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Bericht: HSC - Magdeburg II

22.04.2018 - HSC Bad Neustadt

Ein unglaublicher Kraftakt

Mit einem unglaublichen Kraftakt riss der akut abstiegsgefährdete HSC Bad Neustadt-Rhön das Steuer herum und bezwang in der Dritten Liga Ost den SC Magdeburg II mit 23:22 (9:15). Zur Pause lag der Gastgeber mit sechs Toren zurück, in der 36. Minute noch mit fünf (12:17), ehe die große Aufholjagd begann. In der dramatischen Schlussphase schoss Maximilian Schmitt mit dem Siegtor 14 Sekunden vor der Schlusssirene den HSC ins Siegesglück.

Gewonnen ist noch gar nichts

Es war wohl das dramatischste Heimspiel in dieser Saison. „Aber gewonnen ist noch gar nichts“, erklärte ein sichtlich erleichterter Coach Igor Mjanowski in der Pressekonferenz. „Wir müssen auch in acht Tagen an gleicher Stelle gegen Hanau zwei Punkte holen.“ Das wird nicht einfach, vielleicht sogar unmöglich sein, wenn sich die Saalestädter wieder so viele Fehler in der Offensive leisten wie in der ersten Hälfte. In den ersten 30 Minuten wurden viele Würfe nicht untergebracht sowie Fehlpässe und technische Fehler produziert, die immer wieder und auf einfache Art und Weise die Youngsters des SC in Ballbesitz brachten.

Schwächen konsequent genutzt

Diese nutzten diese Schwäche insofern konsequent, indem sie etliche Konter liefen, die ihr Rechtsaußen Paul Schikora zu seinen insgesamt sechs Treffern nutzte. Das mangelhafte Angriffsspiel der Rot-Weißen, die zudem auch bei Latten- und Pfostentreffern nicht vom Glück begünstigt waren, war insofern kontraproduktiv, weil die Defensivleistung sehr ordentlich war. Die vom Trainer gegen den SC-Torjäger Juan de la Pena verhängte Manndeckung, für die Maximilian Schmitt auserkoren war, funktionierte prima. Der Spanier erzielte gerade einmal einen Treffer aus dem Spiel heraus. In die Bresche sprang im ersten Durchgang neben Schikora noch Justus Kluge.

Von Anfang an im Hintertreffen

Die Gastgeber liefen vom Anpfiff weg einem Rückstand hinterher. Als der aufopferungsvoll kämpfende Franziskus Gerr auf 2:3 (4.) verkürzte, war die HSC-Welt noch einigermaßen in Ordnung. Fünf Minuten später aber nicht mehr: Zunächst scheiterte Jan Wicklein mit einem Strafwurf an Lukas Diedrich, dann netzte Justus Kluge ausgerechnet in doppelter Unterzahl seines Teams zum Zwischenstand von 5:2 ein. Mjanowski versuchte mit einer Auszeit sein Team neu zu formieren. Den nächsten Treffer, und seinen einzigen für seine Farben, erzielte in Martin Bieger zum 3:6 (13.). Es dauerte wieder fünf Minuten bis zum nächsten HSC-Jubel. Gerr verkürzte auf 4:8, doch fünf Minuten vor der Pause lagen die Gäste komfortabel mit 11:5 vorne. Diesen Vorsprung verteidigten sie, auch wenn die Gastgeber in der Schlussphase durch Tore von Wicklein, Timo Riesenberger und Schmitt den Rückstand nicht weiter anwachsen ließen.

„In der Kabine habe ich den Spielern gesagt, dass sie ihre Angriffe ruhiger ausspielen, in der Abwehr weiter aggressiv arbeiten und insgesamt konzentrierter Handball spielen sollen“, so Mjanowski. Tatsächlich minimierten die Gastgeber ihre Fehlerquote nach dem Wiederanpfiff enorm. Als Riesenberger in der 37. Minute in Unterzahl (Zeitstrafe Bieger) auf 14:17 verkürzte, ging ein Ruck durch das Team. Dieses, angefeuert von den Fans, glaubte an eine Wende, ließ sich auch von einem vergebenen Riesenberger-Siebenmeter nicht aus der Spur bringen und schaffte durch einen wuchtigen Wurf von Konstantin Singwald den Anschlusstreffer zum 16:17 (44.). Als Gerr vier Minuten später für den erstmaligen Ausgleich sorgte (18:18), gab es stehende Ovationen.

Pal überrascht mit Doppelpack

Davon schien besonders ein HSC'ler beflügelt zu sein. Der eingewechselte Adam Pal überraschte die SC-Deckung mit einem Doppelpack. Sechs Minuten vor Spielende brachte Singwald die Halle mit seinem Treffer zum 22:21 zum Toben. Still wurde es auch nicht, als de la Pena per Strafwurf während einer Zeitstrafe für Gerr zum 22:22 ausglich. Die Zeitstrafe hatte fatalerweise zur Folge, dass die HSC'ler im Übereifer ihre Unterzahlsituation übersahen, weiter mit sieben Spielern agierten und, weil das Kampfgericht den Fauxpas bemerkte, sich fast zwei Minuten einer 4:6-Unterzahl gegenübersahen. Die Gäste wussten die Gunst der Stunde nicht zur Vorentscheidung zu nutzen, trafen zunächst den Pfosten und verloren durch zwei hanebüchene Fehlpässe jeweils den Ball.

Schmitt trifft in den Winkel

34 Sekunden vor Spielende roch es nach einer Punkteteilung, die Hausherren wurden zur letzten Auszeit versammelt. Der Ball landete nach Wiederanpfiff bei Maximilian Schmitt, der ansonsten in der Offensive die Position des gesperrten Gary Hines, der auch noch gegen Hanau fehlen wird, wahrnahm. Der HSC-Kapitän versetzte seinen Gegenspieler und haute das Leder 14 Sekunden vor dem Ende in den Winkel. Die Gäste versuchten es mit einem Schnellangriff, der zwei Sekunden vor dem Abpfiff durch ein Foul von Gerr an Jakob Hensen gestoppt wurde. Gerr wurde zum dritten Mal auf die Bank verbannt. Mit seinem Notwurf scheiterte de la Pena an Felix Schmidl.

Dem Druck standgehalten

Dieser und seine Kameraden wurden kurz darauf frenetisch gefeiert. So mancher der Fans, der zur Pause vorzeitig den Schulberg im sicheren Gefühl einer klaren Heimniederlage verließ, wird sich über sein Weggehen nachträglich ärgern. „Unser Sieg war vielleicht glücklich, aber nicht unverdient“, so Mjanowski. „Alle Spieler haben mit großer Moral gekämpft. Sie haben vor allem der nervlichen Belastung, auch der großen nach 30 Minuten, standgehalten.“

Die Statistik des Spiels

Handball: Dritte Liga Ost HSC Bad Neustadt-Rhön – SC Magdeburg II 23:22 (9:15)

Bad Neustadt: Weber (1.-26.), Schmidl (ab 27.) – Schmitt 5, Wolf, Riesenberger 3, Bieger 1, Singwald 4, Pal 2, Kalliske, Wicklein 4/1, Gerr 4, Leskovec.

Magdeburg II: Diedrich (1.-30.), Mohs (ab 31.) – N. Danowski 1, Schikora 6, Hensen 1, de la Pena 6/5, Kluge 6, R. Danneberg 1, Hoggard 2.

Siebenmeter: 3/1 – 5/5.

Zeitstrafen: 16 (Disqualifikation Franziskus Gerr/59., 3. Zeitstrafe) – 6 Minuten.

Zuschauer: 603.

Schiedsrichter: Jaros (Wißgoldingen)/ Thrun (Lauterstein).

Spielfilm: 2:3 (5.), 2:4 (10.), 3:7 (15.), 4:9 (20.), 5:11 (25.), 9:15 (30.) – 12:16 (35.), 14:17 (40.), 16:17 (45.), 19:19 (50.), 22:22 (55.), 23:22.

Stimmen zum Spiel

Igor Mjanowski (Trainer des HSC Bad Neustadt-Rhön): Erst einmal ein großes Dankeschön an die Fans, die die Mannschaft, gerade als sie nach dem Halbzeitergebnis mit dem Rücken zur Wand stand, so wunderbar unterstützt haben. Die erste Halbzeit, in der wir schon kompakt in der Defensive standen, war von vielen Fehlern im Angriff geprägt. Da haben wir die Bälle zu oft weggeschmissen, was es dem Gegner erlaubt hat, Tempogegenstöße zu laufen. Die Zahl der Ballverluste haben wir in der zweiten Halbzeit stark reduziert und so das Konterspiel des Gegners weitgehend vereitelt. Mit jedem Treffer haben die Spieler mehr Selbstvertrauen bekommen und die Chance auf den Gewinn der zwei Punkte gewittert. Dass das gelungen ist, macht die Spieler natürlich stolz und sollte Mut für die nächste Partie geben. Die Vorbereitung auf das Hanau-Spiel wird wie üblich intensiv sein, wobei ich an dieser Stelle erkläre möchte, dass ich mich nach dem Rücktritt von Christoph Kolodziej nicht nach diesem Amt gedrängt habe. Aber es war eine kurzfristige Lösung notwendig. Ich bin dann halt im Interesse des Vereins und der Spieler ins kalte Wasser gesprungen.


Vanja Radic (Trainer des SC Magdeburg II): Dieses Spiel hat mir und meinen jungen Spielern richtig Spaß gemacht. Wir spielen nämlich selten in einer solch vollen Halle und vor allem gar nicht vor einem so friedlichen Publikum. In fremden Hallen werden wir unverständlicherweise angefeindet. Das war heute nie der Fall. Deswegen bin ich auch nicht so unglücklich über die Niederlage. Ich würde mich freuen, wenn Bad Neustadt in der Liga verbleibt und wir auch in der nächsten Saison hier spielen. Zum Spiel selbst möchte ich sagen, dass wir nur mit einem kleinen Kader vertreten waren. Einige Spieler, die auf der Tribüne saßen, habe ich für das für uns wichtige Bundesliga-Spiel der A-Junioren gegen die Rhein-Neckar-Löwen geschont. Wenn wir hoffentlich in der nächsten Runde wieder hier auflaufen, wird meine junge Mannschaft – ich hatte heute nur vier Spieler, die bereits 20 Jahre sind – dabei, quantitativ und qualitativ besser sein. Nochmals danke für die angenehme Atmosphäre. ba

Torschützenliste des HSC

Jan Wicklein 144/56
Gary Hines 125/7
Maximilian Schmitt 79/2
Vilim Leskovec 60
Konstantin Singwald 59
Martin Bieger 51
Franziskus Gerr 48
Timo Riesenberger 38/9
Maximilian Kalliske 19
Felix Wolf 17
Filip Milutinovic 16
Adam Pal 12
Benedikt Kleinhenz 5
Nick Weber 1

Quelle: Rhön - und Saalepost

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