasten des vom jungen Dänen, der kaum eine Hand an den Ball brachte, gehüteten Tores ein. Seine Vorderleute verzettelten sich vornehmlich in Einzelaktionen, hatten bei einem Siebenmeter-Lattentreffer von Lange Pech und scheiterten ansonsten am immer besser ins Spiel kommenden Nick Weber.

Dieser ballte nach Paraden mehrmals die Faust, leitete unter anderem einen Konter ein, der über Jan Wicklein per Kempa auf Maximilan Schmitt weitergeleitet wurde, der zum 16:9 traf. Nach dem Wicklein-Treffer zum 17:9 stieg der Frust beim Gast. Binnen Sekunden wurden Lothar von Hermanni und Max Berthold auf die Strafbank verbannt. Letzterer hatte kaum Platz genommen, da ließ es nach einer schnellen Kombination HSC-Kapitän Schmitt zum 18:10 klingeln.

In der Pause argwöhnten manche HSC-Fans, dass das Acht-Tore-Polster vielleicht noch vergeigt werden könnte. In den ersten fünf Minuten nach dem Wiederanpfiff erhärteten sich ihre Bedenken. Da gelangen den Gästen, die nun auch mit einem anderen Keeper agierten, zwei Treffer in Folge, was Christoph Kolodziej zur Auszeit in der 34. Minute bewog. „Wir hatten es zuvor mit dem Tempo übertrieben, was zu Fehlern führte, deren Anzahl nicht ausufern durfte“, erklärte er später in der Pressekonferenz, an der sein enttäuschter Kollege Carsten Barnkothe nicht teilnahm.

Die einminütige Besprechung zeigte positive Wirkung. Nach Treffern von Franziskus Gerr, Hines und Singwald binnen zwei Minuten war der Vorsprung beim 21:12 komfortabel und nervenschonend. Dieser wuchs erstmals auf zehn Treffer an (25:15/41.), was die Gäste zu hektischen Offensivaktionen und unpräzisen Würfen verleitete. Bei den Einheimischen wurden nun Felix Schmidl aufs Parkett beordert, für Singwald übernahm Vilim Leskovec die Position im halblinken Rückraum. Dieser war sofort auf der Höhe des Geschehens, netzte fünf Mal ein und zeigte den Mut im Abschluss, den man ihm öfters gewünscht hätte.

Der Vorsprung wuchs stetig. Tempogegenstöße des HC Richtung Lange wurden von den zurückeilenden Schmitt und Hines unter Fanjubel abgefangen und die gegnerische Defensive zermürbt. Daran beteiligte sich in der Schlussphase auch das Trio Timo Riesenberger, Adam Pal und Max Kalliske. Den Schlusspunkt setzte bei einem der vielen Konter der überragende Gary Hines. Zu diesem Zeitpunkt gab es schon stehende Ovationen der heimischen Fans. Im Gästeblock, zunächst lautstark, war es mucksmäuschenstill.

Die Statistik des Spiels

Handball: Dritte Liga Ost

HSC Bad Neustadt-Rhön – Northeimer HC 36:24 (18:10)

Bad Neustadt: Weber (1.-42.), Schmidl (ab 43.) – Schmitt 3, Wolf, Hines 8, Riesenberger, Bieger 2, Singwald 5, Pal, Kalliske 1, Wicklein 10/2, Gerr 2, Leskovec 5.

Northeim: Stammer (1.-30.), Armgart (ab 31.) – von Hermanni 4, Meyer 3, Schlüter 1, Krebs, Lange 5/3, Seekamp 4, Hoppe 3, Wilken 3, Strupeit, Berthold, Dewald 1.

Siebenmeter: 2/2 – 4/3.

Zeitstrafen: 8 – 12 Minuten.

Schiedsrichter: Beyer, Jakob (Bad Blankenburg).

Zuschauer: 624.

Spielfilm: 2:2 (5.), 6:5 (10.), 8:7 (15.), 11:7 (20.), 15:9 (25.), 18:10 (30.) – 19:12 (35.), 24:15 (40.), 27:17 (45.), 31:19 (50.), 33:21 (55.), 36:24.

Stimmen zum Spiel

Christoph Kolodziej (Trainer des HSC Bad Neustadt-Rhön): Bevor ich Erklärungen zum Spiel abgebe, möchte ich erst einmal sagen, dass wir ein Publikum haben, das mehr als drittligatauglich ist. Es hat es mit seiner tollen Unterstützung verdient, dass weiter Drittliga-Handball in Bad Neustadt gespielt wird. Das spürt auch die Mannschaft, die mit einer vorzüglichen Ausdauerleistung über 60 Minuten die Taktik hoch konzentriert umgesetzt hat. Die offensive Defensivarbeit, die den gegnerischen Rückraum vom Kreis weghalten sollte, hat genauso funktioniert wie die Offensive, wo viel Einstudiertes zum Erfolg führte. Stark verbessert war unser Rückzugsverhalten sowie das Konterspiel, was aber nur gelingen konnte, weil wir in der Deckung kompakt standen. Northeim hat in der Anfangsphase ein hohes Tempo angeschlagen. Aber dem haben wir standgehalten und nach einer Viertelstunde das Spiel dominiert. Unsere Wurfquote war überragend, das müssen wir auch beim nächsten Spiel in Großsachsen wieder zum Tragen bringen.

Jonah Dalpke (Pressesprecher des Northeimer HC): Das war bis auf die Anfangsviertelstunde zu wenig. Der HSC hat unseren Rückraum, in dem der angeschlagene Jannes Meyer weitgehend abgemeldet war, ausgeschaltet. Unsere gewohnt starke erste Welle war kaum zu sehen. Unser Spiel war insgesamt zu fehlerhaft, unser Positionsangriff zu statisch und unsere Konterquote einfach zu schwach. Der HSC hat verdient gewonnen, auch in der Höhe.

Quelle: Rhön - und Saalepost 

Premiumpartner

Werbung

Onlinepartner

stilmedien

Marketingpartner

evoworkx


dhb-liga3