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Bericht: Schweinfurt II - HSC II 26:27

27.01.2013 - Christian Hüther

MHV Schweinfurt 09 II – HSC Bad Neustadt II 26:27 (14:15)

Für Zuschauer mit Blutdruckschwierigkeiten war die Angelegenheit am Samstagabend zwischen den Reserven von Schweinfurt und Bad Neustadt nichts. Trotz eines wenig berauschenden Auftritts des Tabellenzweiten gewann der HSC durch ein Tor von Matthias Weth in buchstäblich allerletzter Sekunde am Ende etwas glücklich und festigte so den angepeilten Relegationsrang.

Schon vor dem Anpfiff standen die Zeichen nicht auf einen lockeren Auswärtssieg. Die Gäste mussten weiterhin mit Sebastian Streng (Sperre) und Jochen Geis (schwere Verletzung aus der letzten Partie) auf zwei wichtige Stammkräfte verzichten, was sich allen voran in der Durchschlagskraft im Rückraum bemerkbar machte. Zu Beginn setzte zunächst Nicolai Voll Akzente, dem drei der ersten fünf Tore gelangen und so unter anderem für eine 4:7-Führung nach 11 Minuten sorgte. Auch Jonas Kortmann im HSC-Tor zeigte einige gute Paraden, weswegen Schweinfurt zu einer frühen Auszeit gezwungen war. Diese zeigte ihre Wirkung. Die Schnüdel drehten die Partie mit vier eigenen Treffern in Serie zur ersten Führung nach einer Viertelstunde. Die Bad Neustädter zeigten in dieser Phase Schwächen im Angriff, aus dem Rückraum fehlten die einfachen Tore durch Peter Scheuplein, der zunächst überhaupt nicht ins Spiel fand.  Zu allem Überfluss verletzte sich Voll dann am Fuß, weswegen er bis zur Pause außer Gefecht gesetzt war.  In der Folgezeit vergaben beide Teams teils hochkarätige Möglichkeiten zu Torerfolgen, viele Fehler und Unzulänglichkeiten prägten das Geschehen.  Mit fortan Cedrik Thiel im HSC-Gehäuse und einfachen Treffern aus dem Rückraum stand für den klaren Favoriten eine denkbare knappe Pausenführung zu Buche.

Der Tabellenachte aus Schweinfurt, der nach Auskunft eines Spielakteurs an diesem Tag eines seiner besten Spiele machte, witterte so nach Wiederanpfiff seine Chance und lag beim Stand von 17:16 in Front. Dies lag auch an der Schwäche des HSC vom Siebenmeterstrich, insgesamt drei dieser vermeintlich sicheren Chancen blieben letztlich ungenutzt.  So legte der HSC mit eigenen drei Treffern zwar wieder vor, dies gab jedoch nicht die erhoffte Sicherheit. Schweinfurt brach nicht ein, im Gegenteil. Trotz eigenem Überzahlspiel legten die Hausherren weiterhin alles ins Spiel hinein und näherten sich einer dickeren Überraschung. Da die HSC-Abwehr teils zu einfach von den Schweinfurter Rückraumschützen ausgehebelt wurde, tobte die Halle in der Endphase (24:22). Danach hatte der Gastgeber aber scheinbar Angst vor der eigenen Courage und dem Sieg. Trotz einiger HSC-Einladungen warf Schweinfurt den Ball mehrere Angriffe hintereinander mehr oder weniger leichtfertig weg und ließ die Drittligareserve des HSC so noch am Leben.  Doch auch Bad Neustadt zeigte sich im Angriff weiter wenig kaltschnäuzig, mit Ausnahme von Matthias Weth. Dieser taute mit Wut im Bauch – die Zuschauer unterstellten ihm Theatralik – in der Endphase richtig auf, drehte mit zwei Treffern im Alleingang den Rückstand und stellte die Weichen doch noch vermeintlich auf den Pflichtsieg (25:26). Doch Schweinfurt kam verdientermaßen wiederum zum Ausgleich und  hatte sogar nach einem  Gästefehler die Chance zum Sieg.  Für den vielumjubelten Bad Neustädter Sieg sorgte dann aber jener Weth. Nach einem Abspielfehler der Hausherren hatten die Saalestädter fast nicht den Blick für die herablaufende Uhr. Matthias Weth nahm sich so gut fünf Sekunden vor Ultimo ein Herz und schloss ein Solo zum etwas glücklichen Sieg ab.  

Insgesamt bekleckerte sich der Favorit wahrlich nicht mit Ruhm, was auch Betreuer Daniel Seith so sah. Doch letztlich zählen nur die Punkte, die in der Endabrechnung ganz wichtig gewesen sein könnten. Gelingt in der kommenden Woche gegen den direkten Verfolger Partenstein ein Erfolg in eigener Halle, könnte der HSC auf vier Zähler davon ziehen und mit dem gewonnenen direkten Vergleich einen sehr großen Schritt in Richtung Relegation machen.

Tore für den HSC: Marco Endres 2, Nicolai Voll 3, Peter Scheuplein 8/3, Maksim Lisitsyn 2, Joschka Fischer 3, Matthias Weth 6, Kilian Gessner 1, Emanuel Voll 2.

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